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Ankündigung des Präsidenten

Ecuador stärkt Rechte für Homo-Paare


Präsident Rafael Correa

Die linksgerichtete Regierung in Ecuador stärkt eingetragene Partnerschaften: Präsident Rafael Correa kündigte am Wochenende an, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften künftig in staatliche Dokumenten eingetragen werden.

"Schwule, Lesben und Transgender haben das verfassungsmäßige Recht, ihre Lebenspartnerschaft in ihrem Personalausweis verzeichnen zu lassen", sagte Correa. Bis jetzt wurde nur heterosexuelle Ehen in den Dokumenten aufgeführt. Allerdings stellt der Sozialist klar, dass dies nicht ein Schritt in Richtung Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben sei. "Das habe ich nie unterstützt", so der katholische Politiker, der sich selbst als "christlichen Linken" bezeichnet.

Die katholische Kirche hatte 2008 eine von Correa unterstützte Verfassungsänderung scharf kritisiert, weil darin ein Gleichbehandlungsgrundsatz für Schwule und Lesben enthalten war (queer.de berichtete). Damit konnten Homosexuelle erstmals ihre Partnerschaften bei einem Notar registrieren lassen. Die sozialistische Regierung hatte den Entwurf gegen den Druck des Klerus durchsetzen können. Allerdings ist in der Verfassung auch eine Ehe-Verbot für Schwule und Lesben festgeschrieben. Zudem haben eingetragene Lebenspartner weniger Rechte als heterosexuelle Eheleute, allen voran beim Adoptionsrecht.

Correa hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für eine Anerkennung von schwulen und lesbischen Paaren und für einen besseren Diskriminierungsschutz ausgesprochen, lehnt aber die Gleichstellung im Eherecht aus religiösen Gründen ab. Im Wahlkampf hat er auch mit Homophobie gespielt: So antwortete er 2012 auf einen Kritiker, der ihn via Facebook als "Schwuchtel" (marico) bezeichnet hatte, mit den Worten: "Ich zeige Ihnen, wer die echte Schwuchtel ist". Später entschuldigte er sich mehrfach für die Aussage. (dk)



#1 HugoAnonym
  • 25.08.2014, 20:42h
  • "Schwule, Lesben und Transgender haben das verfassungsmäßige Recht, ihre Lebenspartnerschaft in ihrem Personalausweis verzeichnen zu lassen."
    Finde ich toll, dass das jetzt auch offiziell im Pass dokumentiert wird. Da haben die Demonstranten doch einiges bewirkt.
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#2 vulkaurmnstAnonym
  • 25.08.2014, 22:12h
  • Antwort auf #1 von Hugo
  • Finde eigentlich, dass die Information draüber, ob man verheiratet ist oder nicht, nichts im Personalausweis oder im Reisepass zu suchen hat, egal ob bei Heteros oder Homosexuellen. Es muss doch nicht jeder Hotelreceptionist, jeder Zollbeamte oder Verkehrspolizist den Familienstatus wissen.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil