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  • 26.08.2014               Teilen:   |

Fantasy Filmfest

Coming of Rage mit Gregg Araki

Artikelbild
Winterlich (alp)traumhafte Bilder: In Gregg Arakis neuestem Film sucht die 17-jährige Kat sowohl Sex als auch ihre verschwundene Mutter

Der Meister des New Queer Cinema präsentiert auf dem Fantasy Filmfest sein neues Drama "White Bird in a Blizzard".

Von Michael Thiele

Dieser Film dürfte zu den sehnlichst erwarteten des Jahres zählen: "White Bird in a Blizzard" von Gregg Araki. Bereits Anfang 2014 feierte der Coming-of-Age-Thriller seine Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival, nun ist er auch in Deutschland zu sehen – und zwar im Rahmen des Fantasy Filmfests, das in diesem Jahr vom 27. August bis zum 21. September stattfindet. 1987 erstmals in Hamburg über die Bühne gegangen, stehen bei der 28. Festival-Ausgabe Kinos in Berlin, Stuttgart, Frankfurt, Nürnberg, München und Köln und eben der Hansestadt auf dem Spielplan.

Dass "White Bird in a Blizzard" zu den rund 60 gezeigten Werken gehört, steht für Frederike Dellert, Head of Programming beim Fantasy Filmfest, außer Frage: "Gregg Araki ist stets ein Garant für großes Kino. Sein neuer Film ist ein Thriller mit für den Regisseur so typischen fantastischen Bildern und Traumsequenzen." Darüber hinaus bewegt sich das Fantasy Filmfest stets an der Grenze zwischen Queerem und Fantastischem, wie Dellert erläutert. "Wir suchen nach dem Ungewöhnlichen. Nach Geschichten, Figuren, Bildern, die sich vom Mainstream wegbewegen, Tabus brechen und Normen in Frage stellen sowie nicht zuletzt starke Emotionen auslösen. Darin liegt die Schnittmenge."

Tatsächlich ist Araki mit Werken wie "The Living End", "Totally Fucked Up" oder "Mysterious Skin" zu einem der wichtigsten Vertreter des New Queer Cinema avanciert. Bei seinem neuesten Film "White Bird In A Blizzard" hat der 54-jährige Bisexuelle nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch verfasst. Grundlegend basiert das auf dem gleichnamigen Roman der US-amerikanischen Schriftstellerin Laura Kasischke, der 1999 erschienen ist.

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Kats Mutter Eve verschwindet eines Tages

Plakat zum Fantasy Filmfest 2014. Weitere queere Highlights sind  u.a. "Man on High Heels" von Jang Jin, "Nurse 3D" von Douglas Aarniokoski sowie "Under the Skin" von Jonathan Glazer
Plakat zum Fantasy Filmfest 2014. Weitere queere Highlights sind u.a. "Man on High Heels" von Jang Jin, "Nurse 3D" von Douglas Aarniokoski sowie "Under the Skin" von Jonathan Glazer

Die Story spielt im Januar 1988: Eve und ihre 17-jährige Tochter Kat haben ein inniges Verhältnis zueinander. Die beiden vertrauen sich alles an, während Vater Brock für beide eher der Fußabtreter ist. Dann verschwindet Eve von einem Tag auf den anderen – für Kat zwar überraschend, aber nicht unbedingt ein Schock. Denn sie hat oft unter der kapriziösen, unglücklichen Mutter gelitten, sich von ihr emotional bedrängt gefühlt.

Eigentlich ist Eves Verschwinden eine richtige Befreiung, und, so denkt Kat, womöglich hatte sie das öde Vorstadtleben als Hausfrau und Mutter ohnehin satt. Außerdem ist Kat gerade dabei, ihre Sexualität zu entdecken und an allen denkbaren Orten auszuleben. Keine Zeit also, um über den Verlust zu trauern. Doch während die Jahre vergehen, muss Kat sich eingestehen, dass der Weggang ihrer Mutter sie schmerzlicher getroffen hat als gedacht, zumal sie Alpträume plagen, in denen ihre Mutter um Hilfe ruft. Sie beginnt, nach Eve zu suchen…

So weit, so hetero. Doch dank einer völlig unerwarteten queeren Wendung, bietet "White Bird in a Blizzard" auch gezielt etwas für das schwul-lesbische Auge – mehr sei nicht verraten. "Neben Arakis wunderbarem Feingefühl für Erzählung und Charaktere gibt es auch eine konkrete inhaltliche Komponente", formuliert es Frederike Dellert.

Elektrisierend liest sich schon mal die Besetzungsliste. Die spurlos verschwundene Mutter wird gespielt von Ex-Bond-Girl Eva Green, die vom Premierenpublikum für ihre intensive Verkörperung der Eve gefeiert wurde. Laut Dellert "glänzt sie in einer wundervollen Rolle, die Erinnerungen an Schauspiel-Ikone Joan Crawford wach werden lässt". Ihr zur Seite stehen "Precious"-Darstellerin Gabourey Sidibe, Christopher Meloni aus "True Blood" und Sheryl Lee, die unglücksselige Laura Palmer aus "Twin Peaks", weiterhin Angela Bassett sowie in der Hauptrolle Nachwuchsstar Shailene Woodly.

Sie alle agieren in Arakis "White Bird In A Blizzard", der mit winterlich (alp)traumhaften Bildern und einem bedrohlichen Eighties-Soundtrack alle Fantasy-Fans begeistern dürfte.

Youtube | Offizieller Trailer zu "White Bird in a Blizzard"
  Fantasy Filmfest 2014 – Die Daten
Berlin: 27.08.-07.09.
Frankfurt: 28.08.-08.09.
Stuttgart: 03.09.-14.09.
Nürnberg: 03.09.-14.09.
München: 08.09.-19.09.
Hamburg: 08.09.-19.09.
Köln: 10.09.-21.09.
Links zum Thema:
» Homepage des Fantasy Filmfests
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Tags: gregg araki, fantasy filmfest, coming of age, queer cinema
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