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  • 26.08.2014           46      Teilen:   |

Preisverleihung in Los Angeles

LGBT-Sendungen erfolgreich bei Emmys

Artikelbild
Szene aus "The Normal Heart". Der Film zeigt das schwule Leben in New York City zum Beginn der Aids-Krise (Bild: HBO)

Bei den US-Fernsehpreisen konnte "Modern Family" einen Rekord aufstellen – die Adaption eines Theaterstücks über Aids in den frühen Achtzigern gewann den Preis als bester TV-Film.

Großer Erfolg für "Modern Family": Die Sitcom wurde am Montag bei der 66. Emmy-Preisverleihung aus dem Nokia Centre in Los Angeles zum fünften Mal in Folge als beste Comedy-Serie ausgezeichnet. Damit zog die ABC-Serie mit "Frasier" gleich, die zwischen 1994 und 1998 ebenfalls fünf Preise gewinnen konnte.

"Modern Family" ist eine Pseudo-Dokumentation über drei nicht traditionelle Familien. Darin wird unter anderem vom Leben des schwulen Paares Cameron (Eric Stonestreet) und Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) erzählt, die in der vergangenen Staffel ihre Hochzeit planten und schließlich in der letzten Folge heirateten. Ferguson, der selbst schwul ist und sich für die Gleichstellung von Homosexuellen im Eherecht einsetzt, war ebenfalls als bester Nebendarsteller nominiert – den Preis gewann allerdings Ty Burrell, der in der Serie Phil Dumphy darstellt. "Modern Family" erhielt außerdem eine Auszeichnung für "beste Regie".

Den Preis für den besten Fernsehfilm konnte die "The Normal Heart" gewinnen. Der Film, der im Mai im Pay-TV-Kanal HBO ausgestrahlt wurde, zeigt den Beginn der Aids-Krise in der Schwulenszene von New York zwischen 1981 und 1984 und basiert auf einem autobiografischen Theaterstück von Schwulenaktivist Larry Kramer.

Der 79-jährige gesundheitlich angeschlagene Kramer war am Montag bei der Emmy-Verleihung in Los Angeles dabei. Bei der Preisvergabe dankten ihm die Filmcrew und die Darsteller des Fernsehfilms – darunter Julia Roberts, Mark Ruffalo, Jim Parsons und Matt Bomer – mit Beifallsstürmen. Regisseur Ryan Murphy ("Nip/Tuck", "Glee", "American Horror Story") gab eine emotionale Rede: "Wir sind nur wegen einer Person hier, wegen Larry Kramer", so Murphy. "Wir fordern junge Menschen auf, sich Larry Kramers Leben anzusehen und sich ihn zum Vorbild zu nehmen".

Youtube | Trailer "The Normal Heart"
Fortsetzung nach Anzeige


Vierte Auszeichnung für Jim Parsons

Cameron (Eric Stonestreet) und Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) dürfen sich in der vierten Staffel von "Modern Family" das Ja-Wort geben - Quelle: ABC
Cameron (Eric Stonestreet) und Mitchell (Jesse Tyler Ferguson) dürfen sich in der vierten Staffel von "Modern Family" das Ja-Wort geben (Bild: ABC)

Mehrere Schauspieler, darunter Jim Parsons, waren für ihre Rollen ebenfalls als beste Darsteller in einer TV-Serie nominiert, mussten sich aber Martin Freeman ("Sherlock") und Kathy Bates ("American Horror Story") geschlagen geben. Parsons konnte jedoch einen Preis als bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie für seine Rolle in der "Big Bang Theory" gewinnen. Das ist bereits der vierte Emmy für "Dr. Sheldon Cooper". Zuletzt sorgte Parsons für Schlagzeilen, als er sein Gehalt für die kommende achte Staffel der Sitcom auf eine Million US-Dollar pro Folge verdreifachen konnte (queer.de berichtete).

Die erfolgreichste Sendung bei den Primetime-Emmys war dieses Jahr "Breaking Bad", das in seiner letzten Staffel fünf Preise einheimsen konnte, darunter "beste Drama-Serie und "bester Hauptdarsteller" für Bryan Cranston. Eine Auszeichnung erhielt auch Benedict Cumberbatch für die britische Serie "Sherlock", die in den USA im öffentlich-rechtlichen Sender PBS gezeigt wird. Cumberbatch wurde als "bester Hauptdarsteller in einer Miniserie/TV-Film" gewürdigt. In Kürze wird der Brite in einem neuen Film der schwulen Mathematiker und Kriegshelden Alan Turing darstellen (queer.de berichtete).

Youtube | Emmy-Auszeichnung für Jim Parsons

Auch Jane Lynch ausgezeichnet

Jane Lynch erhielt ebenfalls einen Emmy
Jane Lynch erhielt ebenfalls einen Emmy (Bild: NBC)

Bereits letzte Woche wurden mehrere Emmy-Auszeichnungen in weniger bedeutenden Kategorien vergeben. Hier erhielt unter anderem die lesbische Schauspielerin Jane Lynch den Preis als bester Showmaster/beste Showmasterin für ihre Moderation der Spielshow "Hollywood Game Night".

Laverne Cox, die als erste transsexuelle Schauspielerin für ihre Rolle in der Frauenknastserie "Orange is the New Black" nominiert wurde, ging bei der Preisverleihung leer aus. Sie unterlag in der Kategorie "Beste Gastdarstellerin in einer Comedyserie" Uzo Aduba, die in der Reihe die ausgeflippte Insassin "Crazy Eyes" spielt. (dk)

Youtube | Beste Szenen von Mitch und Cam bei "Modern Family"
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Tags: jim parsons, big bang theory, the normal heart, modern family, eric stonestreet, jesse tyler ferguson, emmys, usa, los angeles
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Reaktionen zu "LGBT-Sendungen erfolgreich bei Emmys"


 46 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
26.08.2014
12:39:58
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Simon H


Schön, dass The normal heart die Auszeichnung als bester Fernsehfilm bekommen hat. Ich hoffe, dass dieser hervorragende Film auch bald in Deutschland läuft.

Und auch wenn Serien nicht so mein Ding sind, freue ich mich, dass Modern Family wieder mal abgesahnt hat. Durch die alltägliche und selbstverständliche Darstellung von Homosexualität trägt diese Serie viel zur gesellschaftlichen Modernisierung bei.


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#2
26.08.2014
12:44:32


(-7, 11 Votes)

Von Oliver43


Das war ein sehr, sehr guter und informativer Artikel. Der gehört sicherlich zu den besten Artikel des Jahres auf Queer.


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#3
26.08.2014
15:30:29
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Alex
Antwort zu Kommentar #1 von Simon H


Ich kenne den Film zwar noch nicht, aber das Thema HIV und AIDS muss so lange immer wieder thematisiert werden, bis diese Geißel besiegt ist. Deswegen freut mich diese Auszeichnung auch sehr.

Und der Trailer sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus.


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#4
26.08.2014
16:15:21


(+9, 15 Votes)

Von ARD und ZDF


Bei toitschen Fernsehpreisen gibt es keine "LGBT-Sendungen" und schon gar keine langjährigen Hauptrollen schwuler Jugendlicher auszuzeichnen.

Wir predigen lieber in jedem zweiten Satz die heterosexistisch/-normative Ordnung und die natürliche Geschlechterdichotomie und -rollenverteilung Mann/Frau!

Link:
en.wikipedia.org/wiki/List_of_LGBT_characters_in_t
elevision_and_radio


"The 50 Greatest"

Link zu www.thebacklot.com

Bild-Link:
18581_medium.jpg?1304805889


Bild-Link:
tumblr_m0sivhz8rJ1rrugz9o1_500.jpg


Emmy Nr. 2 (2013):

Link zu www.gaystarnews.com

Emmy Nr. 3 (2014):

Link zu www.gaystarnews.com

Kein Platz für sowas angesichts unentbehrlicher toitscher Bildungsprogramme wie Koch-"Schlachten"/-"Shows", "Telenovelas" usw.!


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#5
26.08.2014
17:08:06


(+2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Den Preisträgern einen herzlichen Glückwunsch!


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#6
26.08.2014
18:50:05


(-8, 16 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von ARD und ZDF


Viel beeindruckender fände ich jetzt die Brücke zwischen Antikapitalismus, Antiamerikanismus und den teils hervorragenden kommerziellen amerikansichen schwulen Serien und deren offene Überhäufung mit Preisen zu schlagen.

Der Fehler ist ja angeblich das pöse System der Heterröööör Zwangsaulöschungs Marktssystem Blub Gedöns.

Im Mutterland des Kapitalismus scheint diese Erkenntnis noch nicht angekommen zu sein


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#7
27.08.2014
10:01:31


(+7, 7 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #1 von Simon H


Ich kann das nur bestaetigen. Der Film startet zunaechst ein bisschen stereotype und zaeh. Zeichnet dann aber sehr schnell das brutale Bild der damaligen Wirklichkeit. Auch, wie der damalige Praesident Ronald Reagan und der New Yorker Oberbuergermeister Ed Koch angesichts der Krise voellig versagten.
Am Ende ist man wirklich geschafft.
Wenn man, so wie ich, diese Zeit intensiv miterlebt und viele Freunde und Bekannte verloren hat, wenn man erlebt hat, wie das Umfeld reagierte, wie Eltern ihre Kinder allein liessen und Politik (Gauweiler), Gesellschaft und Medien (Spiegel) hilflos bis boesartig reagierten, ist dieser Film ein bewegendes und reales Dokument. Mit guten Schauspielern dazu.
Toll, dass er ausgezeichnet wurde!
Die Serie "Modern Family" hingegen schaue ich mir schon lange nicht mehr an. Die Darstellung sowohl der schwulen Protagonisten, wie auch der kolumbianischen jungen Frau, empfinde ich als fuerchterlich aufgetragen. Typisch in der Zeichnung der schrillen Schwulen und der "Latina". Das ist mir unertraeglich.


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#8
27.08.2014
10:47:01


(+6, 8 Votes)

Von Fennek
Antwort zu Kommentar #7 von Miguel53de


"Auch, wie der damalige Praesident Ronald Reagan und der New Yorker Oberbuergermeister Ed Koch angesichts der Krise voellig versagten. "

Die Politik hat sich damals sogar teilweise gefreut. Als die noch dachten, das sei eine reine "Schwulen-Seuche", hatten die gedacht, dass jetzt Homosexuelle sich automatisch ausrotten.

Diese Hintergründe und die damit verbundene Untätigkeit, das im Keim zu stoppen, werden auch sehr gut in dem hervorragenden Film "...und das Leben geht weiter" (Original: "...and the band played on") nach dem Roman des AIDS-Aktivisten Randy Shilts dargestellt.


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#9
27.08.2014
12:08:16
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von Fennek


Sehr richtig. Dieser Aspekt kommt übrigens auch in dem Dokumentarfilm 'Vito' über den Gay-Aktivisten Vito Russo ganz gut raus.


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#10
27.08.2014
12:28:27


(+6, 6 Votes)

Von Marc


Da Filme, Serien, Musik, Literatur, Kunst, Theater, etc. oft gesellschaftlich mehr verändern können als politische Diskussionen, sind diese Auszeichnungen für diesen Film und für eine Serie, wo eine schwule Familie zu den Hauptfiguren zählt, tolle Neuigkeiten.


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