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Demonstranten marschieren auf das irische Justizministerium zu, um die Gleichstellung im Eherecht zu fordern – womöglich zum letzten Mal...

Tausende Demonstranten sind am Sonntagnachmittag in Dublin vor das Justizministerium gezogen, um die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht zu fordern.

Insgesamt haben 8.000 Menschen demonstriert, unter ihnen nach Angaben der Veranstalter viele Heterosexuelle, denen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in ihrem Land peinlich sei. Die Demonstranten trugen Schilder mit der Aufschrift "equal" (gleich). Ein Sprecher der Gruppe LGBT Noise erklärte, er hoffe, dies sei die letzte derartige Großdemonstration vor der Öffnung der Ehe: "Wir verlangen nicht von religiösen Gruppen, unsere Beziehung feierlich anzuerkennen. Wir verlangen aber vom Staat, uns das Recht auf Zivilehe zu gewähren", so Max Krzyzanowski.

Der irische Ministerpräsident Enda Kenny von der konservativen Volkspartei Fine Gael hatte vergangenen Monat angekündigt, das Volk 2015 über die Ehe-Öffnung abstimmen zu lassen (queer.de berichtete). Die Gleichstellung von Schwulen und Lesben war im vergangenen Jahr von einem Verfassungskonvent empfohlen worden (queer.de berichtete). Laut Umfragen sprechen sich zirka 70 Prozent der Iren für die Öffnung der Ehe aus. Das Land hätte damit eine schnelle Entwicklung hinter sich gebracht: Erst 1993 wurde Homosexualität legalisiert, 2011 wurden eingetragene Partnerschaften mit beschränkten Rechten eingeführt.

In allen großen Parteien in Irland gibt es inzwischen lautstarke Anhänger der Gleichstellung, auch in der regierenden konservativen Partei. Einziger bedeutender Gegner ist die in Irland traditionell einflussreiche katholische Kirche. So hat die katholische Lobbygruppe "IONA Institute" erklärt, dass die Ehe derzeit eine Institution zur Erziehung von Kindern sei und diese Funktion zerstört werde, wenn Homosexuelle heirateten. Weil die katholische Kirche nach einer Reihe von Missbrauchsskandalen in Irland an Reputation eingebüßt hat, findet deren Kritik an der Gleichstellung von Schwulen und Lesben nur wenig Beachtung in den Medien. (dk)



#1 LaurentProfil
  • 26.08.2014, 13:50hHeidelberg
  • "Tausende Demonstranten, auch viele Heterosexuelle, sind vor das Justizministerium gezogen, um die Gleichstellung ... im Eherecht zu fordern."

    Na also, wenn das dort geht, muss so eine Großdemonstration doch auch hier auf die Beine gestellt werden können.
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#3 PotlatchAnonym
  • 26.08.2014, 14:07h
  • Antwort auf #1 von Laurent
  • "doch auch hier auf die Beine gestellt werden können."

    Indianer-Häuptling-Axiom

    Sinn Féin has been to the forefront of supporting the LGBTQ&I community and have been driving the campaign for marriage equality.

    We have tabled motions in local Councils from Cork to Belfast and Dublin to Derry. And we again had SDLP, DUP and UUP councillors not supporting the motions.

    Sinn Féin is the only political party where all MLAs turned up and voted in favour of marriage equality in Stormont 2013.

    In Europe as a member of the LGBT Intergroup I have hosted delegations from the LGBTQ&I community in the North and challenged discrimination against the gay community across all member states.

    Sinn Féin will continue to stand up for the LGBTQ&I community and challenge homophobia and discrimination wherever it arises.

    www.derryjournal.com/news/politics/latest/foyle-pride-festiv
    al-sinn-fein-will-continue-to-challenge-homophobia-and-discr
    imination-anderson-1-6254625
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#4 one man one voteAnonym
  • 26.08.2014, 14:19h
  • Antwort auf #3 von Potlatch
  • Die Wahlen der lokalen Räte und des Europaparlaments in beiden Teilen Irlands in der haben dem Monopol der drei etablierten Parteien, die seit neun Jahrzehnten die irische Politik dominierten, ein Ende gesetzt.

    Sinn Féin errang einen dramatischen Erdrutschsieg und ist jetzt die stärkste Partei Irlands.

    Damit zeichnet sich ab, daß mit der nächsten Parlamentswahl auch die Fine Gael/Labour-Koalition - bereits die zweite Regierungskoalition, die dem irischen Volk die mörderische Austeritätspolitik der EU und der Troika aufgezwungen hat - enden wird.

    Sinn Féin machte ihre Opposition gegen die Sparpolitik zu einem zentralen Thema ihres Wahlkampfs und versprach, die Schwachen und die Interessen Irlands zu schützen, anstatt sich der Troika zu unterwerfen.

    Nach der vernichtenden Niederlage trat der stellv. Premierminister und Außenminister Eamon Gilmore als Chef der Labour-Partei zurück. 2011 hatte Labour noch doppelt soviel Stimmen wie Sinn Féin, aber nun hatte Sinn Féin dreimal soviel Stimmen wie Labour.

    Die Verhaftung und 96-stündige Befragung des Sinn Féin-Präsidenten Gerry Adams durch die nordirische Polizei nur drei Wochen vor der Wahl, von der einige gehofft hatten, sie werde Sinn Féin bei der Wahl schaden, hat ihr, wie Adams selbst sagte, möglicherweise geholfen.

    Die weithin publizierte Verhaftung des irischen Abgeordneten diente angeblich der Aufklärung eines Mordes, der vor 42 Jahres verübt wurde.
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#5 Basic WearAnonym
  • 26.08.2014, 14:40h
  • Antwort auf #2 von Sinn Fein
  • Sinn Féin hat ein umfassendes Dokument zur Jugendpolitik ausgearbeitet und durch die Senatorin Kathryn Reilly sie ist mit 23 Jahren Irlands jüngste Senatorin ins Parlament eingebracht. Sinn Féin hat einen hohen Zuspruch unter Jugendlichen.

    Bei den letzten Kommunalwahlen in Nord- und Südirland hat ein großer Teil der Wähler unter 25 Jahren Sinn Féin gewählt.

    Auf den Listen von Sinn Féin haben viele junge Leute kandidiert, jeweils einer von sechs Kandidaten war unter 25 Jahre alt.

    Wer unter 25 Jahre alt ist und Mitglied von Sinn Féin werden möchte, wird zunächst von der Republican Youth aufgenommen.

    Dort beginnt ein Prozess der Einweisung, Ausbildung und der Probe. Es ist ein Prozess, der es jungen Leuten einfacher macht, die Arbeit und Politik der Partei kennenzulernen.

    Gruppen von Sinn Féin Republican Youth sind in allen großen Städten und Teilen Irlands aktiv.

    www.facebook.com/northantrimsfry/posts/527429334053215
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#6 AlexAnonym
  • 26.08.2014, 15:25h

  • Toll!

    Wieso klappt sowas nicht auch in Deutschland. Relativ zur Einwohnerzahl müssten in Deutschland mehr als 100.000 Menschen vor's Kanzleramt ziehen und die Eheöffnung fordern.

    Aber hier bekommt man nicht mal tausend Leute zusammen um gegen die Bildungsplan-Gegner zu demonstrieren.

    Da darf man sich dann nicht über die Situation in Deutschland wundern. Wieso werden wir diskriminiert? Weil wir es uns gefallen lassen.
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#7 Simon HAnonym
  • 26.08.2014, 15:37h

  • Toll, dass da auch so viele Heteros mitgemacht haben. Als zivilisierter Mensch kann einem Diskriminierung nicht egal sein. Auch wenn man nicht selbst betroffen ist.
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#8 Carsten ACAnonym
  • 26.08.2014, 15:48h
  • "Einziger bedeutender Gegner ist die in Irland traditionell einflussreiche katholische Kirche."

    Wie immer...

    Die Kinderschänder-Sekte will wieder mal Hass schüren, um von ihren Verbrechen abzulenken.

    Die werden jetzt alle Geschütze auffahren und mit allen schmutzigen Tricks arbeiten.

    "So hat die katholische Lobbygruppe "IONA Institute" erklärt, dass die Ehe derzeit eine Institution zur Erziehung von Kindern sei und diese Funktion zerstört werde, wenn Homosexuelle heirateten."

    1. Auch in schwulen und lesbischen Familien wachsen Kinder auf.

    2. Kinderlose Homo-Ehen halten Heteros ebensowenig von der Kindererziehung ab, wie kinderlose Hetero-Ehen.

    An solchen hanebüchenen "Argumenten" sieht man letztlich nur, dass sie keinerlei echte Argumente haben.
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#9 tweetyAnonym
#10 blue hourAnonym