Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22181

Solche Bilder machen Kinder nach Ansicht der litauischen Regierung sofort zu bösen Schwulen...

Im EU-Land Litauen wird die Redefreiheit von Schwule und Lesben wegen eines homophoben Gesetzes weiterhin eingeschränkt.

Litauische Fernsehsender haben aus Angst vor Strafzahlungen die Ausstrahlung eines Werbespots der LGBT-Gruppe LGL verweigert. Die Anbieter befürchten, dass der 100-sekündige Kurzfilm gegen das homophobe nationale Jugendschutzgesetz verstoßen würde. Eine Sprecherin des privaten litauischen Senders TV3 erklärte etwa, das Video könne nicht ausgestrahlt werden, weil darin "verschiedene Familienmodelle" erwähnt werden würden.

Das Jugendschutzgesetz war 2010 erlassen worden und besagt, dass Medien nicht für Ideen "werben" dürfen, "die Familienwerte verunglimpfen oder ein Konzept von Ehe und Familie fördern, das nicht in der Verfassung vorgesehen ist" (queer.de berichtete). In der litauischen Verfassung ist ein Ehe-Verbot für Homosexuelle festgelegt.

Das Video zeigt gleichgeschlechtliche Paare, die teilweise in der Öffentlichkeit mit anderen Menschen interagieren. Am Ende wird aus einer Umfrage von "Eurobarometer" zitiert, wonach nur zwölf Prozent der Litauer einen Schwulen oder eine Lesbe kennen und nur drei Prozent eine transsexuelle Person. Das Video enthält keinerlei Sex- oder Gewaltszenen.

Youtube | Englischsprachige Version des Videos

Debatte um LGBT-Rechte verhindert

"Mit diesem Spot wollten wir zeigen, dass es uns gibt, und eine Debatte anregen", erklärte LGL-Chef Vladimir Simonko. "Die wollten das nicht einmal für 15.000 Litas ausstrahlen". Dieser Betrag entspricht umgerechnet über 4.300 Euro.

Nun soll das Video einer staatlichen Ethikbehörde vorgelegt werden, die entscheiden soll, ob es nach litauischem Recht jugendgefährdend ist. Die Behörde hatte im letzten Jahr entschieden, dass ein Spot für den CSD grundsätzlich gezeigt werden dürfe. Allerdings dürfe darin nicht das Wort "Familienvielfalt" vorkommen, weil es gegen das Jugendschutzgesetz verstoße.

Auch an Schulen wird das Maulkorbgesetz angewandt: Die Ethikbehörde verbannte erst im Mai ein Märchenbuch, weil es "schädliche, primitive und zielgerichtete Propaganda für Homosexualität" enthalte (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 michael008
  • 26.08.2014, 17:33h
  • Was mir unklar ist:
    Warum klagen litauische LGBT Gruppen nicht vor dem europäische Gerichtshof ( für Menschenrechte ) bei so einer absurden Rechtslage in Ihrem eigenen Land?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 26.08.2014, 17:38h
  • Ausgerechnet Litauen, das die Nato am liebsten heute denn morgen in einen Krieg gegen Russland verwickelt sehen möchten, lässt also den Putin raushängen. Beschämend für ein EU-Land.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FennekAnonym
  • 26.08.2014, 18:04h
  • Wie lange will die EU noch tatenlos zusehen, wie in manchen ihrer Mitgliedsstaaten Grundrechte wie Redefreiheit eingeschränkt werden, sobald es um Homosexualität geht?!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FinnAnonym
  • 26.08.2014, 18:12h
  • Die baltischen Staaten betteln echt darum, wieder zu Russland zu gehören. Wenn sie meinen, dort würde es ihnen besser gehen, sollten sie vielleicht wirklich wieder Russland zugeschlagen werden... Dann würden die in der EU nicht mehr blockieren können...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 warmongeringAnonym
  • 26.08.2014, 18:46h
  • Antwort auf #3 von reiserobby
  • Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen
    [...]
    Immerhin steht Chatham House unter der Schirmherrschaft der britischen Queen Elizabeth II. Einzelne Schlüsselprojekte werden laut wikipedia.de durch die Rockefeller-Stiftung, die Konrad Adenauer Stiftung, die NATO und die Europäische Union finanziert. Dem Gros der westlichen Mainstreammedien war dieser Bericht bisher keine Silbe wert. Wie passt das im Angesicht der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine alles noch zusammen?

    www.heise.de/tp/artikel/42/42618/1.html
  • Antworten » | Direktlink »
#8 pöolikjuhzAnonym
#9 Baer2014Anonym
  • 26.08.2014, 20:04h

  • Das paßt alles nicht mehr zusammen. Rußland verfolgt Schwule, Klitschko verbietet den Pride in Kiew (der unter Janukowitsch noch stattfand) und in den meisten osteuropäischen Ländern geht es für Schwule politisch rückwärts. Warum? Die Diskriminierung schwuler Männer erfolgt heute wieder unter dem Deckmantel des Jugendschutzes.

    Wem nutzt es? Uns nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 monitorAnonym
  • 27.08.2014, 07:45h
  • Antwort auf #7 von warmongering
  • "Prof. Eberhard Sandschneider, Forschungsdirektor, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik:

    Herr Rasmussen verfolgt eine aus meiner Sicht verantwortungslose Politik des Verbalradikalismus. Er unterlässt es, uns zu sagen, was das eigentlich, was er da fordert, konkret bedeutet? Wie weit seine Bereitschaft oder die der NATO gehe, sich tatsächlich auch militärisch mit Russland anzulegen. Und er beschleunigt oder vertieft und intensiviert eine Politik, die in die Sackgasse führt...."

    www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/kalterkrieg132_compag
    e-3.html
  • Antworten » | Direktlink »