Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 29.08.2014           8      Teilen:   |

"Star Trek"-Ikone

George Takei: Coming-out wegen Arnold Schwarzenegger

Artikelbild
Georges Botschaft: "It's okay to be Takei" (Bild: Gage Skidmore / flickr / cc by-sa 2.0)

Der "Star Trek"-Schauspieler wäre wohl später oder nie aus dem Schrank gekommen, wenn er sich nicht so sehr über die Homophobie eines austroamerikanischen Politikers aufgeregt hätte.

In einem Interview mit dem schwulen Lifestylemagazin winq hat der 77-jährige Schauspieler George Takei erklärt, dass ihn der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger zum Coming-out getrieben habe. Der Republikaner hatte im September 2005 eine vom kalifornischen Parlament beschlossene Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben mit seinem Veto verhindert (queer.de berichtete). Sechs Wochen später outete sich Takei als schwul und erklärte, dass er seit fast zwei Jahrzehnten mit seinem Partner Brad Altman liiert gewesen sei (queer.de berichtete).

"Als sich Arnold Schwarzenegger um das Amt des kalifornischen Gouverneurs beworben hat, hat er erklärt: 'Ich komme aus Hollywood, ich habe mit Schwulen und Lesben zusammengearbeitet, einige meiner besten Freunde sind homosexuell'. Ich dachte daher, er wäre für unsere Rechte", so Takei.

"Aber als der Gesetzentwurf zur Ehe-Öffnung auf seinem Tisch landete, hat er sein Veto eingelegt. Sowohl [mein Ehemann] Brad als auch ich waren stinksauer". In dieser Zeit habe er junge Schwule und Lesben bei Demos gesehen, wie sie ihre Wut gegen Schwarzenegger auf der Straße zeigten, so Takei. "Das hat mich inspiriert. Ich hab ja mein ganzes Leben nichts öffentlich zu dem Thema gesagt. Jetzt musste ich aber laut werden!"

Fortsetzung nach Anzeige


Zwei Mal hat Arnold Schwarzenegger als kalifornischer Gouverneur die Ehe-Öffnung mit seinem Veto verhindert
Zwei Mal hat Arnold Schwarzenegger als kalifornischer Gouverneur die Ehe-Öffnung mit seinem Veto verhindert

Schwarzenegger hatte damals erklärt, er habe sein Veto nicht aus Abneigung gegenüber Homosexuellen eingelegt, sondern weil er die direkte Demokratie in Kalifornien nicht beschädigen wollte. Er berief sich dabei auf den Volksentscheid "Proposition 22" aus dem Jahr 2000, als eine deutliche Mehrheit der Kalifornier gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht stimmte. Ein zweites Veto gegen die Ehe-Öffnung legte er 2007 ein.

Dieses Ehe-Verbot wurde dann aber im Mai 2008 von obersten Gerichtshof Kaliforniens für verfassungswidrig erklärt, woraufhin Schwule und Lesben sofort heiraten durften (queer.de berichtete). Sieben Monate später war das Verbot im Volksentscheid "Proposition 8" erneut eingeführt worden, wurde aber im Juni 2013 vom obersten Bundesgerichtshof in Washington nach einem langen Rechtsweg endgültig für verfassungswidrig erklärt.

George Takei hat sich seit seinem Coming-out immer wieder für die Gleichstellung von Homosexuellen eingesetzt. Er ist sehr aktiv im sozialen Netzwerk Facebook, wo er bereits mehr als 7,5 Millionen Fans hat. Derzeit läuft in den US-Kinos der Dokumentarfilm "To Be Takei", in dem von seinem Wandel vom Schauspieler zum LGBT-Aktivisten erzählt wird.

Neben Homo-Rechten setzt sich Takei auch für die Aufarbeitung der menschenunwürdigen Behandlung von japanischstämmigen Amerikanern während des Zweiten Weltkriegs ein. Im Alter von fünf Jahren wurde er selbst in ein Internierungslager für Menschen japanischer Herkunft gesteckt, das die US-Regierung aus rassistischen Vorurteilen eingerichtet hatte. Er musste dort drei Jahre lang bis zum Ende des Krieges bleiben. (dk)

Youtube | Trailer für "To Be Takei"
Links zum Thema:
» George Takei auf Facebook
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 8 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 141             10     
Service: | pdf | mailen
Tags: george takei, arnold schwarzenegger, ehe-öffnung, kalifornien, star trek
Schwerpunkte:
 Star Trek
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "George Takei: Coming-out wegen Arnold Schwarzenegger"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
29.08.2014
17:39:56


(+13, 13 Votes)

Von Enyyo


Na da hat der tumbe Arnie ja doch was Positives bewirkt: Takeis Outing hat ihm, seinem Image ubd sicher auch vielen unsicheren Schwulen per Vorbildfunktion genutzt!

Mir hat schon die tolerante Ausstrahlung der "Enterprise-Message" seinerzeit geholfen - umso schöner, dass auch noch einer der Crew sich outete. Wobei Sahnte neutral bis ablehnend sein soll?

Tipp: George Takei bei Facebook folgen, er hat einen köstlichen Humor.

Live long and prosper!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
29.08.2014
18:07:09


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ein toller Schauspieler!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
29.08.2014
20:03:19


(-7, 9 Votes)

Von Mar usher


Der ist mir zu sehr selbsthomophob. Wer die Roasts kennt, wo er dabei ist, kriegt Tinnitus ;D :P


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
29.08.2014
21:28:12


(+5, 9 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013
Antwort zu Kommentar #3 von Mar usher


Was sind denn Roasts?

Davon abgesehen, hat mir Star Trek auch geholfen. Eine wirklich sehenswerte Serie :)


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
30.08.2014
06:56:41


(+5, 7 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #3 von Mar usher


Warum verstehe ich den Kommentar nicht? Geheimsprache?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
30.08.2014
10:18:35


(+5, 5 Votes)

Von Enyyo
Antwort zu Kommentar #1 von Enyyo


"Sahnte" sollte eigentlich Shatner heißen, aber die Insider haben wohl auch so das merkwürdige Produkt der Rechtschreibkorrektor erkannt...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
30.08.2014
11:01:55


(+3, 5 Votes)

Von Gerhard
Antwort zu Kommentar #6 von Enyyo


Sahnte Shatner ihn etwa an?

:D


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
08.07.2016
12:31:23


(0, 0 Vote)

Von gewickelt_graz
Aus Graz (Österreich)
Mitglied seit 28.02.2015
Antwort zu Kommentar #4 von Harry1972


Wikipedia sagt: "Als Roast (englisch: Rösten) bezeichnet man eine Comedy-Veranstaltung oder -Fernsehsendung, in der ein Prominenter von Kollegen und Bekannten mit teils sehr derben und spöttischen Witzen über seine Person, peinlichen Anekdoten aus seinem Leben oder beleidigenden Schimpfworten geehrt wird. Der prominente Roastee soll dabei die verbalen Attacken ungerührt ertragen und darf nie die Fassung verlieren. Der Gastgeber einer solchen Veranstaltung oder Sendung wird als Roastmaster bezeichnet."


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 BOULEVARD - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Erste Folge online: Queer L-Vlog über das "Orgasmus-Muss" Queere Serie "Banana" im neuen Jugendangebot von ARD und ZDF Basels einst oberster Katholik outet sich als Transfrau Neue AfD-Hetze: Björn Höcke fürchtet sich vor Analverkehr
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt