Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22197

Georges Botschaft: "It's okay to be Takei" (Bild: Gage Skidmore / flickr / by-sa 2.0)

Der "Star Trek"-Schauspieler wäre wohl später oder nie aus dem Schrank gekommen, wenn er sich nicht so sehr über die Homophobie eines austroamerikanischen Politikers aufgeregt hätte.

In einem Interview mit dem schwulen Lifestylemagazin winq hat der 77-jährige Schauspieler George Takei erklärt, dass ihn der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger zum Coming-out getrieben habe. Der Republikaner hatte im September 2005 eine vom kalifornischen Parlament beschlossene Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben mit seinem Veto verhindert (queer.de berichtete). Sechs Wochen später outete sich Takei als schwul und erklärte, dass er seit fast zwei Jahrzehnten mit seinem Partner Brad Altman liiert gewesen sei (queer.de berichtete).

"Als sich Arnold Schwarzenegger um das Amt des kalifornischen Gouverneurs beworben hat, hat er erklärt: 'Ich komme aus Hollywood, ich habe mit Schwulen und Lesben zusammengearbeitet, einige meiner besten Freunde sind homosexuell'. Ich dachte daher, er wäre für unsere Rechte", so Takei.

"Aber als der Gesetzentwurf zur Ehe-Öffnung auf seinem Tisch landete, hat er sein Veto eingelegt. Sowohl [mein Ehemann] Brad als auch ich waren stinksauer". In dieser Zeit habe er junge Schwule und Lesben bei Demos gesehen, wie sie ihre Wut gegen Schwarzenegger auf der Straße zeigten, so Takei. "Das hat mich inspiriert. Ich hab ja mein ganzes Leben nichts öffentlich zu dem Thema gesagt. Jetzt musste ich aber laut werden!"


Zwei Mal hat Arnold Schwarzenegger als kalifornischer Gouverneur die Ehe-Öffnung mit seinem Veto verhindert

Schwarzenegger hatte damals erklärt, er habe sein Veto nicht aus Abneigung gegenüber Homosexuellen eingelegt, sondern weil er die direkte Demokratie in Kalifornien nicht beschädigen wollte. Er berief sich dabei auf den Volksentscheid "Proposition 22" aus dem Jahr 2000, als eine deutliche Mehrheit der Kalifornier gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht stimmte. Ein zweites Veto gegen die Ehe-Öffnung legte er 2007 ein.

Dieses Ehe-Verbot wurde dann aber im Mai 2008 von obersten Gerichtshof Kaliforniens für verfassungswidrig erklärt, woraufhin Schwule und Lesben sofort heiraten durften (queer.de berichtete). Sieben Monate später war das Verbot im Volksentscheid "Proposition 8" erneut eingeführt worden, wurde aber im Juni 2013 vom obersten Bundesgerichtshof in Washington nach einem langen Rechtsweg endgültig für verfassungswidrig erklärt.

George Takei hat sich seit seinem Coming-out immer wieder für die Gleichstellung von Homosexuellen eingesetzt. Er ist sehr aktiv im sozialen Netzwerk Facebook, wo er bereits mehr als 7,5 Millionen Fans hat. Derzeit läuft in den US-Kinos der Dokumentarfilm "To Be Takei", in dem von seinem Wandel vom Schauspieler zum LGBT-Aktivisten erzählt wird.

Neben Homo-Rechten setzt sich Takei auch für die Aufarbeitung der menschenunwürdigen Behandlung von japanischstämmigen Amerikanern während des Zweiten Weltkriegs ein. Im Alter von fünf Jahren wurde er selbst in ein Internierungslager für Menschen japanischer Herkunft gesteckt, das die US-Regierung aus rassistischen Vorurteilen eingerichtet hatte. Er musste dort drei Jahre lang bis zum Ende des Krieges bleiben. (dk)

Youtube | Trailer für "To Be Takei"


#1 EnyyoAnonym
  • 29.08.2014, 17:39h
  • Na da hat der tumbe Arnie ja doch was Positives bewirkt: Takeis Outing hat ihm, seinem Image ubd sicher auch vielen unsicheren Schwulen per Vorbildfunktion genutzt!

    Mir hat schon die tolerante Ausstrahlung der "Enterprise-Message" seinerzeit geholfen - umso schöner, dass auch noch einer der Crew sich outete. Wobei Sahnte neutral bis ablehnend sein soll?

    Tipp: George Takei bei Facebook folgen, er hat einen köstlichen Humor.

    Live long and prosper!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 Mar usherAnonym
  • 29.08.2014, 20:03h
  • Der ist mir zu sehr selbsthomophob. Wer die Roasts kennt, wo er dabei ist, kriegt Tinnitus ;D :P
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Harry1972Profil
#5 Miguel53deProfil
#6 EnyyoAnonym
#7 GerhardAnonym
#8 gewickelt_grazProfil
  • 08.07.2016, 12:31hGraz
  • Antwort auf #4 von Harry1972
  • Wikipedia sagt: "Als Roast (englisch: Rösten) bezeichnet man eine Comedy-Veranstaltung oder -Fernsehsendung, in der ein Prominenter von Kollegen und Bekannten mit teils sehr derben und spöttischen Witzen über seine Person, peinlichen Anekdoten aus seinem Leben oder beleidigenden Schimpfworten geehrt wird. Der prominente Roastee soll dabei die verbalen Attacken ungerührt ertragen und darf nie die Fassung verlieren. Der Gastgeber einer solchen Veranstaltung oder Sendung wird als Roastmaster bezeichnet."
  • Antworten » | Direktlink »