Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22222

Krim-Regierungschef Sergei Aksjonow weist seine Polizei an, Homosexuellen von den Vorzügen der Heterosexualität zu erzählen

In der von Russland annektierten Krim wird genauso gegen LGBT-Aktivisten vorgegangen wie im Rest des Putin-Reichs, wie der von Moskau eingesetzte Regierungschef bestätigte.

Sergei Aksjonow, der nach der Besetzung der Krim durch Russland zum Ministerpräsidenten ernannt wurde, hat während einer Kabinettssitzung am Dienstag erklärt, dass Schwule und Lesben auf der Krim "keine Chance" hätten. Wie die russische Nachrichtenagenturen Interfax und Itar-Tass melden, erklärte er weiter: "Auf der Krim brauchen wir solche Leute nicht". Er erklärte, Homosexuelle seien eine Gefahr für Kinder. Junge Menschen sollten viel mehr eine "eine positive Einstellung zur Familie und traditionellen Werten" lernen.

Der 1972 geborene Politiker fügte an, dass er keine CSDs oder andere Demonstrationen für LGBT-Rechte zulassen würde: "Unsere Polizei und Selbstverteidigungsstreitkräfte werden sofort handeln und binnen drei Minuten diesen Leuten erklären, welche sexuelle Orientierung sie bevorzugen sollten".

Aksjonow gehört zu jenen Politikern, die infolge der Ukraine-Krise von der Europäischen Union und den USA auf die Sanktionsliste gesetzt worden sind. Er darf nicht mehr in westliche Länder einreisen. Außerdem dürfen westliche Unternehmen oder Bürger keine Geschäfte mehr mit dem Politiker machen.

CSDs verboten

Der russische LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew kündigte an, gegen CSD-Verbote auf der Krim gerichtlich vorgehen zu wollen. Bereits im April haben die russischen Besatzer CSDs in den Krim-Städten Sevastopol and Simferopol verboten. Aleksejew kündigte am Mitwoch an, bis vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof zu ziehen.

Es ist allerdings fraglich, ob sich die russische Regierung an die Entscheidung der Euro-Richter halten wird: Bereits 2010 hatten die Richter entschieden, dass Moskau mit seinem CSD-Verbot gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt, die auch von Russland unterzeichnet wurde (queer.de berichtete). Allerdings wurden Demonstrationen für LGBT-Rechte auch nach dem Urteil verboten, das von den russischen Behörden als Einzelfallentscheidung gewertet wurde. (dk)



74 Kommentare

#1 NATOAnonym
#2 David77Anonym
  • 03.09.2014, 14:38h
  • ""Auf der Krim brauchen wir solche Leute nicht"."

    Ach nee... warum annektieren die dann Gebiete mit "solchen Leuten", die sie "nicht brauchen"???dann können die ja gerne die Krim wieder verlassen...
    Hat ihm keine gesagt, dass es "solche Leute" überall gibt??
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Bad HomburgAnonym
#4 OlliAnonym
  • 03.09.2014, 14:53h

  • Sorry. In Osteuropa wohnt größtenteils rechtsgerichtetes, antidemokratisches und homophobes Pack und Gesindel. Das kann man prima am Ukraine/Russland Konflikt sehen. Von einem normalen Umgang mit Menschen und deren Individualität sind diese wichser soweit entfernt, wie die Erde von der Sonne. Sollen sie sich doch dort gegenseitig den Schädel einschlagen. Wenn keiner mehr da ist, kann der Rest ja neu anfangen.,
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Oliver43Anonym
  • 03.09.2014, 14:57h
  • Und während nunmehr CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne harte Wirtschaftssanktionen gegen die homophobe Putinregierung fordern, die in der Ukraine einen Krieg angezettelt haben, meint die Linkspartei immer noch, sie müsse sich für Russlands Sichtweise einsetzen.

    So kritisierte tatsächlich gestern Linksparteichef Bernd Riexinger die gute Rede von Herrn Gauck in Polen. Gauck hat die strategische Partnerschaft zu Russland aufgekündigt und das ist gut so. Mit einem Kriegsagressor kann keine Partnerschaft bestehen.

    *
    www.faz.net/aktuell/politik/inland/ukraine-konflikt-linken-c
    hef-attackiert-gauck-wegen-russland-kritik-13130753.html


    Es ist skandalös, wie die Linken in Deutschland mit Herrn Riexinger meinen, dass Sie die homophobe Regierung von Putin untestützen und verstehen müßte.

    Putin ist ein Arschloch.
    Putin ist ein Kriegstreiber.

    Und Herr Bernd Riexinger mit einem solchen Kriegstreiber und einer solchen Regierung ist keine Partnerschaft tragfähig.

    WIr brauchen HARTE Wirtschaftssanktionen gegen Russland, damit die Regierung Putin unter Druck gerät.

    Und wenn die Linkspartei hier "Herrn Putin hinterherdackelt", dann macht sie sich keine Freunde unter schwulen/lesbischen Wählern, Herr Harald Petzold !!!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FOX-NewsAnonym
  • 03.09.2014, 15:00h
  • Aleksejew will gerichtlich vorgehen? Die Krim gehört völkerrechtlich zu der Ukraine und die Russen haben sie annektiert; genauso wird Putin die Ostukraine annektieren und wenn es aus seiner Sicht gut läuft, nimmt er Estland, Lettland und Litauen auch noch gleich mit ein. Dieser Faschist, der Ländergrenzen nicht respektiert, wird sich wohl kaum von einem Gericht in die Schranken weisen lassen. Er ist der neue Hitler und lässt sich von niemanden stoppen. Da kann die EU machen was sie will, er lacht einfach nur darüber.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 goddamn liberalAnonym
#8 David77Anonym
  • 03.09.2014, 15:21h
  • Antwort auf #5 von Oliver43
  • Auch wenn man Putin Zähne zeigen muss und ich "Russlands Sichtweise" verurteile, glaubst du nicht, dass manche es für klüger halten, weniger Öl ins Feuer zu gießen und weniger zu provozieren?
    Wenn du das für skandalös hältst? Wir wissen nicht, wie es weitergeht und ob sich die Entscheidungen in 10-20 Jahren als verkehrt oder gar katastrophal entscheiden werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 puschelchenProfil