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  • 03.09.2014           23      Teilen:   |

Ankündigung

Uganda: Homophobes Gesetz soll erneut ins Parlament

Der Abgeordnete David Bahati kämpft seit fünf Jahren dafür, den Verfolgungsdruck auf Homosexuelle zu erhöhen
Der Abgeordnete David Bahati kämpft seit fünf Jahren dafür, den Verfolgungsdruck auf Homosexuelle zu erhöhen

Der ugandische Abgeordnete David Bahati hat am Dienstag angekündigt, ein vor einem Monat vom Verfassungsgericht gekipptes Gesetz gegen Homosexuelle erneut ins Parlament einzubringen.

Das drakonische Gesetz, das sogar langjährige Gefängnisstrafen für Unterstützer von Homosexuellen vorsah, war nicht aus inhaltlichen Gründen für ungültig erklärt worden, sondern bereits vor einer entsprechenden Prüfung, weil bei der Verabschiedung nicht genug Abgeordnete anwesend waren (queer.de berichtete). Das Gesetz ist nun auf dem Weg zum Supreme Court, Bahati will trotzdem einen ähnlichen Gesetzestext vorlegen.

Jacob Oulanyah, der Vizepräsident des Parlaments, bestätigte in der lokalen Presse, einen derartigen Antrag erhalten zu haben. Allerdings muss nach Medienberichten zuerst der Haushalt verabschiedet werden. Oulanyah sagte auch, dass bereits zwei Drittel der Abgeordneten ihre Unterstützung für das homophobe Gesetz angekündigt hätten.

David Bahati wirbt seit Jahren für die Annahme des Gesetzes: In seinem ersten Entwurf hat er im Jahr 2009 sogar die Todesstrafe für Homosexuelle vorgesehen (queer.de berichtete). Nach internationalen Protesten wurde das Strafmaß aber auf lebenslänglich reduziert. Erst vor kurzem erklärte der 41-Jährige, dass Homosexualität "kein Menschenrecht" sei (queer.de berichtete). Er argumentiert wie viele andere Politiker, dass es vor der Ankunft der Europäer in Afrika nur Heterosexuelle gegeben habe – erst die Kolonialherren hätten das Laster der gleichgeschlechtliche Liebe eingeführt.

Die Bevölkerung Ugandas steht hinter der staatlichen Homosexellenfeindlichkeit: Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2013 erklärten nur vier Prozent der Ugander, dass Homosexualität gesellschaftlich akzeptiert werden sollte. (dk)

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Tags: uganda, david bahati
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Reaktionen zu "Uganda: Homophobes Gesetz soll erneut ins Parlament"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
03.09.2014
16:58:17


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wenn der Mann vor dem Verfassungsgericht wieder eine krachende Niederlage erleiden will, dann soll er nur so weitermachen!


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#2
03.09.2014
17:16:57


(+6, 6 Votes)

Von Nico


Wie lange wollen sich die Geber-Länder eigentlich noch verarschen lassen?

Wenn mit Kürzung der Zahlungen gedroht wird, tut Uganda so, als würde das nicht umgesetzt und sobald sich alles wieder beruhigt hat, wird das wieder auf die Tagesordnung gesetzt.

Es muss endlich echte Sanktionen geben - die denen weh tun!


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#3
03.09.2014
17:35:44


(+7, 7 Votes)

Von Julian S


Wie lange wollen wir solche Faschisten noch mit unserem Geld im Amt halten?


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#4
03.09.2014
17:53:26


(+6, 6 Votes)

Von Hugo


Was sind die Menschenrechte auf dieser Welt noch wert?


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#5
03.09.2014
18:13:22


(+4, 4 Votes)

Von Timon
Antwort zu Kommentar #3 von Julian S


Ja, das zeigt auch deren Verlogenheit.

Die finden Schwule und westliche Werte pervers, aber unser Geld (auch das von Schwulen) nehmen die gerne...


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#6
03.09.2014
19:49:39
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Baer2014


Eigentlich möchte ich schreiben:

ABBRUCH ALLER DIPLOMATISCHEN BEZIEHUNGEN MIT SOLCHEN LÄNDERN - also auch mit fast allen arabischen Staaten.

Und dann fällt mir ein, wie abhängig der Westen vom dortigen Erdöl ist...und von Putin kriegen wir das Erdgas (der Winter kommt). Aus den afrikanischen Staaten kommt Coltan, was für die Herstellung von elektronischen Geräten gebraucht wird, wie das Smartphone auf dem ich das tippe.

Die anderen Mitglieder in den Familien in denen wir queer-people aufwachsen gehören meistens nicht zu unserer Minderheit. Vielleicht sollten wir eine QUEER NATION anstreben, so wie es die Zionisten machten, die heute Israel haben.

Ich bin ein verdammter Utopist, ich weiß.

Was mich am meisten nervt: Homosexualität wird im deutschen Asylrecht nicht als Verfolgungsgrund anerkannt, Gerichte argumentieren so, daß man seine Sexualität ja heimlich leben könne...


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#7
03.09.2014
22:20:49


(+4, 4 Votes)

Von Benjamin Carbon


David Bahati ist ein Arschloch,weil er das homophobe Gesetz in Uganda erneut ins Parlament einbringen will;es ist nicht ok,dass homophobe Gesetze in Uganda gelten zu lassen so wie auf der ganzen Welt.MfG Benjamin Carbon


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#8
03.09.2014
22:53:12


(+2, 4 Votes)

Von sperling


bahatis netzwerk reicht in einflussreiche christlich-fundamentalistische kreise in den usa. von dort fließt auch ein haufen geld. die us-turbochrist_innen scheinen afrika als so eine art versuchslabor zu sehen, wo sie alles ausprobieren können, was in den usa (noch) nicht geht.

>"The Fellowship, through Representative Joe Pitts (R.-Pa.), redirected millions in US aid to Uganda from sex education programs to abstinence programs, thereby causing an evangelical revival, which included condom burnings.
In a November 2009 NPR interview, Sharlet alleged that Ugandan Fellowship associates David Bahati and Nsaba Buturo were behind the recent proposed bill in Uganda that called for the death penalty for gays. Bahati cited a conversation with Fellowship members in 2008 as having inspired the legislation.
Sharlet reveals that David Bahati, the Uganda legislator backing the bill, reportedly first floated the idea of executing gays during The Family's Uganda National Prayer Breakfast in 2008. Sharlet described Bahati as a "rising star" in the Fellowship who has attended the National Prayer Breakfast in the United States and, until the news over the gay execution law broke, was scheduled to attend the 2010 U.S. National Prayer Breakfast."

en.wikipedia.org/wiki/The_Fellowship_(Christian_organization)


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#9
03.09.2014
22:55:39


(0, 4 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Ebola wird´s richten. Die werden bald echte Sorgen haben. Ebola kennt auch nicht Arme und korrupte Reiche wie Bahati, für Ebola sind alle Menschen gleich.


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#10
04.09.2014
09:46:24


(+5, 5 Votes)

Von Finn


Kein Geld mehr für faschistische Diktaturen. Punkt.


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