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Irische Facebook-Mitarbeiter beim CSD in Dublin (Bild: Wiki Commons / G. Milo / CC-BY-SA-2.0)

Die deutschen Facebook-User können künftig statt aus zwei aus 60 verschiedenen Geschlechtsvarianten wählen.

Ab Donnerstag erweitert Facebook seine Gender-Optionen auch für Menschen in Deutschland, die ihre Spracheinstellung auf Deutsch gesetzt haben. Die insgesamt 25 Millionen Nutzer können nun aus einer Vielfalt von 60 Auswahlmöglichkeiten ihr "Geschlecht" individuell für sich definieren. Damit will Facebook den Nutzern die Möglichkeit bieten, die eigene Identität besser auszudrücken.

Künftig gibt es damit nicht nur die Auswahl zwischen "Weiblich" und "Männlich", sondern unter "Benutzerdefiniert" eine Liste von 60 Optionen, die Facebook in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband (LSVD) erarbeitet hat. Dazu zählen "androgyn", "intersexuell", "Butch", "Femme", "Trans*Mann" oder "nicht-binär".


So sieht die Geschlechterwahl bei Facebook ab sofort aus (Bild: Facebook Screenshot)

Bereits im Februar dieses Jahres hatte das englischsprachige Facebook rund 50 Gender-Optionen eingeführt (queer.de berichtete). Deutsch ist erst die zweite Facebook-Sprache, in der die starre "Männlich/Weiblich"-Dualität aufgehoben wird.

Neben der Möglichkeit, eine benutzerdefinierte Gender-Option auszuwählen, kann jeder selbst entscheiden, wer die Auswahl auf dem eigenen Profil sehen kann. Die Nutzer können bestimmen, ob die Information zum Geschlecht öffentlich, für "Freunde" oder gar nur für kleine Gruppen oder einzelnen Personen angezeigt wird.

LSVD: Facebook setzt Standards

Der LSVD begrüßt die Einführung der umfangreichen Kategorien. "Diversität lässt sich nicht mit einem Schema aus nur zwei Kategorien darstellen", erklärte LSVD-Sprecher Axel Hochrein. "Facebook greift diese Notwendigkeit auf, und setzt damit für soziale Netzwerke neue Standards. Gerade Verschiedenheiten im Genderausdruck brauchen angemessene Begrifflichkeiten. Der LSVD hat sich daher über die Anfrage von Facebook Deutschland gefreut, das Unternehmen bei der Erweiterung der Einstellungen für Gender zu beraten".


Facebook-Sprecherin Tina Kulow (Bild: Facebook)

Facebook-Sprecherin Tina Kulow erklärte, dass Facebook mit der Veränderung ein Umfeld schaffen wolle, "in dem die Menschen authentisch und sie selbst sein können". Gender sei ein "ganz wesentlicher Aspekt".

Gegenüber "Welt.de" sagte sie auch, dass die augenblicklichen Begriffe nicht in Stein gemeißelt seien: "Früher waren nicht nur die Begrifflichkeiten in der Gesellschaft anders, sondern auch die Community selbst hat sich ganz anders genannt. Und das wird noch mal anders sein, wenn wir uns hier in 30 Jahren wieder treffen sollten", so Kulow. (dk)



#1 2014Anonym
  • 04.09.2014, 15:07h
  • "Die deutschen Facebook-User können künftig statt aus zwei aus 60 verschiedenen Geschlechtsvarianten wählen."

    60? man kanns auch echt übertreiben. sorry!
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#2 timbusrAnonym
#3 OliverZiAnonym
  • 04.09.2014, 15:25h
  • Wie wäre es, wenn man einfach gar nichts angibt?

    Facebook weiß eh zu viel.
    Es geht niemanden etwas an, ob man nun auf Männer oder Frauen steht (das kann man ja auch eintragen) und welche der 60 Varianten man nun für richtig hält.

    Mal ganz abgesehen davon: 60? Wirklich?
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#4 2012Anonym
#5 SebiAnonym
  • 04.09.2014, 15:29h
  • Solange weiterhin Accounts wegen der Benutzung des Wortes "gay" oder eines Mannes in Unterhose gesperrt werden und solange die Seiten von AIDS-Hilfen gesperrt werden weil sie die Benutzung eines Kondoms erklären, sind sowas nur kosmetische Änderungen, während die wahren Probleme bestehen bleiben.
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#6 sperlingAnonym
  • 04.09.2014, 17:12h
  • >"Damit will Facebook den Nutzern die Möglichkeit bieten, die eigene Identität besser auszudrücken."

    untertitel: damit möchte facebook seinen werbekunden die möglichkeit bieten, ihre werbestrategien noch weiter zu optimieren.
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#7 userer
  • 04.09.2014, 17:25h
  • Gibt es unter den 60 Möglichkeiten auch die "None of your f*cking business"-Option?

    Aber was soll man auch schon erwarten, wenn der LSVD seine religiotischen Finger im Spiel hat?
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#8 Carsten ACAnonym
  • 04.09.2014, 17:27h
  • Antwort auf #6 von sperling
  • Volle Zustimmung!

    So können Facebook und die Werbekunden noch mehr über die Nutzer herausfinden, noch genauere Profile erstellen und noch gezielter Werbung verkaufen.

    Aber da wo es wirklich wichtig wäre, wird freie Rede weiterhin blockiert.
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#9 ABCXYZAnonym
  • 04.09.2014, 17:30h

  • Nun wird es aber auch Zeit, dass Facebook das mit der großen Spende an den Anti-LGBT-Politiker in Ordnung bringt.
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#10 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 04.09.2014, 18:15h
  • Antwort auf #1 von 2014
  • Halb so wild. Und nur eine Absichtserklärung. Bis jetzt ist da überhaupt nichts geändert. Ausserdem kann man ein Häkchen setzten, ob es öffentlich sein soll oder nicht. Und letztendlich sind viele Profile "Fake-Profile", mindestens der Name. Das Geschlecht ist da sowieso nicht zuzuordnen. Ich sehe das immer an den Freundschafts-Vorschlägen. Unmöglich. Fakes wollte Facebook eigentlich mal aussortieren. Ich bin dort dabei, weil die meisten meiner jüngeren Familien-Mitglieder dort sind. Mehr oder weniger war das Nötigung. Fremde überhaupt nicht.
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