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  • 08.09.2014           85      Teilen:   |

Attacke!

Slowakei: Katholische Kirche macht Stimmung gegen Homo-Paare

Artikelbild
Erzbischof Stanislav Zvolensky will die slowakische Verfassung soweit ändern lassen, dass es für zukünftige Regierungen unmöglich wird, Homosexuellen gleiche Rechte zuzugestehen

Die katholische Kirche macht auch in der Slowakei Politik gegen Schwule und Lesben: Sie initiierte mit anderen christlichen Gruppen einen homophoben Volksentscheid und bezeichnet die Anerkennung von Homo-Paaren als "Störung der Gesellschaft".

In der Slowakei ist bereits jetzt festgeschrieben, dass Schwule und Lesben keine Ehe eingehen dürfen, doch die katholische Kirche will mehr erreichen: In einem Volksentscheid soll Mitte November über weitere rechtliche Einschränkungen für Homo-Paare abgestimmt werden. Vergangene Woche griff die Kirche auch den parteilosen Staatspräsidenten Andrej Kiska an, weil dieser Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Referendums geäußert hatte und dieses nun vom Verfassungsgericht überprüfen lassen will.

Nach Angaben der Katholischen Presseagentur ließ Erzbischof Stanislav Zvolensky seine Verärgerung über die Überprüfung in einer Pressemitteilung durchblicken. Der Chef der slowakischen Bischofskonferenz gab sich über die Einwände des Präsidenten überrascht und erklärte, die katholische Kirche werde "weiterhin mit der maximalen Unterstützung des grundlegenden und unersetzlichen Modells der Familie als Gemeinschaft eines Mannes und einer Frau fortfahren, die die Voraussetzung für eine natürliche menschliche Entwicklung der Kinder" sei. Der katholische Würdenträger erklärte weiter, dass "die Institutionalisierung anderer Verhaltensweisen auf Familienniveau eine grundsätzliche Störung der Gesellschaft in ihren Grundlagen" darstelle.

Der Volksentscheid war von der kirchennahen "Allianz für die Familie" initiiert worden, die bis August diesen Jahres über 400.000 Unterschriften sammelte. Nötig wären 350.000 Unterstützer gewesen. Im Volksentscheid sind mehrere Fragen geplant: So soll in der Verfassung ein Verbot der Adoption durch Homo-Paare und ein Verbot von eingetragenen Partnerschaften verankert werden. Außerdem sollen Eltern das Recht erhalten, ihr schulpflichtiges Kind aus Unterrichtsstunden entfernen zu dürfen, sollte Homosexualität erwähnt werden.

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Präsident: Volksentscheide über Grundrechte verboten

Der parteiunabhängige Unternehmer und Philanthrop Andrej Kiska ist seit Juni der vierte slowakische Präsident - Quelle: Wiki Commons / Fusstsball / CC-BY-SA-3.0
Der parteiunabhängige Unternehmer und Philanthrop Andrej Kiska ist seit Juni der vierte slowakische Präsident (Bild: Wiki Commons / Fusstsball / CC-BY-SA-3.0)

Präsident Kiska bezweifelt die Rechtmäßigkeit des Volksentscheides. Er argumentiert, dass es die Verfassung verbiete, Referenden zur Einschränkung der Grund- und Menschenrechte abzuhalten. Viele Verfassungsexperten hatten zuvor bereits massive Bedenken geäußert. Die "Allianz für die Familie" argumentiert jedoch, die Rechte von keinem einzigen Slowaken würden eingeschränkt, wenn die augenblickliche rechtliche Regelung in der Verfassung festgeschrieben werden würde.

Das Verfassungsgericht hat nun 60 Tage Zeit für eine Entscheidung. Sollte es den Volksentscheid für rechtmäßig erklären, muss der Präsident binnen einen Monats einen Termin festsetzen. Die Organisatoren des Volksentscheids hatten ursprünglich den 15. November angepeilt, den Tag der Kommunalwahlen.

Ein ähnlicher homophober Volksentscheid war bereits Ende letzten Jahres in Kroatien erfolgreich (queer.de berichtete). Das massiv von der katholischen Kirche unterstützte Referendum hatte das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der Verfassung festgelegt. Allerdings wurden eingetragene Partnerschaften nicht – wie in der Slowakei geplant – verboten. Am Freitag letzter Woche kam es daher in Kroatien schließlich zur ersten Verpartnerung (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: slowakei, katholische kirche, homo-ehe, ehe-verbot, lebenspartnerschaft, stanislav zvolensky, andrej kiska
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Reaktionen zu "Slowakei: Katholische Kirche macht Stimmung gegen Homo-Paare"


 85 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
08.09.2014
14:56:34
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(+14, 16 Votes)

Von Alex


Will die Kinderschänder-Sekte wieder mal von ihren Verbrechen ablenken?

Oder wollen die nur so aus Lust am Hass hetzen um ihr Geschäftsmodell zu retten?


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#2
08.09.2014
15:06:56
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Simon H


Sollten diese Hassprediger nicht erst mal den Sumpf in ihrem eigenen verdorbenen Laden bekämpfen, ehe sie sich so aufspielen?

Heute abend 22.45 Uhr kommt in der ARD ein Film über deren Machenschaften.

Link:
m.spiegel.de/kultur/tv/a-990374.html


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#3
08.09.2014
15:12:59


(+9, 9 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Schon wieder die KATHOLISCHE KIRCHE, die es ja wieder einmal nicht lassen kann! dabe i heißt es ja doch immer "Liebe Deinen Nächsten"!


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#4
08.09.2014
15:35:06


(-17, 19 Votes)

Von Oliver43


Es ist schon schlimm, was die Katholische Kirchenleitung in den verschiedensten Ländern so veranstaltet, um Rechte für homosexuelle Paare zu verhindern.

Zwar gibt es da mit Franzisku, der laut New York Times das Lebenspartnerschaftsinstitut akzeptiert, eventuell einen Hoffnungsschimmer im Vatikan; aber so ganz daran glauben, mag ich nicht, das er sich im Vatikan durchsetzt und echte Reformen dort durchbringt.

Da lobe ich mir doch lieber andere christliche Kirchen, die kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht haben (Schwedische Kírche, Isländische Kirche, Dänische Kirche, Unitarier, Unity Church, United Church of Christ, usw).

Meines Erachtens ist der Vatikan und die katholische Kirchengeistlichkeit selbst ein Verein, der in grossen Teilen aus homosexuellen, verklemmten Männern besteht, die ihre eigene sexuelle Orientierung entweder nur heimlich ausleben oder mit ihrer sexuellen Orientierung nicht umgehen können.

Ich warte immer noch auf den ersten offen homosexuell lebenden katholischen Bischof Bekannt wurden bisher immer nur schwule Bischöfe, wenn sie durch einen Skandal oder ein Zwangsouting auffielen.

Noch schlimmer aber finde ich, dass es in den Reihen der katholischen Geistlichkeit pädophile Männer gibt und dort über Jahrzehnte Kindesmissbrauch verschwiegen wurde. Erst in den letzten Jahren begann der Vatikan hier endlich aufzuräumen. Es waren auch fast immer Jungen, die hier missbraucht wurden, und keine Mädchen, die durch katholische Geistliche missbraucht wurden.

Die katholische Geistlichkeit in den verschiedensten Ländern kämpft auch deswegen so hart gegen die staatlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare, weil durch diese Entwicklung ihr eigener Priesternachwuchs gefährdet ist. Denn je offener die Gesellschaft eines Landes ist, desto weniger häufig geraten homosexuelle Menschen unter Druck und entscheiden sich durch diesen Druck für ein verklemmtes oder heimliches Sexualleben.

Dem Vatikan kann ich nur dringend raten, ihre Sexualmorallehre zu ändern und vor allen Dingen, das Zwangszölibat zu öffnen und auch Priester mit Partnerschaten und Familien zuzulassen.

Es ist jedenfalls sehr bezeichnend für die Verhältnisse in der römisch-katholischen Obrigkeit, wenn in der Slowakei der Erzbischof Stanislav Zvolensky derart rigoros nun einen Volksentscheid in der Slowakei hier inszeniert


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#5
08.09.2014
15:41:39
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von superboy27


Ich hoffe die Slowakischen Bürger stimmen wenigstens gegen das Verbot der eingetragenen Partnerschaften denn Umfragen ergeben das eine Mehrheit der Slowaken für die eingetragene Partnerschaften sind.


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#6
08.09.2014
15:42:50


(+15, 17 Votes)

Von ollinaie
Aus Seligenstadt (Hessen)
Mitglied seit 23.08.2012


Liebe Redaktion,

könntet ihr es bitte zukünftig unterlassen, den Begriff "(kirchlicher) Würdenträger" zu verwenden.

Ich vermag nicht zu erkennen dass einem Menschen nur aufgrund seiner hirarchischen Position innerhalb eines Unternehmens oder eines Vereines mehr Würde zusteht als anderen.

Umso mehr, wenn der Artikel gerade unwürdiges Verhalten des von euch so bezeichneten "Würdenträgrs" veranschaulicht!


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#7
08.09.2014
16:11:27


(+9, 11 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Hochgradig gestörte, aber leider dadurch nicht minder gefährliche Vollidioten bzw. Religioten!

Die wären äußerst gut beraten, erst einmal vor ihrer eigenen dreckbesudelten Türe zu kehren, besser noch, korrekt zu desinfizieren, anstatt sich anzumaßen, sich in das Privatleben (!!) unschuldiger Menschen in weiterhin verbrecherischer Weise einzumischen.

Wenn es deren Gott und dessen angebliche Hölle gäbe, dann würden diese Gestalten genau dort landen aufgrund ihrer menschenverachtenden Verbrechen und Lieblosigkeit.

Solche Typen gehören zum Schutz der Anderen in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Anstalt, in der sie gebührend und menschlich versorgt werden und gleichzeitig keine Unschuldigen mehr verbrecherisch schädigen können.

Das sind (in diesem Fall sogar verachtenswerte!) PSYCHOPATHEN - und nichts Anderes!


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#8
08.09.2014
16:50:25


(+10, 12 Votes)

Von Julian S


So viel zur These unter dem neuen Papst würde es besser werden.

Der ist nur raffinierter als sein Vorgänger: da wo Homohass nicht so gut ankommt, hat er Kreide gefressen, aber da wo Homohass ankommt, kann man dann noch um so mehr hetzen...

Der neue Konzernchef ist halt ein Marketing-Experte.


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#9
08.09.2014
16:55:06


(+9, 11 Votes)

Von Timon


Da diese Hassprediger-Sekte sich niemals mit Demokratie, Rechtsstaat und der Trennung von Staat und Kirche abfinden können wird, wird es höchste Zeit, dass man das denen endlich beibringt.


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#10
08.09.2014
17:27:55
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von puschelchen
Aus irgendwo in nrw
Mitglied seit 18.12.2009
Antwort zu Kommentar #4 von Oliver43


"Schwedische Kírche, Isländische Kirche, Dänische Kirche, Unitarier, Unity Church, United Church of Christ..."

Aprikose ist neu...


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