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  • 08.09.2014           17      Teilen:   |

Antwort auf Kleine Anfrage

Bundesregierung lobt grün-roten Bildungsplan

Artikelbild
Aufnahme aus einem Sommercamp für queere Kinder, die Realität sieht anders aus: "Viele Transsexuelle und Transgender leben ihr gewähltes Geschlecht aus beruflichen Gründen nicht und sowohl trans- als auch intergeschlechtliche Menschen haben Angst vor Diskriminierungen" (Bild: Lindsay Morris)

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken zur "sozialen Lage Transsexueller, Intersexueller und Transgender" freut sich die Bundesregierung über "eine erfreuliche Vielzahl von guten Maßnahmen".

Die Bundesregierung hat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion eine positive Bilanz über den Umgang mit Transsexuellen, Intersexuellen und Transgendern in Deutschland gezogen. "Aus Sicht der Bundesregierung gibt es inzwischen eine erfreuliche Vielzahl von guten Maßnahmen, Beratungs- und Aufklärungsangeboten zugunsten trans- und intergeschlechtlicher Menschen", heißt es in der Antwort, die queer.de vorliegt. Allerdings gebe es im ländlichen Raum noch viel Nachholbedarf. Es fehle sowohl an Angeboten als auch an "Wissen und Kompetenz bezüglich des Umgangs mit den betroffenen Personengruppen". Daher müssten "spezialisierte Beratungs- und Unterstützungsstrukturen" flächendeckend ausgebaut und finanziell abgesichert werden.

Es wird beklagt, dass viele Transsexuelle "ihr gewähltes Geschlecht aus beruflichen Gründen nicht aus[leben]" und das "sowohl trans- als auch intergeschlechtliche Menschen Angst vor Diskriminierungen" hätten. Insbesondere die Geschlechtertrennung am Arbeitsplatz führe zu Problemen. Als Beispiel wird die Toilettennutzung genannt. "Es fehlt an Informationen und Erfahrungen, um mit dem Thema Trans* angemessen umzugehen", so die Regierung.

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In der Antwort wird auch der umstrittene Bildungsplan der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg lobend erwähnt: "Im Rahmen der Bildungsplanreform in Baden-Württemberg soll die Toleranz und Akzeptanz von sexueller Vielfalt künftig im Schulunterricht stärker verankert werden", heißt es. Dabei macht im Südweststaat die CDU offen Stimmung gegen den Bildungsplan. Teile der Partei beteiligen sich sogar an homophoben Demonstrationen in Stuttgart, in denen Homosexuelle mit Kinderschändern gleichgesetzt werden (queer.de berichtete).

Die Bundesregierung benennt in der Antwort auch weitere Initiativen aus anderen Bundesländern als positive Entwicklung.

Linke: Neue Fördermittel notwendig

Harald Petzold (Linke)
Harald Petzold (Linke)

"Ich begrüße es, dass die Bundesregierung nun Bildungspläne und Akzeptanzinitiativen zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt als positive Beispiele anführt", erklärte am Montag Harald Petzold, der queerpolitische Sprecher der Linksfraktion.

Der Bundestagsabgeordnete aus Brandenburg appellierte an die Bundesregierung und an die Länder, mehr zu tun: "Gerade Transsexuelle, Intersexuelle und Transgender sind in ihrem Leben in Deutschland mit Diskriminierungen konfrontiert und ihre soziale Lebenssituation kann zumeist als prekär bezeichnet werden". Er nannte Initiativen wie Unisex-Toiletten als "hilfreich", appellierte aber an den Bund, "die soziale Not der Betroffenen stärker in den Fokus zu rücken". Die Linke wolle daher für neue Fördermittel werben. (dk)

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Tags: die linke, transsexuelle
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Reaktionen zu "Bundesregierung lobt grün-roten Bildungsplan"


 17 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
08.09.2014
17:21:50


(+5, 7 Votes)

Von Julian S


Und wieso torpediert die CDU dann in Baden-Württemberg den Bildungsplan?!


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#2
08.09.2014
17:34:31


(+6, 8 Votes)

Von sperling


wie bitte? "gewähltes geschlecht"? wann hat frau merkel das letzte mal ihr geschlecht "gewählt"?

die antwort der regierung zeigt, dass aufklärung nicht nur in den schulen notwendig ist...


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#3
08.09.2014
17:44:30


(+5, 7 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Es nützt leider KEINEM, wenn die "tolle" Bundesregierung den Bildungsplan nur "lobt". Die müssen endlich auch mal was TUN! Und vor allem endlich uns LGBTIs mit Heten gleichstellen!
Von Vernebelungstaktiken einer kreidefressenden Homo-Hasser-Regierung haben wir nämlich gar nichts.


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#4
08.09.2014
17:53:55


(+3, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #1 von Julian S


Weil sie den Schuß nicht gehört hat!


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#5
08.09.2014
18:22:00


(+5, 7 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Julian S


"Und wieso torpediert die CDU dann in Baden-Württemberg den Bildungsplan?!"

Könnte sein, dass die reaktionären Pietischte (die gibts da unten nicht nur in der CDU) die Urteile unseres Verfassungsgerichts grundsätzlich nicht zur Kenntnis nehmen.

Die erwärmen sich eben lieber an sowas als an denmokratischen Grundwerten:

Link zu www.bibubek-baden.de

Link:
institut-diakrisis.bekenntnisbruderschaft.de/art4_
h4.html


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#6
08.09.2014
18:47:25


(+2, 4 Votes)

Von tesco


zumindest könnte die Bundesregierung den Arbeitgebern und öffentlich zugänglichen Einrichtungen schon mal die dritte Toilette vorschreiben.


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#7
08.09.2014
20:21:50


(+4, 4 Votes)

Von Diversity


Gerade für intersexuelle Menschen ist die Lage ganz und gar nicht erfreulich: Noch immer werden sie, meist als Kleinkinder oder Säuglinge, zwangsoperiert. Für sie wäre ein Verbot dieser nicht-notwendigen Operationen (und das sind die meisten) das Wichtigste. Außerdem ist es nicht ratsam, Trans- und Intersexuelle in einen Topf zu werfen, da ihre Anliegen zwei ganz verschiedene Paar Schuhe sind.


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#8
08.09.2014
22:38:05


(+1, 3 Votes)

Von jajaja


Wann kommt eigentlich endlich mal nen zeitgemäßes Transexuellengesetz?
Zb eins nach argentinischem Vorbild.

Hier liegt immer noch vieles im argen. Und das einzige was die Busregierung tut ist sich selber auf die Schulter zu klopfen.

Wenig hilfreich.
Aber wer hatte schon anderes erwartet...


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#9
08.09.2014
23:52:22


(-5, 7 Votes)

Von Oliver43


Es ist erfreulich, das mittlerweile eine ganze Reihe von Bundesländern die sexuelle Vielfalt und deren Akzeptanz in die Bildungs- und Lehrpläne der Schulen aufgenommen haben. Nunmehr folgt übrigens auch das Bundesland Niedersachsen.

*
Link zu www.haz.de
(Hannover Zeitung:Rot-Grün wirbt für mehr Toleranz an Schulen)

Die HAZ schreibt: "In Niedersachsen rechnet niemand mit lautstarker Gegenwehr. Ob Opposition, Schulleitungsverband, GEW oder die Kirchen: Grundsätzlich ist man sich einig, dass Diskriminierung geächtet werden muss."



Die CDU will im Kultusausschuss am Freitag eine Anhörung fordern, um eine breite gesellschaftliche Akzeptanz für das Thema zu gewinnen.

--> Das ist doch sehr erfreulich, das in Niedersachsen die CDU dies mitträgt.


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#10
08.09.2014
23:56:13


(+4, 4 Votes)

Von Kim Schicklang


ATME:

Wir finden an der Meldung bei queer.de mehrere Punkte sehr bedenklich. Und das sind die folgenden:

1. "Daher müssten 'spezialisierte Beratungs- und Unterstützungsstrukturen' flächendeckend ausgebaut und finanziell abgesichert werden."

Wenn da mit Gender-Spezialisten gemeint sind, die dann "Gender Dysphorien" oder "Gender Incongruence" begutachten bzw. diagnostizieren, dann wäre das zwar passend zum sexologischen Lobbyismus der letzten Monate (der ICD 11 steht ja an), aber keine Hilfe für transsexuelle Menschen.

2. "Es wird beklagt, dass viele Transsexuelle 'ihr gewähltes Geschlecht aus beruflichen Gründen nicht aus[leben]'"

Transsexuelle Menschen wählen ihr Geschlecht genausowenig wie homosexuelle Menschen ihr Schwul- oder Lesbischsein. Diese Sichtweise, die vorallem von der Gender-Dysphoriker-Fraktion verbreitet wird ist transsexuellenfeindlich und stereotyp.

3. "'Es fehlt an Informationen und Erfahrungen, um mit dem Thema Trans* angemessen umzugehen', so die Regierung."

Trans* ist eine totalitäre Anschauung, die daovn ausgeht, dass es sich bei Transsexualität um eine Gender-Geschichte handelt. Dies ist falsch.

Alle drei Punkte deuten eher auf seltsamen Lobbyismus von Leuten hin, die transsexuelle Menschen weiterhin a) falsch darstellen wollen und b) darauf dann weiterhin ihren Fremdbestimmungsanspruch aufbauen wollen.

Bei dem, was da gerade läuft, ist grösste Skepsis angesagt!

Link zu www.queer.de


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