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  • 09.09.2014               Teilen:   |

Sachbuch

"Forschung im Queerformat"

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Grundlage des 312-seitigen Readers ist der "1. LSBTI*- Wissenschaftskongress 'Gleich-Geschlechtliche Erfahrungswelten'", der im November 2013 in Berlin stattfand (Bild: Bundesstiftung Magnus Hirschfeld/Sabine Hauf)

Ein neuer Dokumentationsband der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gibt einen bislang einzigartigen Gesamtüberblick der Forschung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

Wer nicht ins heteronormative Raster der Gesellschaft passt, wird nach wie vor in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Forschung und Wissensvermittlung sind besonders wichtig, um Diskriminierungen und bestehenden Vorurteilen zu begegnen und Akzeptanz gegenüber homo-, bi, trans- und intersexuellen Menschen aufzubauen. Der neue Dokumentationsband "Forschung im Queerformat" bündelt die aktuellen Beiträge der Queer- und Geschlechterforschung im deutschsprachigen Raum.

Die 19 Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen queere Lebenswelten in Vergangenheit und Gegenwart erlebbar. Grundlage des 312-seitigen Dokumentationsbands ist der "1. LSBTI*- Wissenschaftskongress 'Gleich-Geschlechtliche Erfahrungswelten'", den die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld im November 2013 in Berlin veranstaltete und der und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung komplett finanziert wurde. Unter dem Motto "Wissen schafft Akzeptanz" diskutierten rund 250 Teilnehmende aus Wissenschaft, Politik und sozialen Projekten über den Stand der LGBT-Forschung zwischen Geschichte und Psychologie, Politik und Recht, sozialen Bewegungen und Kultur, Kunst und Medien.

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Queere Sichtweisen im akademischen Bereich voranbringen

"Forschung im Queerformat" ist Anfang September im transcript Verlag erschienen
"Forschung im Queerformat" ist Anfang September im transcript Verlag erschienen

Der nun erschienene Dokumentationsband behandelt zunächst den historischen Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt und diskutiert im zweiten Teil Forschungsperspektiven zu queeren Lebenswelten in der Gegenwart. Dabei werden historische, soziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven zusammengebracht. "Forschung im Queerformat" zeigt Forschungsvielfalt, weist gleichzeitig auf Forschungslücken hin und will zudem queere Sichtweisen im akademischen Bereich und in der Bildungsarbeit voranbringen.

Das Buch ist Anfang September im transcript Verlag erschienen und kostet 24,99 Euro in der Printausgabe bzw. 21,99 Euro als E-Book. Zu den Autoren gehören u.a. Jutta Hartmann, Ralph J. Poole, Elisabeth Tuider und Heinz-Jürgen Voß. Herausgeberin des Bandes ist die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

"Queer und quer – das ist das Wortspiel im Titel des Buchs. Quer wie querstellen: Die Buchbeiträge fordern in großer Bandbreite die heteronormativen Sexualitäts- und Geschlechterkonstruktionen ebenso heraus wie die universitäre Mainstream-Forschung", erklärte Jörg Litwinschuh, geschäftsführender Vorstand der Hirschfeld-Stiftung, zur Veröffentlichung. "Bei aller Kritik und Dekonstruktion geht es hier auch um den produktiven Austausch in den Wissenschaften, neue Vernetzungen und die nachhaltige Wirkung in die Gesellschaft hinein." (cw)

  Infos zum Buch
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (Hg.): Forschung im Queerformat. Aktuelle Beiträge der LSBTI*-, Queer- und Geschlechterforschung. 312 Seiten. Kartoniert. transscript Verlag. Bielefeld 2014. 24,99 € (E-Book 21,99 €). ISBN 978-3-8376-2702-2
Links zum Thema:
» Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit bei Amazon
» Leseprobe als PDF
» Blog zum ersten LSBTI*-Wissenschaftskongress
Mehr zum Thema:
» Interview mit Jörg Litwinschuh zum Wissenschaftskongress: "Raus aus dem Elfenbeinturm" (30.11.2013)
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Tags: transscript verlag, queer-forschung, wissenschaft, bundesstiftung magnus hirschfeld, jörg litwinschuh
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