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Solche Marken sucht man derzeit bei der Deutschen Post vergeblich...

So aufregend waren Briefmarken selten: Die finnische Post freut sich über einen nie dagewesenen Ansturm auf neue homoerotische Postwertzeichen.

Die Post Finnlands hat mit seinen am Montag erschienenen Tom-of-Finland-Briefmarken einen neuen Verkaufsrekord aufgestellt. Wie "Posti" mitteilte, seien bereits im Vorfeld der Veröffentlichung Bestellungen aus 178 verschiedenen Ländern eingegangen. "Wir haben diese Art von Interesse noch nie vorher in der Geschichte von Posti erlebt und werden das wahrscheinlich auch nicht mehr so schnell wiedersehen", erklärte Post-Direktor Markku Penttinen laut dem Fernsehsender YLE. Man sei von dem Ansturm völlig überrascht worden, so Penttinen. Die meisten Bestellungen aus dem Ausland seien aus Schweden, den USA, Großbritannien und Frankreich gekommen.

Der Block aus drei homoerotischen Einzelmotiven zum Standardtarif kann online für 3 Euro plus Versand bestellt werden. Außerdem bietet die Post ein Set mit Postkarten und Briefmarken für 9,90 Euro an.

Der 1991 verstorbene Tom of Finland (bürgerlich Touko Laaksonen) prägte das Männerbild der schwulen Szene in den Siebzigerjahren. Er ist vor allem berühmt für seine hocherotischen und pornografischen Zeichnungen von sexstrotzenden Muskelkerlen mit überdimensionierten Geschlechtsteilen.

Zwar sind vergleichsweise harmlose Motive auf den Marken abgebildet, dennoch ist Post-Direktor Penttinen stolz auf das Motiv, das noch immer in den meisten anderen Ländern undenkbar sei. "Aber nicht bei uns Finnen. Wir wollen mit der Zeit gehen".

Zuvor hatte es vereinzelt Proteste gegen die Sondermarken gegeben. So wurde eine Online-Petition gegen den Tom-of-Finland-Block gestartet, die von mehr als 2.000 Menschen unterschrieben wurde.

Parallel zum Tag der Veröffentlichung der Briefmarke wurde in Tampere, Finnlands drittgrößter Stadt, ein Briefmarkenmuseum eröffnet. Anlässlich der neuen Briefmarke fand eine Sonderausstellung über Tom of Finland statt. Hier gab es lange Schlangen von Philatelisten, die auf einen Ersttagsstempel für ihre homoerotischen Marken warteten. (dk)



#1 LedErich
  • 09.09.2014, 17:15h

  • Wie geil ist dss denn? Bin begeistert! Toll, dass Finland stolz auf seinen homoerotischen Exportschlager ist.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 leckerAnonym
  • 09.09.2014, 19:34h
  • In Finnland müssen die Briefmarken ja noch klassisch geleckt werden !

    Wenn Deutchland auch wieder auf die Feuchtklebung setzt, wäre so eine Marke auch hier interessant. Für die Heteros evtl. eine mit Micaela Schäfer oder Dolly Buster. Da ginge der Briefverkehr aber wieder in die Höhe.
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#4 sperlingAnonym
  • 10.09.2014, 00:24h
  • Antwort auf #3 von lecker
  • >"In Finnland müssen die Briefmarken ja noch klassisch geleckt werden"

    ich muss dich enttäuschen: die marken sind selbstklebend. und in den großen finnischen städten fahren heute sogar schon ein paar postautos mit richtigen benzinmotoren und so...

    mein lieblingskommentar zu den schönen marken auf spon, besonders wegen des ersten satzes:

    >"Das Zusammenleben von Mann und Frau ist deutlich schwieriger als das von Homosexuellen. Es wäre ein Dienst an der Öffentlichkeit gewesen, hätte der Künstler Zärtlichkeit zwischen liebenden Heteros als Thema aufgegriffen anstatt die vordergründige Geilheit sexueller Homo Szenen. Sind solche Abbildungen, dass was Menschen inspiriert eine gute Ehe oder ein erfülltes Leben anzustreben?"
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#5 EnyyoAnonym
  • 10.09.2014, 09:55h
  • Ich würde wetten, dass auch in Deutschland Marken mit bspw. Motiven von Ralf König ein Riesenerfolg wären!
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#6 seb1983
  • 10.09.2014, 13:37h
  • Antwort auf #5 von Enyyo
  • Bei der Geschwindigkeit mit der solche Entscheidungen in Deutschland getroffen werden dürften die vermutlich frühestens zu seinem Todestag in den Verkauf kommen wenn sofort mit der Planung begonnen wird

    Es wundert mich aber doch dass es so einen reißenden Absatz gibt, ich dachte bisher Briefmarken sind eher etwas für vereinsamte Heteros.
    Entweder ziehen solche ungewöhnlichen Marken einfach generell oder es gibt doch so viele schwule Philatelisten
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#7 EnyyoAnonym
#8 daVinci6667
#9 DuarecAnonym