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Initiative der Rosa Strippe

Dachau: Erinnerung an drei schwule NS-Opfer


Zaun am ehemaligen Konzentrationslager Dachau (Bild: 90215030@N00 / flickr / by 2.0)

In der KZ-Gedenkstätte Dachau wird am Montag eine neue Gedenktafel angebracht, die an drei Rosa-Winkel-Häftlinge aus NRW erinnert.

Die Initiative geht auf die Rosa Strippe im Bochum zurück, die seit vielen Jahren die Biografien homosexueller Opfer des Nationalsozialismus recherchiert. Die 40 mal 50 Zentimeter große Tafel soll an Alfred Quaas aus Essen, Friedrich Wilhelm Erdmann aus Witten sowie Alfred Kremer aus Wuppertal erinnern, die alle drei im KZ Dachau ums Leben kamen.

Die Gedenktafel ist die erste in einem ehemaligen Konzentrationslager, die an namentlich genannte schwule Opfer erinnert. Im KZ Dachau sind 585 homosexuelle Häftlinge namentlich bekannt.

Unterstützt wird das Projekt der Rosa Strippe von den Städten, in denen die drei Männer lebten. Außerdem beteiligt sich Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz (SPD) mit einer Patenschaft. (cw)



#1 EnyyoAnonym
  • 10.09.2014, 13:32h
  • Toll, dass so etwas gemacht und umgesetzt wird. Danke an die Initiatoren!

    Aber warum nur mit den Namen der drei Bochumer und nicht auch denen der 582 anderen namentlich bekannten Ermordeten?

    Es kann wohl nicht sein, dass den Leuten nur nach Herkunftsort gedacht wird?

    Oder hat man gar Bedenken, die Männer vor ihren Nachfahren zu outen?

    Sehr merkwürdig das.
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#2 auch dasAnonym
#3 AlexAnonym
#4 SebiAnonym
  • 10.09.2014, 17:08h
  • Daran sollten sich andere Gedenkstätten mal ein Vorbild nehmen!

    Ansonsten kann ich nur zustimmen, dass eigentlich alle 585 Opfer genannt werden sollten. Ihre Namen sind das einzige, was von ihnen geblieben ist! Und wenigstens das ist man den Opfern schuldig.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 ClementineAnonym
#7 Homonklin44Profil
  • 11.09.2014, 01:20hTauroa Point
  • Man muss belobigen, dasses überhaupt noch mal dazu kam. Ich wäre auch dafür, dass die Namen all dieser Menschen sichtbar, lesbar angebracht werden. Es ist ein guter, vielfältig eindringlicher Weg, die Erinnerung nicht verdämmern zu lassen.

    Darf man belobigen, dass es nur knapp 60 Jahre drüber gedauert hat, bis da was geschaffen wurde?

    Werden eventuelle Überlebende aus dieser Zeit es noch erleben dürfen, dass man sich bei ihnen für diese Art einer furchtbaren Entmenschlichung entschuldigen wird?
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#8 antos
  • 13.09.2014, 16:13h
  • Antwort auf #7 von Homonklin44
  • "Darf man belobigen, dass es nur knapp 60 Jahre drüber gedauert hat, bis da was geschaffen wurde?"

    Darüber, denke ich, sollten wir kurz - oder auch sehr lange - innehalten: Fast 60 Jahre hat das gebraucht! Moyenne oder doch longue duree?
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#9 Jürgen WenkeAnonym
  • 18.09.2014, 08:58h
  • Für alle, die sich weiter informieren wollen:
    bei google eingeben:

    meinen Namen und "Tafel Dachau", dann findet man berichte der süddeutschen, WAZ Essen, WAZ Witten usw.

    dann beantworten sich einige der hier gestellten Fragen

    im übrigen steht es jedem frei, biografien zu erforschen und mit der Gedenkstätte in Kontakt zu treten!
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