Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22268

Kardinal Francis George hält den Kampf für gleiche Rechte bereits für eine Konkurrenzreligion (Bild: Roman Catholic Archdiocese of Boston / flickr / by-nd 2.0)

Die katholische Kirche verstärkt in mehreren Ländern ihren Kampf gegen Homo-Rechte: Die Anerkennung von Schwulen und Lesben sei demnach ein "Virus" und führe zur Christenverfolgung.

Katholische Würdenträger haben sich besorgt über die zunehmende Verbesserung der Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren geäußert. Erzbischöfe aus den USA und Ecuador kritisieren mit aggressiven Worten Pläne ihrer Länder, die Rechte von eingetragenen Partnerschaften zu verbessern oder die Ehe zu öffnen. Bereits vor wenigen Tagen hatte auch die katholische Kirche in der Slowakei den Staatspräsidenten kritisiert, weil er ein Referendum über ein Verbot der rechtlichen Anerkennung von Homo-Paaren überprüfen lässt (queer.de berichtete)

In den USA hat sich Kardinal Francis George in den Streit um die Gleichstellung eingemischt. Der Erzbischof von Chicago beklagte in einer Kolumne, dass in der Gesellschaft plötzlich "alle Arten sexueller Beziehungen" populär seien, obwohl diese zuvor als "sündhaft" gegolten hatten. Dabei erwähnte er insbesondere den Streit um die Öffnung der Ehe. Er beklagte, dass die homofeindliche Haltung der Kirche nun offen kritisiert werde: "Einst wurde nach dem Motto 'Leben und leben lassen' gehandelt, jetzt wird Zustimmung verlangt. Die 'herrschende Klasse', die die öffentliche Meinung in Politik, Bildung, Medien und Unterhaltung formt, nutzt das bürgerliche Recht, um ihre Moral jedem aufzuzwingen".

Der 77-Jährige warnte, dass Christen bald für ihre biblische Meinung bestraft werden könnten – und bezeichnete die Forderung nach gleichen Rechten für Schwule und Lesben als "Religion". "Diejenigen, die nicht mit der offiziellen Religion übereinstimmen – so werden wir gewarnt – gefährden ihre Staatsbürgerschaft", schrieb George.

George hatte bereits in der Vergangenheit mit homofeindlichen Aussagen für Aufregung gesorgt: Im Juli diesen Jahres warnte er bereits vor der "Tyrannei der Homo-Ehe". 2012 verglich er schwule und lesbische Aktivisten mit Mitgliedern der rassistischen Organisation Ku Klux Klan (queer.de berichtete). 2004 hatte George sogar erwogen, dem damaligen demokratischen Präsidentschaftskandidaten John Kerry wegen dessen "pro-homosexueller" Politik die Sakramente zu verwehren (queer.de berichtete).

Erzbischof: LGBT-Aktivisten sind ein Virus


Erzbischof Antonio Arregui

Gleichzeitig macht auch die Kirche Ecuadors Stimmung gegen die linksgerichtete Regierung, weil sie die Rechte von eingetragenen Lebenspartnern gestärkt hatte (queer.de berichtete). Erzbischof Antonio Arregui beschwerte sich, dass die Regierung die traditionelle Familie "deformiert". Aktivisten, die für Homo-Rechte kämpften, seien "ein Virus, der die Justiz unterwandert", argumentierte der 75-Jährige.

Arregui hatte bereits 2008 die Regierung scharf kritisiert, als sie in der Verfassung den Diskriminierungsschutz von Schwulen und Lesben verankerte (queer.de berichtete). (dk)



#1 XYZ1Anonym
  • 10.09.2014, 16:18h
  • Sososo was nehmen sich die Katholiban eigentlich noch raus... und nein Katholiban ist keine Beleidigung sondern meine Meinung ich mache es nur wie die.

    Katholiban sind ein Virus !!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GeorgGAnonym
  • 10.09.2014, 16:30h
  • Die Kirche hat doch hervorragende Kontakte zur UNO und zur EU. Sie sollte bei ihren dortigen Freunden einmal nachfragen, warum die Emanzipation von schwulen und lesbischen Beziehungen von diesen Organisationen von ganz oben gefördert wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 AlexAnonym
#4 TimonAnonym
  • 10.09.2014, 17:01h
  • "Er beklagte, dass die homofeindliche Haltung der Kirche nun offen kritisiert werde."

    Jaja, Kritik haben absolutistische Monarchen und Feinde der Demokratie nicht gerne.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Julian SAnonym
#6 AndyAnonym
  • 10.09.2014, 17:14h

  • "Die 'herrschende Klasse', die die öffentliche Meinung in Politik, Bildung, Medien und Unterhaltung formt, nutzt das bürgerliche Recht, um ihre Moral jedem aufzubringen."

    Dass ich nicht lache... Gerade die katholische Kirche klagt dass eine Moral aufgezwungen wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 puschelchenProfil
#8 ToreroAnonym
  • 10.09.2014, 17:34h
  • Die Katholen werden sich niemals mit der Trennung von Staat und Kirche und demokratischen Grundrechten abfinden können.

    Auch unter dem neuen Papst wird weiterhin munter gehetzt.

    Die müssen endlich gestoppt werden!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Baer2014Anonym
  • 10.09.2014, 17:44h

  • Und das katholische Karussell dreht sich weiter.

    Die haben Angst, daß ihnen der Priesternachwuchs wegbricht sobald man als schwuler Mann offen leben kann, ist zumindest mein Hauptverdacht.

    Ich "analysiere" mal frei von der Leber weg: 50% schwule Priester (die gewisse "Freiheiten" genießen solange sie im Schrank bleiben), 25% Pädophile Priester (die größtenteils gedeckt werden bis es nicht mehr geht), 20% Hetero-Priester (die mit ihren Haushälterinnen Verhältnisse haben) 5% Pansexuelle Priester (die mit allem Sex haben was bei 3 noch nicht auf dem Baum ist).

    Mit dem jeweiligen Papst ist es wie mit dem US-Präsidenten, vermute ich: ist es ein gemäßigter, wie Franziskus hat er nicht viel zu sagen (wie die Demokratischen Präsidenten) - ist es ein Scharfmacher wie Ratzinger dann Gut Nacht Marie! (wie die Republikanischen Präsidenten).

    Von allen Sekten halte ich den Katholizismus für den gefährlichsten, weil er weltweit 1,2 Milliarden Mitglieder hat (engl. Wikipedia) und über enorme Geldmittel verfügt. In Ländern wo männliche Homosexualität unterdrückt wird ist das Leben als schwuler Priester im Schrank für viele junge Gays wohl eine Alternative, wie immer man dazu stehen mag... Da diese 50% der gesamten Priesterschaft stellen, wie ich vermute, ist die Machtbasis sprich der Klerus gefährdet und deshalb kämpft der Katholizismus als Gesamtheit so vehemment gegen volle Bürgerrechte für LGBT mit Hauptzielrichtung gegen offen schwule Männer.

    Das ganz und gar "unterirdische" Brimborium mit "Sünde" etc. dient nur dazu dem mehrheitlich Hetero-Kirchenvolk Sand in die Augen zu streuen und es gegen uns aufzuhetzen, auch indem man behauptet, unsere Rechte würden die Heterofamilie zerstören - alles nur Phantasmagorien um sich den Nachwuchs für den 50%-Block der schwulen Schrank-Priesterschaft nicht zu erodieren.

    Bei den Evangelen ist es anders gelagert - aber die analysiere ich, sobald sich eine entsprechende Nachricht dazu anbietet.

    Ein positiver Ausblick zum Schluß: zumindest in Deutschland fallen seit den katholischen Kinderschänder-Skandalen immer mehr Leute vom Katholizismus ab und das ist auch gut so.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 m123Anonym
  • 10.09.2014, 18:06h
  • Die Nichttrennung von Staat und Kirche gefährdet jegliche Freiheit, sogar die Religionsfreiheit.
  • Antworten » | Direktlink »