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  • 11.09.2014           6      Teilen:   |

Ausschreibung

Hirschfeld-Stiftung sucht zwei neue Mitarbeiter

Artikelbild
An diesem Arbeitsplatz kann nichts schiefgehen: Schwester Suzette Alouette Melissa Lux Alba erteilte im Oktober 2013 den Haussegen im Namen des Ordens der Schwestern der perpetuellen Indulgenz und überreichte Siftungsvorstand Jörg Litwinschuh eine entsprechende Urkunde

Die Halbtagsstellen "Referent_in Forschung und Erinnerung" sowie für "Referent_in Bildung und Antidiskriminierung" werden über das anonymisierte Bewerbungsverfahren besetzt.

Auch drei Jahre nach ihrer Gründung ist die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld weitgehend eine One Man Show: Neben Jörg Litwinschuh, dem rührigen geschäftsführenden Vorstand, arbeiten in der Mini-Geschäftsstelle in der Berliner Mohrenstraße nur eine halbe Verwaltungskraft, wechselnde studentische Hilfskräfte und Praktikanten.

Das soll sich nun ändern: Am Donnerstag wurden die beiden Halbtagsstellen Referent_in Forschung und Erinnerung sowie Referent_in Bildung und Antidiskriminierung ausgeschrieben. Beide Positionen sind auf zwei Jahre befristet. Verlangt werden u.a. ein abgeschlossenes Hochschulstudium und "möglichst Kenntnisse über die Geschichte und Lebensweisen der Homosexuellen sowie von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität".

Die Bewerbungsfrist endet am 9. Oktober 2014, Arbeitsbeginn ist der "nächstmögliche Zeitpunkt".

Fortsetzung nach Anzeige


Neue Mitarbeiter sollen Forschungs- und Bildungskonzept entwickeln

Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, gewann Stiftungsvorstand Jörg Litwinschuh für das anonymisierte Bewerbungsverfahren - Quelle: ADS
Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, gewann Stiftungsvorstand Jörg Litwinschuh für das anonymisierte Bewerbungsverfahren (Bild: ADS)

Als Aufgaben des neuen Forschungsreferenten werden die "Entwicklung eines Forschungskonzeptes für die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld" sowie "Konzeption und Durchführung von wissenschaftlichen Tagungen und Kongressen" genannt. Der neue Mitarbeiter muss u.a. das "Archiv der anderen Erinnerungen" fortführen, das die Situation von Lesben und Schwulen in den Fünfziger- und Sechzigerjahren dokumentiert.

Der zweite neue Referent soll parallel ein Bildungskonzept für die Stiftung entwickeln, Bildungsprojekte konzipieren und durchführen sowie Kooperationen und die fachliche Zusammenarbeit mit Stiftungsorganen koordinieren. Inhaltlich fällt in diesen Aufgabenbereich das Schwerpunkt-Projekt "Fußball für Vielfalt", mit dem sich die Hirschfeld-Stiftung gegen Homophobie im Stadion engagiert.

Beide Stellen werden im sogenannten anonymisierten Bewerbungsverfahren auf interamt.de ausgeschrieben – d.h. ohne Angabe des Namens, Alters, Geschlechts und der Nationalität. Die Stiftung ist damit die erste Bundesstiftung, die auf das von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes empfohlene Verfahren umstellt. "Wir setzen auf diskriminierungsfreie Personalauswahl und geben jeder und jedem Bewerbenden die gleiche Chance auf eine Einstellung. Gerade als Bundesstiftung, die sich gegen gesellschaftliche Diskriminierung einsetzt, wollen wir damit ein Zeichen setzen", erklärte Stiftungsvorstand Jörg Litwinschuh in einer Pressemitteilung vom Mittwoch. "Außerdem sind wir überzeugt davon, mit anonymisierten Bewerbungsverfahren die besten Bewerbenden für unser Team zu finden."

Linkspartei kritisiert Unterfinanzierung

Der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Linke) fordert eine institutionelle Förderung in Höhe von jährlich 250.000 Euro für die Hirschfeld-Stiftung
Der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Linke) fordert eine institutionelle Förderung in Höhe von jährlich 250.000 Euro für die Hirschfeld-Stiftung

Möglich wurde die Ausschreibung der beiden Halbtagsstellen durch die vom Bundestag im Sommer beschlossene Aufstockung des Stiftungskapitals um 1,75 Millionen Euro – die Erlöse der festangelegten Gelder reichen genau aus, um die beiden neuen Mitarbeiter nach EG 13 TVöD zu entlohnen (queer.de berichtete). Union und SPD hatten die Zustiftung im vergangenen Jahr im Koalitionsvertrag vereinbart (queer.de berichtete).

Der Bundestagsabgeordnete Harald Petzold fordert indes weitere finanzielle Mittel. Die Hirschfeld-Stiftung sei nach wie vor nicht so ausgestattet, "dass Bildung und Forschung und die wissenschaftliche Arbeit in auskömmlicher Art und Weise ausfinanziert werden können", sagte der Politiker der Linken am Dienstag in der Haushaltsdebatte des Bundestags. "Hier fordern wir […] entweder eine Aufstockung des Stiftungskapitals oder – aus unserer Sicht wäre das sogar noch viel besser – eine institutionelle Förderung in Höhe von 250.000 Euro". (mize)

Links zum Thema:
» Stellenanzeige Referent_in Forschung und Erinnerung
» Stellenanzeige Referent_in Bildung und Antidiskriminierung
» Homepage der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Mehr zum Thema:
» Weitere aktuelle Stellenangebote auf queer.de
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Tags: bundesstiftung magnus hirschfeld, jörg litwinschuh, stellenausschreibung, bildung, antidiskriminierung, forschung, erinnerung, jobs, anonymes bewerbungsverfahren, harald petzold
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Reaktionen zu "Hirschfeld-Stiftung sucht zwei neue Mitarbeiter"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
11.09.2014
14:12:50


(-3, 5 Votes)

Von Oliver43


Na da wollen wir doch hoffen, das die Hirschfeld-Stiftung mit ihren Geldern gut umgeht und nicht "in Saus und Braus" lebt.

Gerade Personalkosten sind immer sehr hoch und ob es sofort zwei neue Mitarbeiter sein müssen, da setze ich ein finanzielles Fragezeichen. Insbesondere wo ich gerade den Artikel zu den Geldsorgen des Schwulen Museums gelesen habe.

Personalkosten sind immer ein sehr hoher Posten und so gerne aus LGBT-Aktivismus heraus, ich verstehen kann, wenn mehr Leute eingestellt werden, so ist die finanzielle Seite ausschlaggebend und nicht was für tolle Arbeit der neue Mitarbeiter leisten kann.

Auch hier gilt: passt auf Eure Finanzen in der Hirschfeld-Stiftung auf . Wenn ich in einigen Jahre lesen sollte, dass die Hirschfeld-Stiftung Finanzsorgen hat, dann weiß ich, woran es gelegen hat !!!


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#2
11.09.2014
18:56:19
Via Handy


(+1, 3 Votes)

Von Mhmm
Antwort zu Kommentar #1 von Oliver43


Ne halbe Stelle 50% TVÖD Entgeldgruppe 13 bedeuten ca. 1100 netto im Monat. Für die erforderten Qualifikationen (am besten noch promoviert) ist das nichts ...


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#3
11.09.2014
21:02:45


(+2, 4 Votes)

Von Martin 1
Antwort zu Kommentar #2 von Mhmm


dumm nur, dass die Kosten des Arbeitgebers nicht bei 1100 Euro liegen. Der Bruttolohn für eine halbe Stelle nach E13 TVöD liegt bei ca. 2500 Euro, je nach Alter. Plus Arbeitgeberanteile und Zusatzversorgung kostet das dann 3200 Euro.
Bei zwei halben Stellen ist man schon bei 6400 Euro, und das jeden Monat. Das tarifliche Weihnachtsgeld für die beiden kommt auch noch dazu.

Kein Wunder, dass viele über kurz oder lang vor der Pleite stehen, wenn sie so ihre Finanzen planen, siehe Artikel über Schwules Museum.


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#4
11.09.2014
23:30:17


(+2, 4 Votes)

Von zeitfenster
Antwort zu Kommentar #1 von Oliver43


1.
"Möglich wurde die Ausschreibung der beiden Halbtagsstellen durch die vom Bundestag im Sommer beschlossene Aufstockung des Stiftungskapitals um 1,75 Millionen Euro die Erlöse der festangelegten Gelder reichen genau aus, um die beiden neuen Mitarbeiter nach EG 13 TVöD zu entlohnen (queer.de berichtete). "

2.
"Beide Positionen sind auf zwei Jahre befristet."

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!


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#5
12.09.2014
14:56:11


(+2, 2 Votes)

Von Harry1972
Aus Bad Oeynhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.02.2013


Da werden sich doch sicher zwei kluge und engagierte Menschen finden lassen.

Interssant auch, dass sofort Null43 aus seinem Loch gekrochen kam, um Zweifel zu sähen, zum Glück aber ebenso schnell ausgehebelt wurde.


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#6
12.09.2014
15:32:12


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Wäre das nicht ein Job für Eva Brunne, Liz Mohn, Friede Springer und Volker Beck?


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