Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22280

Die Unitarier schmücken ihre Kirche in Boston zum CSD mit Regenbogenfahnen (Bild: Kay Rhodes / flickr / by-sa 2.0)

Wenn es darum geht, Homosexuelle generell als schlechte Menschen darzustellen, sind Kirchen immer ganz vorne dabei. Die Lage hat sich aber in den letzten Jahren verbessert – mit einer Ausnahme.

Schwule und Lesben werden in amerikanischen Religionsgemeinschaften mehr akzeptiert als noch vor wenigen Jahren. Das ist das Ergebnis einer Studie der Duke University aus North Carolina unter Führung des Religionswissenschaftlers und Soziologen Mark Chaves. Demnach akzeptierten im Jahr 2012 insgesamt 48 Prozent der Gemeinden Homosexuelle als gleichberechtigte Mitglieder. Bei einer vorherigen Befragung aus dem Jahr 2006/07 hatten nur 37 Prozent diese Frage mit Ja beantwortet.

Auch Führungspositionen werden Homosexuellen eher anvertraut, auch wenn die Zahlen hier noch weit niedriger liegen: 2012 gaben 26 Prozent der Gemeinden an, dass Schwule und Lesben jede Position in der Glaubengemeinschaft halten dürften. 2006/07 waren es nur 18 Prozent.

Insgesamt hatten die Forscher 1.331 führende "Schlüsselpersonen" aus Kirchen, Moscheen, Tempeln, Synagogen und anderen Gotteshäusern befragt.

Katholische Kirche wird noch intoleranter

Nur eine einzige Glaubensgemeinschaft wurde der Studie zufolge intoleranter gegenüber Homosexuellen: die katholische Kirche. Als möglichen Grund nannten die Autoren "negative Auswirkungen von der Kindesmissbrauchskrise, weil manche Leute diese mit Homosexualität in Verbindung bringen". Auch konservative weiße Protestanten zeigten kaum Veränderungen in ihrer Ablehnung von Homosexuellen.

Demgegenüber zeigten sich insbesondere schwarze protestantische Kirchen, weiße liberale Kirchen und nichtchristliche Glaubensgemeinschaften offener. Die Autoren sprachen von einer "bemerkenswert großen Veränderung in einem Zeitraum von nur sechs Jahren".

Kirchen folgen gesellschaftlichem Trend

"Die zunehmende Akzeptanz von Schwulen und Lesben ist ein sehr bekannter Trend in Amerika", erklärte Autor Chaves in einer Pressemitteilung. "Die Kirchen sind dabei keine Ausnahme".

Die Studie fand auch heraus, dass es weniger rein weiße oder schwarze Kirchen in den USA gibt. Außerdem würden Gottesdienste formloser abgehalten, auch würden die Gemeinden im Durchschnitt kleiner werden.

Die Studie ist bereits online (PDF). Sie soll außerdem im Dezember im Fachmagazin "Journal for the Scientific Study of Religion" veröffentlicht werden. (dk)



#1 J-eyeAnonym
  • 12.09.2014, 12:49h

  • Jaja, da sag nochmal einer unter dem toleranten, bescheidenen und offenherzigen Papst Franziskus werde alles besser... das einzige was bei ihm anders ist, ist seine Heuchlerei: Während seine Vorgänger ihre Meinung offen kundtaten, handelt er still und heimlich. Und genießt damit ein tolles Ansehen. Schade, dass so viele darauf hereinfallen... :(
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SebiAnonym
  • 12.09.2014, 12:54h
  • "mit einer Ausnahme"
    "Katholische Kirche wird noch intoleranter"

    Die katholische Kinderschänder-Sekte wird sich niemals ändern...

    Dieser machtgeile, geldgeile Konzern ist eine Gefahr für die Demokratie.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 marekAnonym
  • 12.09.2014, 12:59h
  • Die katholische Kirche will eine finale Schlacht schlagen, in der Hoffnung wieder zu mittelalterlicher Allmacht zurückzukehren.

    Die werden sich niemals mit demokratischen und rechtsstaatlichen Grundprinzipien abfinden, weil sie eine Gefahr für deren Geschäftsmodell sind.

    Die katholische Kirche will uns vernichten. Aber das wird ihnen nicht gelingen...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 FinnAnonym
#5 Oliver43Anonym