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Matt McCormick und Travis McIntosh tun das, was vielen Schwulen in der Welt verwehrt ist

Heterosexuelle Kumpel haben sich in Neuseeland das Ja-Wort gegeben, um eine Reise zur Rugby-WM zu gewinnen. Homo-Aktivisten sind nicht begeistert.

Zwei heterosexuelle Männer haben am Freitagmorgen in Neuseelands größtem Stadion vor 80 Freunden und Familienmitgliedern geheiratet. Der 23-jährige Maschinenbaustudent Travis McIntosh und der 24-jährige Lehrer Matt McCormick gaben sich im Eden Park in Auckland nicht aus Liebe das Ja-Wort, sondern weil sie damit das Gewinnspiel eines Radiosenders für sich entscheiden wollen. Sie hatten sich beworben und mussten als "Mutprobe" den Hafen der Ehe einlaufen. Die Zeremonie wurde live übertragen. Als Preis winkt ihnen eine Reise zur Rugby-WM, die kommendes Jahr in England stattfinden wird.

Der Sender "The Edge" hatte den Wettbewerb unter dem Namen "Love You Man" im August gestartet. Er suchte dabei nach zwei langjährigen Kumpel, die ihre Liebe zum Rugby-Sport beweisen sollten. Der Sender erhielt eigenen Angaben zufolge 200 Bewerbungen und wählte schließlich McIntosh und McCormick aus. Die beiden hatten sich im Alter von sechs Jahren in einem Rugbyclub kennnengelernt und sind seither beste Freunde.

Neuseeland hatte im vergangenen Jahr die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Eine große Mehrheit der Bevölkerung unterstützte diesen Schritt.

Kritik von LGBT-Aktivisten

LGBT-Aktivisten kritisierten die Hochzeit und warfen dem Radiosender und den beiden Neu-Ehemännern vor, sich über die Institution Ehe lustig zu machen: "Mit diesem Wettbewerb soll gezeigt werden, dass man sich über heiratende Männer lustig machen kann", erklärte Joseph Habgood von der Gruppe "Legalise Love". Er verwies darauf, dass Schwule und Lesben in Schulen immer noch einem großen Ausmaß an Mobbing ausgesetzt seien. Homosexualität nur als Witz zu präsentieren, würde dieses Mobbing noch verstärken, so Habgood. Die Gruppe "Queer Support" nannte die Hochzeit eine "Beleidigung für alle, die für die Ehe-Öffnung gekämpft haben".

Das Neu-Ehepaaar weist diese Vorwürfe zurück: "Wir wollen niemanden beleidigen. Wir wollen unser eigenes Ding machen", erklärte McIntosh gegenüber der "Otago Daily Times". "Wir zeigen nur, wie weit zwei Kumpel gehen, um zur Rugby-WM zu reisen." (dk)



#1 FOX-NewsAnonym
  • 12.09.2014, 16:24h

  • Ich finde der Gesetzgeber oder die Judikative sollte das als Scheinehe interpretieren und die Ehe für ungültig erklären. Das zieht die Bemühungen in den Dreck.

    Der Radiosender und die Männer sollten sich schämen
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#2 FloriAnonym
  • 12.09.2014, 16:49h

  • Man sollte denen sagen dass es sich für eine Homo-Ehe gehört den ehelichen Pflichten nachzukommen.
    Dies wird von einer schwulen Jury als Publikum überprüft, sonst gibt es keine Tickets.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 Sven89Anonym
#5 barrowAnonym
  • 12.09.2014, 19:29h

  • Ich persönlich habe überhaupt kein Problem damit und denke eher, dass solche Aktionen die Toleranz fördern. Es geht den beiden nicht um irgendwelche Rechte, aber sie zeigen einfach, dass nichts verwerfliches daran ist. Sich über solche Dinge aufzuregen kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt durchaus wichtigeres. Zum Beispiel warum wir hier in Deutschland nicht heiraten können *hust Christdemokraten hust*
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#6 ThorinAnonym
#7 MurkyAnonym
#8 Baer2014Anonym
  • 12.09.2014, 23:20h

  • Das geht in die Richtung von dem Hollywoodstreifen wo Adam Sandler den Dicken aus King of Queens ehelicht um an eine Versicherung ranzukommen... Der Film war teilweise lustig, das was diese beiden blokes da abziehen ist es m.E. nicht.

    Typisches Heteroverhalten, sich was unter den Nagel zu reißen was für uns bestimmt war/ist um einen Vorteil daraus zu ziehen.

    Seit es bei uns die Lebenspartner gibt habe ich beobachtet, daß in den Medien aber auch im Alltag immer mehr Heteras und Heteros ihr gegengeschlechtliches Gspusi in einer wilden Ehe als "Lebenspartner" bezeichnen - anstatt Lebensgefährte(-in) zu sagen, wie das jahrzehntelang üblich war.

    Psychologisch würde ich einen extremen Neidkomplex vermuten. Wenn mir sowas persönlich begegnet, dann frage ich meistens ganz frech, wer von den beiden denn eine Geschlechtsumwandlung plant (grins) um die Benutzung des Begriffs zu rechtfertigen?

    Sollten diese zwei Kerle allerdings Schrankschwestern sein... dann könnte ihnen nicht mal mehr Sigmund Freud helfen, wenn der noch leben würde.

    Eine Absurdität jagt die nächste. Theoretisch könnte sich ja auch der Papst verpartnern lassen, das Zölibat bedeutet ja nur "Ehe"losigkeit - ich hör auf, sonst hol ich mir noch den gallopierenden Schwachsinn, der sich anscheinend überall ausbreitet.
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#9 ploccosonEhemaliges Profil
  • 13.09.2014, 01:36h

  • Ich kann die Kritik nur schwer nachvollziehen.
    Wie bereits erwähnt, fördert sowas doch die Toleranz und man zeigt, dass man die Homo-Ehe nicht verwerflich findet. Wenn ein homosexueller Mann eine heterosexuelle o. homosexuelle Frau heiraten darf oder kann (aus welchen Gründen auch immer), dann dürfen zwei gleichgeschlechtliche Heterosexuelle auch heiraten. Es ist doch toll, dass dir Ehe so flexibel ist. Ob es nun Liebe, steuerliche Vorteile oder Rugby-Tickets sind ...
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#10 HabukazProfil
  • 13.09.2014, 07:45h
  • Bei diesem Hochzeitswettbewerb waren ausschließlich heterosexuelle Männer zugelassen.

    Die Neuseeländern haben nicht für Eheöffnung gekämpft, damit diese Leute Wettbewerbe gewinnen können.

    Wir können wegen der CDU immer noch nicht heiraten. Überall auf der Welt kämpfen Homosexuelle um ihr Recht zu heiraten.
    Für diese zwei Idioten und den Radio-Sender ist das ganze nur ein Scherz.
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