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  • 16.09.2014           45      Teilen:   |

Schweiz: Polizist drohte einst in Rapsong mit Tötung Homosexueller

Artikelbild
Früher ein halbstarker Rapper, heute mit Gewaltmonopol im Dienste der Basler Polizei. Hier ist er im Video zu "Mein Vaterland" zu sehen

Harmlose Jugendsünde oder eine echte Gefahr? Ein Polizist in Basel versuchte sich einst als homophober Rapper mit Gewaltfantasien.

Der schweizerische Staatsschutz interessiert sich nach Informationen der "Basler Zeitung" für einen Polizisten, der in der Vergangenheit als Rapper AZO gewaltverherrlichende Videos veröffentlicht hat, in dem er unter anderem Schwulen mit der Erschießung droht. Der Mann, der bei der Kantonspolizei Basel-Stadt arbeitet, bedauert nach Angaben der Behörden inzwischen den Inhalt seiner Songs und bezeichnete sie "als eher unreif". "Aus diesem Grund hat er die Videos auch von allen ihm zugänglichen Accounts gelöscht", erklärte ein Sprecher der Justizbehörde in Basel.

Allerdings ist mindestens ein Lied mit dem Titel "Mein Vaterland" nach wie vor auf Videoplattformen aufrufbar. Darin beklagt sich der Mann über den Krieg in seinem Herkunftsland Bosnien-Herzegowina und droht Gegnern mit Vergeltung.

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Schwule sollen "Blei schlucken"

Laut der "Basler Zeitung" enthalten mehrere andere Lieder des Beamten gewaltverherrlichende Inhalte. In einem Song spricht er etwa mit einem beleidigenden Wort einen Schwulen an und rappt: "Sag ein falsches Wort, und du wirst vor mir heute noch Blei schlucken." Im gleichen Lied fordert er einen Homosexuellen zur Übergabe von Geld auf und droht ihm anderweitig Gewalt an.

Auch andere für einen Polizisten problematische Texte finden sich auf den Rapsongs – etwa die Verherrlichung von Kokain oder sexistische Inhalte.

Der Mann hat die Videos privat gedreht, als er gerade eine Lehre als Automechaniker absolvierte. Damals war er für Polizeiautos mitverantwortlich. Die Leitung der Polizei habe schon zu dieser Zeit von den Videos gewusst, so die Zeitung. Von den Behörden sei das damals als jugendliche Übermut bewertet worden.

Es bestehe aber nach Ansicht der Polizei nicht die Gefahr, dass der Polizist Kroaten oder Homosexuelle im Dienst benachteilige. In der Ausbildung habe er gelernt, "die "Pflichten ohne Ansehen der Person, vorurteilsfrei und unbestechlich, nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen", wie es das Polizeigesetz verlange. (dk)

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Tags: schweiz, polizei, rap, basel
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Reaktionen zu "Schweiz: Polizist drohte einst in Rapsong mit Tötung Homosexueller"


 45 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
16.09.2014
15:31:25


(-9, 21 Votes)

Von Adami
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und in Berlin soll ein intensivtäter Polizist werden.

Link zu www.tagesspiegel.de

Solche Aktionen untergraben den Glaube an die Rechtsstaatlichkeit.
Wie soll ein Opfer eines Intensivtäters akzeptieren können, dass gleicher Täter nun in offizieller Funktion als Ordnungshüter vor einem steht.


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#2
16.09.2014
15:39:28
Via Handy


(+7, 13 Votes)

Von Baee2014


Die Schweiz ist ein seltsames Land, mal sehen was passiert wenn dem sein "jugendlicher Übermut" sich irgendwann doch im Dienst manifestiert... dann wird das Geschrei groß sein und irgend jemand liegt auf der Intensivstation oder auf dem Friedhof?

Früher hat man Schwule und Lesben radikal aus dem Staatsdienst entfernt (völlig zu Unrecht) - Leute mit rechter Gesinnung vom Staatsdienst fernzuhalten, ist das wirklich so schwer?

Viele Hetzer und Hasser trauen sich heute nicht mehr offen gegen uns Front zu machen (besonders nicht in den oberen Rängen der Beamtenschaft) - aber Leute wie diesen Azo zu schützen, das tun sie mit Inbrunst.


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#3
16.09.2014
15:51:13
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von Baer2014
Antwort zu Kommentar #1 von Adami


#Adami

Das geht in die gleiche Richtung wie in der Schweiz.

Wenn man CDU-nah ist (wie hier der Fall) dann genießt man anscheinend Privilegien. Das kann's doch wohl nicht sein???


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#4
16.09.2014
15:55:35
Via Handy


(+3, 9 Votes)

Von Baer2014
Antwort zu Kommentar #2 von Baee2014


So Leute, es ist soweit - ich kann nicht mal mehr meinen nickname richtig schreiben... ich diagnostiziere "akute, überhastete Kommentaritis" bei mir selbst und verabschiede mich bis heute nacht (grins und sorry).


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#5
16.09.2014
16:10:54


(+5, 7 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Natürlich kann man das als jugendlichen Leichtsinn bezeichnen und man es auch Weiterentwicklung nennen.Schön wenns war ist,aber als "Betroffener" hört man schon etwas anders hin und kann seine Zweifel haben!

Habe gerade in einer schweizer Zeitung die Comments gelesen,da ist eher positive Zustimmung zu lesen!


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#6
16.09.2014
16:21:48


(-9, 17 Votes)

Von Adami
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Baer2014


Habe ich was verpasst?
Wie kommst du auf CDU nah und auf was bezogen?


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#7
16.09.2014
16:30:36


(+5, 13 Votes)

Von untergraben
Antwort zu Kommentar #6 von Adami


Bestimmt wegen Wimmer. Der Willy äußerte sich zu bewaffneten Formationen in Europa.

Link zu www.jungewelt.de


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#8
16.09.2014
16:34:12


(+5, 15 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Adami


""Und in Berlin soll ein intensivtäter Polizist werden.""..

Warum nicht ?

Die Rolle des Jan Fedder alias Dirk Matthies im Großstadtrevier läuft seit 1991 nach genau dem Plot..


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#9
16.09.2014
16:39:25


(-8, 18 Votes)

Von GeorgG


Wenn Fadi Saad, ein ehemaliger Intensivtäter mit palästinensischem Hintergrund in Berlin Polizist werden kann, sollte es auch für einen homophoben Schweizer Rapper in Basel möglich sein - oder?


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#10
16.09.2014
16:44:14


(+10, 16 Votes)

Von black out
Antwort zu Kommentar #6 von Adami


Der Schäuble ist doch auch Intensivtäter im Umfeld der Rechtsbeuger um Kohl.

Link zu www.welt.de


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