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Der mutmaßliche Täter Zhou Youping ist Ende August getötet worden

In China ist ein 42-jähriger Sänger hingerichtet worden, weil er bei Sex-Spielen sechs Männer umgebracht haben soll.

Die Exekution von Zhou Youping hatte sich bereits am 29. August im südchinesischen Changsha ereignet, wie die "Xiaoxiang Morning Post" am Dienstag berichtete. Damit wurde das Urteil eines Gerichts vom März 2011 umgesetzt.

Zhou hatte nach Ansicht des Gerichts seit September 2009 "Sklaven" für sadomasochistische "Asphyxiophilie"-Spiele gegen Bezahlung gesucht. Bei dieser Praxis wird die Atmung aus sexueller Lust kurzzeitig erschwert oder unterbrochen. Der Täter habe es dem Gericht zufolge genossen, den Opfern bei diesem Spiel zuzuschauen. Er habe die Partner, die sich mit einem Strick aufgehängt hatten, danach nicht befreit, so dass sie erstickten. Die Polizei fand zwischen dem 11. Oktober und dem 26. November 2009 insgesamt sechs Leichen. Die Opfer waren zwischen 23 und 40 Jahre alt.

Der Angeklagte habe gegenüber der Polizei gestanden, dass er für die Tode verantwortlich ist, heißt es in chinesischen Medienberichten. Er habe seine Opfer nach Ansicht des Gerichts am Strick sterben lassen, nachdem er mehrmals von bezahlten Sex-Partnern betrogen worden sei. Den ersten Mann habe er getötet, weil er ein positives HIV-Testergebnis in dessen Tasche gefunden habe. Eine anderer Mann musste sterben, weil er nach Ansicht des Angeklagten zu viel Geld für den sexuellen Akt verlangte – umgerechnet rund 630 Euro.

Vor dem Gerichtsverfahren hatte Zhou in einem Interview mit einer Lokalzeitung allerdings abgestritten, die Opfer aus Absicht getötet zu haben. Er sagte demnach: "Ich wollte sie nicht töten, es war nur ein Spiel". Allerdings erklärte die Zeitung, dass sechs "Unfälle" hintereinander sehr unwahrscheinlich seien.

Mit geschätzt über 3.000 Exekutionen pro Jahr richtet die Volksrepublik China mehr Menschen hin als der Rest der Welt zusammen. (cw)



#1 GeorgGAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 FuZZZynessAnonym
#4 Baer2014Anonym
  • 17.09.2014, 23:00h

  • Hierzu einen Kommentar zu schreiben fällt mir sehr schwer. Mir fällt der schwule Serienkiller Jeffrey Dahmer ein, der zu 16fach lebenslanger Haft verurteilt wurde, weil er 16 Männer und Jungen auf kannibalische Art und Weise ermordet hatte. Er wurde 1994 von einem Mithäftling in der Haft erschlagen.

    Und da kommen bei mir Erinnerungen hoch. In der Zeit wo das passierte hab ich mir jegliches cruising verkniffen für etwa 3-4 Jahre, weil ich unterschwellig in Panik war, ich könnte einem solchen Serienkiller in die Hände geraten. Ich hatte da schon drei feste Beziehungen von jeweils zwei Jahren hinter mir und war eigentlich bereit mir einen neuen Freund zu suchen aber auch das verkniff ich mir. Ich hab dann erst 1998 wieder mit One-Night-Stands angefangen.

    Aus verschiedenen Aspekten (auf die hier einzugehen zu lange dauern würde) bin ich ein Gegner der Todesstrafe. Allerdings mit der Ausnahme Völkermord (Nürnberger Prozesse, Todesurteile gegen Naziverbrecher, KZ-Aufseher etc.).

    Und natürlich auch deshalb, weil Staaten wie der Iran, schwule Männer hinrichten laßen nur weil sie schwul sind.

    Ich glaube, daß man, wenn man mal anfängt die Todesstrafe zu fordern, ein "Faß ohne Boden" öffnet und mein stärkstes Argument ist die Gefahr Unschuldige hinzurichten, das dies immer wieder passiert halte ich für gut dokumentiert.

    So und jetzt werde ich unlogisch (weil ich auch nur ein Mensch mit Emotionen bin). Bin ich froh, daß Jeffrey Dahmer damals von diesem Mithäftling erschlagen wurde? Ja ich bin es!

    Bin ich froh, daß der chinesische Staat diesen Serienkiller hingerichtet hat? Nein, ich bin nicht froh!

    Und für meine erste Antwort schäme ich mich.

    Mein Mitgefühl gilt den Freunden, Lovern und Angehörigen der ermordeten chinesischen Männer.

    Als schwule Männer müssen wir damit leben, daß es bei uns so etwas auch gibt und womöglich wieder geben wird, was unsere "Normalität" beweist. Wir sind letztlich nicht besser als Heteros aber mit Sicherheit auch nicht schlechter - wir sind gleichwertig.
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#6 Vater
  • 18.09.2014, 21:34h
  • Ich lehne die Godesstrafe strikt ab - ohne Wenn und Aber...

    ...aber wenn man in einem Land, in welchem die Todesstrafe existiert sechs Menschen tötet, darf man sich über ein solches Urteil nicht wundern.

    Die Begründung (Unfall) ist ja wohl selten dämlich.
    Sowas passiert niemandem versehentlich ein zweites Mal.

    Den sechsten Toten immer noch mit einem angeblichen Unfall zu entschuldigen, ist fast schon grotesk.
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#7 von vonAnonym