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  • 19.09.2014           8      Teilen:   |

Chaos bei Eröffnungsveranstaltung

St. Petersburg: Angriff auf queeres Kulturfestival

Artikelbild
Witali Milonow begehrte mit seiner Schlägertruppe Einlass

Orthodoxe Aktivisten störten den Auftakt des Queer Culture Festivals. Mit dabei: Der Abgeordnete Witali Milonow.

In St. Petersburg hat am Donnerstag das sechste International Queer Culture Festival begonnen. Trotz erheblicher Schwierigkeiten nahmen rund 160 Personen, darunter Botschaftsangehörige einiger EU-Staaten und der USA, an der Eröffnung teil.

Bereits rund 90 Minuten vor Beginn hatte der ursprüngliche Veranstaltungsort seinen Mietvertrag zurückgezogen; angeblich, weil durch Struktur-Mängel im Eingangsbogen ein Einsturz des Gebäudes drohte. Am neuen Veranstaltungsort wurden dann von orthodoxen und nationalistischen Aktivisten Türen und Fenster mit homophoben Plakaten zugekleistert und mit Farbe beworfen.

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Angriffe mit Farbe und Gas

Rund 20 Homo-Gegner, darunter auch bekannte Anti-CSD-Aktivisten aus Moskau, griffen auch die Besucher der Veranstaltung an und besprühten sie mit Farbe und einem übel riechenden Gas. Der Sicherheitsdienst des Veranstaltungsorts konnte die Besuch jedoch schnell in die Räumlichkeiten zerren.

Dem St. Petersburger Stadtrat Witali Milonow, verantwortlich für das lokale Gesetz gegen Homo-"Propaganda", wurde offenbar mit einigem körperlichen Einsatz der Einlass verwehrt. Er hatte früher oft entsprechende Veranstaltungen gestört und dabei unter anderem überprüft, ob Minderjährige anwesend sind.

Die Polizei, die laut Angaben der Teilnehmer professionell reagierte, nahm Aussagen zu den Angriffen auf. Auch der Ombudsmann der Stadt für Menschenrechte bat die Teilnehmer, die Vorfälle penibel zu dokumentieren.

Das Kulturprogramm, das aus Diskussionsbeiträgen, Konzerten, einer Fotoausstellung und zahlreichen sozialen Events besteht, läuft noch bis zum 28. September. Inzwischen hat auch der zweite Veranstaltungsort seinen Mietvertrag gekündigt, für viele Events müssen neue Orte gefunden werden. (nb)

Youtube | Ein Video der Eröffnungsveranstaltung
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Tags: russland, st. petersburg, witali milonow
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Reaktionen zu "St. Petersburg: Angriff auf queeres Kulturfestival"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
19.09.2014
15:15:09


(+5, 13 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Und wieder zeigen Christen ihre wahre hässliche Fratze.


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#2
19.09.2014
15:18:01


(+6, 8 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Wie brav die Russen sind, vorauseilender Gehorsam nennt man das , wenn plötzlich alle gemieteten Räumlichkeiten einsturzgefährdet sind. Naja, was man von diesem pädophilen rothaarigen Stück Scheiße halten kann, ist ja hinreichend bekannt.


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#3
19.09.2014
18:10:11


(+9, 11 Votes)

Von Gerhard


Orthodoxen muss man boxen.

:D


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#4
19.09.2014
20:03:08


(+8, 10 Votes)

Von Hugo


"Inzwischen hat auch der zweite Veranstaltungsort seinen Mietvertrag gekündigt, für viele Events müssen neue Orte gefunden werden."

Das ist putins "Ehrlichkeit". Er diskriminiert nicht, da lachen doch sämtliche Hühner.


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#5
19.09.2014
22:40:41


(+7, 9 Votes)

Von sperling


>"Die Polizei, die laut Angaben der Teilnehmer professionell reagierte, nahm Aussagen zu den Angriffen auf. Auch der Ombudsmann der Stadt für Menschenrechte bat die Teilnehmer, die Vorfälle penibel zu dokumentieren."

ein winziger hoffnungsschimmer in diesem düsteren szenario. andererseits: eigentlich schlimm genug, dass man sich über solche dinge schon freut, die doch eigentlich selbstverständlich sein sollten.

ich ziehe jedesmal in gedanken meinen hut, wenn ich von aktivist_innen lesen, die unter solchen bedingungen weitermachen. ich weiß nicht, ob ich zäh genug dafür wäre.


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#6
19.09.2014
23:26:42


(+6, 6 Votes)

Von Putinskaia


Ey Witali Milonow , vor was hast Du Angst? Ich weiß, Ängste gehören zum Leben. Doch sie können außer Kontrolle geraten und krankhaft werden wie bei Dir. Du könntest doch mal mit Deiner Schlägertruppe eine Gruppentherapie machen? Gruppentherapie kann als eine äußerst wirksame Form der Selbsterfahrung helfen. Mein Antiaggressionstrainig hat mir auch geholfen. Schließlich hab ich meinen Judo-Kurs abgebrochen und lauf auch nicht mehr mit nacktem Oberkörper in der Gegend herum.


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#7
20.09.2014
00:52:06
Via Handy


(+7, 7 Votes)

Von Baer2014
Antwort zu Kommentar #5 von sperling


#sperling

Russ(inn)en sind extrem toughe Leute, erlebe das seit langem mit ArbeitskollegInnen. Und das gilt mit Sicherheit auch für LGBT-Russen.

Als ich den Artikel über queerTango gelesen habe und deren Flashmob-Aktionen in der U-Bahn, da hab ich innerlich auch den Hut gezogen.

Könnte mir vorstellen, daß Putin irgendwann in der Öffentlichkeit (Leibwächter sind auch nicht perfekt) mal einen Faustschlag ins Gesicht kassiert, am besten von einer Lesbe (weil dann seine angebliche Männlichkeit noch mehr beschädigt wird). Verdient hätte er es.


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#8
20.09.2014
09:26:29


(+7, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Bei solchen Aktionen darf man sich nicht wundern, wenn Menschenrechtsaktivisten wie Pussy Riot in den Orthodoxen Kirchen Konzerte geben!


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