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Das Filmhaus Huber in Bad Wörishofen hat sich dem anspruchsvollen Film verschrieben. Eine Gedenktafel erinnert an Rainer Werner Fassbinder, der in der Kneippstadt geboren wurde

Jubiläum im Allgäu: Für das GSC-Filmfest vom 8. und 9. November hat am Sonntag der Vorverkauf begonnen.

Der Gay Summit Club (GSC) ist eigentlich eine schwule Wander- und Freizeitgruppe, aber schon früh wollten die Allgäuer mehr. Und so öffnet sich im November zum zwanzigsten Mal der Vorhang für das GSC-Filmfest. Nach den ersten Jahren in Immenstadt ist nun schon lange Bad Wörishofen Domizil dieses ganz besonderen Festivals.

Seither steht dem GSC mit Kinobetreiber Rudolf Huber ein bewährter und umtriebiger Kooperationspartner zur Seite. Ihm ist es beispielsweise zu verdanken, dass die Erinnerung an einen berühmten Sohn der Kneippstadt wachgehalten wird: an Rainer Werner Fassbinder.

Das Filmtheater der Kurstadt vermittelt optisch den gepflegten Charme der Wirtschaftswunder-Jahre. Technisch jedoch glänzt das Traditionshaus mit modernster digitaler 4K-Projektion. Daher bedurfte es einiger Überredungskunst, Kinomann Huber für einen Klassiker aus dem Jahr 1988 zu begeistern.

Im Programm: "Das Kuckucksei", "Rosie" und "Pride"


Schwule Präsenz zeigen im ländlichen Raum: Flyer zum Jubiläumsfestival

"Wir wollten den wundervollen Film 'Das Kuckucksei' unbedingt ins Jubiläumsprogramm nehmen, die ideale Reminiszenz an unsere Anfänge. Aber leider gibt's den nur noch auf einer einzigen, deutsch synchronisierten 35-mm-Kopie. Rudolf war erst überhaupt nicht begeistert, den alten 50er-Jahre-Projektor im Vorführraum nochmal anzuwerfen", lacht Michael Scharpf vom GSC. Kollege Reinhard Scholl ergänzt: "Aber er hat uns immer schon viel Freiheit bei der Programmgestaltung gelassen und schließlich zugestimmt."

Außerdem im Programm sind der Schweizer Film "Rosie" über einen Berliner Schriftsteller, der in sein Heimatkaff zurückkehrt (queer.de berichtete), sowie die britische Komödie "Pride", die eine wahre Geschichte aus der Thatcher-Ära erzählt: Lesbisch-schwule Aktivisten solidarisieren sich mit streikenden Bergarbeitern (queer.de berichtete).

Warum die Veranstaltung jeweils in kurzer Zeit ausverkauft ist? "Weil dieses Festival anders ist! Hier werden nicht einfach nur Filme abgespult", sagen Michael und Reinhard unisono. Es wird vor allem besonderer Wert darauf gelegt, den Tag als gesellschaftliches Ereignis zu zelebrieren, der noch lange nachklingt.

Kino-Erlebnis mit Sektempfang und Schwuhplattlern

So steht am Anfang ein Sektempfang – zur Einstimmung und zum ersten Kennenlernen. Anschließend wartet ein mehrstündiges Filmprogramm auf die Besucher, unterbrochen von großzügig bemessenen Pausen zur Stärkung und zum Plaudern. Kein Filmfest auch ohne das schon legendäre Kuchenbuffet mit rund 30 selbst gebackene Torten und Kuchen. Eine warme Mahlzeit kommt ebenso auf den Tisch. "Natürlich auch in einer vegetarischen Variante", wie Reinhard betont, der seit 1996 – und damit von Anfang an – dabei ist.

Prominente Gäste runden das Programm ab. So konnten etwa die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth (Grüne) und Bürgermeister Paul Gruschka (Freie Wähler) als Schirmherr-Duo gewonnen werden. Darüber hinaus kommt Marcel Gisler, Regisseur des Films "Rosie", nach Bad Wörishofen. Für die Freunde gestandener Mannsbilder wird eine Abordnung der Trachten- und Volkstanzgruppe Schwuhplattler auftreten.

"Uns ist es wichtig, gerade im ländlichen Raum Präsenz zu zeigen", sagen die Organisatoren vom GSC. Deshalb arbeitet man schon lange mit Kurverwaltung und lokaler Presse zusammen, um das Filmfest in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Das GSC Filmfest ist inzwischen fester Bestandteil des umfangreichen Kulturprogramms der Kneippstadt geworden.

Am Sonntag hat der Vorverkauf begonnen. (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.09.2014, 09:11h
  • Wow, das es sowas in der Heimatstadt des in ganz Deutschland bekannten Sebastian Kneippm, nach dem ein bekanntes Gebiet der Medizin benannt wurde, gibt!
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#2 audi5000Profil
#3 LangsamLangsamEhemaliges Profil
#4 audi5000Profil
  • 22.09.2014, 16:50hlindau
  • genau deshalb, aber samstags ist damit ab 19 uhr auch schluss weil dann bus 24 uhr das ganze bad fkk ist. da mussen dann familien auch raus
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#5 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 23.09.2014, 13:15h
  • Antwort auf #4 von audi5000
  • Sehr gute Entscheidung der Therme Bad Wörrishofen. Thermen sind ja, heute, zu Spaßbädern mutiert. Mit "Römischer Badekultur" aus dem 1 Jahrhundert, nach Christi hatte das ja nichts mehr zu tun. Hatte es eh nicht, aber ich verband "Therme" immer mit Relaxen, Spa und solchen Sachen. OK, die obligatorische Bar im Wasser, gab es auch bei den Römern nicht, aber meine Ruhe ist mir heilig. Erding, der Horror.
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#6 audi5000Profil