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Die Regenbogenfahne gehört inzwischen wie Hamburger und Apfelkuchen zu Amerika (Bild: Ted Eytan / flickr / by-sa 2.0)

Neue Daten der US-Statistikbehörde zeigen einen schnellen Anstieg der gleichgeschlechtlichen Ehen. Verheiratete Homo-Paare sind demnach reicher, gebildeter und kinderärmer als ihr heterosexuelles Pendant.

Das "US Census Bureau", die amerikanische Statistikbehörde, schätzt die Zahl der verheirateten schwulen und lesbischen Paare im Jahr 2013 auf 252.000. Homo-Paare machen damit knapp ein halbes Prozent aller amerikanischen Ehen aus. Mit den am Freitag veröffentlichten Daten leben erstmals mehr als eine halbe Million Menschen in den USA in gleichgeschlechtlichen Ehen. Im Jahr zuvor hatte die Behörde die geschätzte Zahl der gleichgeschlechtlichen Ehen noch mit 182.000 angegeben.

Die Statistikbehörde gab auch an, dass Homo-Paare im Schnitt besser gebildet sind als heterosexuelle Ehe-Paare. So hat rund jeder Dritte in einer gleichgeschlechtlichen Ehe einen Bachelor-Abschluss, bei Hetero-Paaren ist es weniger als jeder Vierte. Einen Gehaltsvorteil haben der Statistik zufolge aber nur schwule Paare, während Lesben auf einer Stufe mit Heterosexuellen stehen: Männlich-homosexuelle Ehepaare haben demnach ein Durschnittshaushaltseinkommen von über 130.000 Dollar im Jahr. Bei heterosexuellen Paaren oder lesbischen Ehepaaren liegt die Zahl bei nur knapp über 100.000 Dollar.

Die Statistik zeigt zudem, dass einer von zehn Homosexuellen in sogenannten "gemischtrassigen" Ehen lebt – der Anteil liegt fast doppelt so hoch wie bei Heteros.

Weniger Kinder in gleichgeschlechtlichen Ehen

In gleichgeschlechtlichen Ehen leben weit weniger Kinder als bei Heterosexuellen: Während 40 Prozent der Mann-Frau-Ehen Kinder aufziehen, kommt dies nur bei jedem vierten lesbischen Paar und jedem fünften schwulen Paar vor. Anders als in Deutschland werden in den USA gleichgeschlechtliche Paare im Adoptionsrecht weitgehend gleich behandelt wie Heterosexuelle und können auf weitere legale Methoden wie künstliche Befruchtung oder eine Leihmutterschaft zurückgreifen, die hierzulande verboten sind.

Auch wenn es immer mehr gleichgeschlechtliche Ehen gibt, nimmt der Anteil der verheirateten Bevölkerung ab: Er lag 2013 bei 50,3 Prozent. In den Sechzigerjahren waren noch über 70 Prozent im Hafen der Ehe eingelaufen.

Als erster US-Staat hatte ein Gericht in Massachusetts Ende 2003 die Öffnung der Ehe angeordnet (queer.de berichtete). Inzwischen dürfen Homo-Paare in 19 der 50 Bundesstaaten sowie in der Hauptstadt Washington D.C. heiraten. Derzeit finden in allen anderen Verbotsstaaten Gerichtsverfahren gegen die Verweigerung des Eherechts für Schwule und Lesben statt. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs könnte 2015 gefällt werden. (dk)



#1 NicoAnonym
  • 22.09.2014, 14:59h

  • Toll, dass so viele das wahrnehmen. Je mehr, desto mehr wird den Kritikern der Wind aus den Segeln genommen.
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#2 Sabelmann
#3 Robby69Ehemaliges Profil
  • 22.09.2014, 15:01h
  • Da soll noch mal eine gewisse Klemmschwester behaupten, dass angeblich so gut wie keine Schwulen und Lesben heiraten wollen. - Diese Statistik belegt eindeutig das Gegenteil - sprich DASS verdammt viele heiraten wollen. Grins...
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#4 ClementineAnonym
#5 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 22.09.2014, 15:46h
  • Antwort auf #3 von Robby69
  • Vielleicht gibts dort auch so eine Art Ehegatten-Splitting. Oder einen anderen steuerlichen Vorteil für Verheiratete, gegenüber Lebens-Gemeinschaften. Freiwillig einmal lebenslänglich, kann ich mir nicht vorstellen.
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#6 Laurent
#7 marktAnonym
#8 jhgkAnonym
  • 22.09.2014, 16:50h
  • Aber alle gut gebildet ? Wohl kaum.Es gibt auch viele LGBT's die eine Behinderung haben. Dasselbe gilt für alle anderen Minderheiten auch(Minority Stress) und mehr Einkommen ?Nein. Also ich kenne nur LGBT's die entweder arbeitslos sind oder gerade so was verdienen.Außerdem gibt es auch viele Obdachlose LGBT's. Und kinderlos? Kein Wunder, wenn manche Homosexuelle glauben , sie seien dazu erschaffen worden, um Überbevölkerung zu stoppen. Es gehört einfach ein Ratgeber über Familiengründung für LGBT's hinzu. Heteros werden auch gefördert. Ein Lesbenpaar +Schwulen paar , ein Schwuler + ein Lesbenpaar , eine Lesbe mit einem Schwulen Paar
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#9 jhgkAnonym
  • 22.09.2014, 16:52h
  • Aber was ich nicht verstehe ist , wenn man diskriminiert wird,kann man eigtl. nicht arbeiten gehen! Auf der Arbeit sind lauter Kollegen die eienn mobben und die Existenz zertören wollen .Wie kann man also dann noch Kraft für Arbeit haben? Ich könnte das nicht!
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#10 Bart SimpsonAnonym