Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22343

Poster gegen häusliche Gewalt

Eine Datenauswertung der Feinberg School of Medicine in Chicago beklagt tendiziell mehr Gewaltfälle in lesbischen und schwulen Partnerschaften.

Die Analyse verschiedener früherer Studien zum Thema zeigt, dass 25 bis 75 Prozent aller Homosexueller von häuslicher Gewalt betroffen sind. Hingegen fallen ihr nur 25 Prozent der heterosexuellen Frauen zum Opfer, während die Zahlen bei heterosexuellen Männern noch wesentlich niedriger ausfallen.

"Die aktuellen Erkenntnisse legen nahe, dass diese tendenziell stärkere Verbreitung in erster Linie auf das Minderheiten-Stress-Modell zurückgeführt werden kann", erklärte Senior-Autor Richard Carroll, Associate Professor in Psychiatry and Behavioral Sciences an der University Feinberg School of Medicine. "Die häusliche Gewalt wird durch den Stress homosexueller Paare, der durch die Zugehörigkeit zu einer sexuellen Minderheit entstehen kann, zusätzlich verschlimmert."

Den Forschern zufolge wäre die Rate der Homosexuellen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, noch höher, wenn es nicht so viele ungemeldete Fälle sowie einen Mangel an repräsentativen Daten gäbe. Des Weiteren sei es aufgrund der sozialen Stigmatisierung, welche durch die sexuelle Orientierung ausgelöst werden kann, äußerst schwierig, geeignete Stichproben zu erhalten. "Früher wollten die Menschen nur sehr ungern über ihre sexuelle Ausrichtung sprechen", sagte Carroll.

Den Forschern zufolge wäre die Rate der Homosexuellen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, noch höher, wenn es nicht so viele ungemeldete Fälle sowie einen Mangel an repräsentativen Daten gäbe. Des Weiteren sei es aufgrund der sozialen Stigmatisierung, welche durch die sexuelle Orientierung ausgelöst werden kann, äußerst schwierig, geeignete Stichproben zu erhalten. "Früher wollten die Menschen nur sehr ungern über ihre sexuelle Ausrichtung sprechen", sagte Carroll.

Die Untersuchung wurde Anfang September im "Journal of Sex and Marital Therapy" veröffentlicht. (pte/cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Baer2014Anonym
  • 23.09.2014, 19:20h

  • Ich halte diese Studie für höchst fragwürdig (bis zu 3x höher als bei Heteros???).

    Gerade weil viele überhaupt nicht angeben, in einer schwulen oder lesbischen Partnerschaft zu leben verzerrt das das Ergebnis - aber die Autoren versteigen sich noch, daraus eine noch höhere Gewaltrate als Dunkelziffer abzuleiten, was ich für grob unseriös und unwissenschaftlich halte.

    Zudem wird unter den Teppich gekehrt, daß gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Zusammenleben ein relativ neues Phänomen in der Forschung sind, während die "Klopperei" bei Heten ein alter Hut ist. Außerdem halte ich die Zahl der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften für prozentual geringer als Hetero-Ehen/Wilde Hetero-Ehen.

    Erforscht dann bitte auch mal jemand ob und wie oft es bei One-Night-Stands zu Gewalt kommt?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 sanscapote
  • 24.09.2014, 08:39h
  • Solange Schwule diskriminiert werden, verstecken sich viele im Schrank, aus Angst entdeckt und gemobbt zu werden. Daher sind die Ergebnisse nicht re-praesentativ.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Robby69Ehemaliges Profil
  • 24.09.2014, 18:37h
  • Ich denke, dadurch, dass nur eine sehr geringe Zahl Schwule und Lesben wirklich "offen" schwul bzw. lesbisch leben und es massenweise "Schrankschwestern" gibt, die in der Öffentlichkeit um jeden Preis auf "hetero" machen, kann man von einer repräsentativen Studie eigentlich nicht wirklich reden. Dazu müsste man schon ALLE Homosexuellen und ALLE Heterosexuellen mit einrechnen. - Und das dürfte schwierig werden. Grins...
    Und noch eines: Haben die bei der Studie überhaupt die ganzen Religioten gefragt?! Kann ich mir nicht vorstellen. Denn DIE sind ja vor allem von der "Prügelfraktion". - Und meistens "Heteros".
  • Antworten » | Direktlink »