Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?22347
  • 24. September 2014, noch kein Kommentar

Aktivisten demonstrieren seit Jahren für die Freilassung von Chelsea Manning, die US-Regierung sieht sie jedoch als Schwerverbrecherin an (Bild: Quinn Dombrowski / flickr / by-sa 2.0)

Die transsexuelle Whistleblowerin Chelsea Manning hat am Dienstag das amerikanische Verteidigungsministerium verklagt, weil ihre Geschlechtsanpassung im Gefängnis immer noch nicht begonnen hat.

Laut CNN hat die 26-Jährige, die derzeit in einem Militärgefängnis eine 35-jährige Haftstrafe wegen Geheimnisverrats absitzt, in ihrer Klage aufgeführt, dass die Behörden ihre Transsexualität nicht berücksichtigten, obwohl diese bereits vor vier Jahren diagnostiziert worden sei.

In der Klage heißt es, das Militär sei verpflichtet, die medizinische Versorgung von Gefangenen sicherzustellen. Ihr Anwalt Chase Strangio beklagte: "Die Regierung verweigert aber Fräulein Manning noch immer den Zugang zu medizinischer Behandlung für Geschlechtsdysphorie. Ohne diese Behandlung wird sie unter großen psychologischen Problemen leiden. Die Nichtbeachtung von medizinischen Standards ist eine grausame und ungewöhnliche Strafe", so der Jurist, der für die amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU arbeitet.

Das US-Verteidigungsministerium hatte bereits im Juli angekündigt, dass Manning geschlechtsanpassende Maßnahmen erhält (queer.de berichtete). Allerdings sei außer der Ankündigung bisher nichts geschehen, erklärte Mannings Anwalt.

"Bradley" Manning war 2010 verhaftet worden, weil sie hunderttausende geheime Dokumente der Enthüllungsplattform WikiLeaks zugespielt hatte. Diese zeigten unter anderem Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak-Krieg. Sie outete sich im vergangenen Jahr kurz nach ihrer Verurteilung als Transsexuelle. (dk)