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Kelly Clipperton stellt den Beweis an – der schwule Kanadier mixt Rock-, Ska- und Big-Band-Elemtente zu einem deftigen Party-Gebräu.

Von Jan Gebauer

Man kennt die ewig gleichen Theorien. Schwule stehen entweder nur auf Disco, Schlager oder große Diven wie Liza Minnelli und Barbra Streisand. Im Rock-Genre sind die offen Schwulen immer noch selten. Michael Stipe von R. E. M., Rob Halford von Judas Priest oder der angebliche Homo Morrissey stehen da ziemlich alleine auf weiter Flur. Kelly Clipperton der als Kelly & The Kellygirls in Kanada zu den heißesten Insider-Tipps in der Schwulenszene gehört, könnte nun eine willkommene Ergänzung zu dem illusteren Kreis werden. Der Sänger mit einer tiefen, charismatischen, manchmal an Iggy Pop erinnernden Stimme rockt ungestüm und verbindet auf dem Album "Swing, Swing" Elemente aus Alternative, Big-Band und Schweine-Rock. Dazu gibt es Swing-, Ska- und Pop-Elemente. Verblüffend ist zum Beispiel die Cover-Version des wenig bekannten Eurythmics-Stücks "I Love You Like A Ball And Chain" (aus dem 85er Album "Be Yourself Tonight", auch im Original klasse). Kelly Clipperton wirbelt den Song ordentlich durch und verleiht der Komposition neue Akzente.

"Ich habe 'Ball And Chain' immer wegen seines Gefühls geliebt und wie ein solcher Ohrwurm mit einer solch einfachen sich wiederholenden Akkord-Struktur auskommen kann", sagte Clipperton dazu im Interview mit dem Webmaster der Annie-Lennox-Fanpage. Die restlichen Songs auf "Swing, Swing" hat der Meister selber geschrieben. Gleich beim Opener "Carbonated Liplock" zündet der Kanadier ein sprühendes Feuerwerk an, untermalt vom gekonnten Trompeten-Einsatz Michael Johnsons. Auch das sanftere "Muscle" überzeugt. Nicht alle Songs auf dem Album sind so eingängig, oder setzen sich auf Anhieb im Ohr fest. Manche Kompositionen sind sogar allzu sperrig ("Noise") geraten. Wiederholtes Abspielen der CD könnte jedoch Abhilfe schaffen.

Dass Kelly Clipperton aber nicht nur schillernde Musik macht, sondern selbst auch ein "fancy guy" ist, davon kann man sich auf seiner Homepage überzeugen.

Die Kellygirls, Clippertons Begleitband, setzt sich übrigens zusammen aus Jennifer Gillmor, Amer Diab, Michael J, Jerry Pergolesi und Shane MacKinnon. Ausführliche Portraits findest Du hier.

5. Januar 2005



#1 DavidAnonym
  • 06.01.2005, 00:12h
  • Kann ein Schwuler rocken? Was für eine dämliche Frage...Gähn!
    Einer der beliebstesten und einflussreichsten Heavy-Metal-Ikone ist selber schwul:
    Rob Halford!
    Und der hat vor 30 Jahren schon angefangen bei Judas Priest zu "rocken"!
    Und anders als bei der "Parodie" "Rock-Star" (Mark Wahlberg mimt den Nachfolger
    eines Sängers, der aufgrund seiner Homosexualität rausfliegt) ist besagter Rob Halford wieder drin in der Band, da die Fans - trotz seinen bekannten Neigungen - lange nach der Reunion geschrien haben.
    Immer diese Klischees...
    Ein Schwuler kann nicht rocken, da er lieber auf Rosenstolz und Marianne Rosenberg abfährt... schnarch!
    Schwule können nicht rocken - nein, sie können headbangen!
    "I'm your Turbo Lover"...
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#2 KurtAnonym
#3 TobiAnonym
  • 06.01.2005, 11:33h
  • @David:
    Aber nichts anderes sagt doch der Artikel von Jan Gebauer aus. Schließlich ist es ein Frage und keine Feststellung. Seine Kritik lässt doch keine Fragen offen. Und der Anfang ist doch auch eindeutig:

    "Man kennt die ewig gleichen Theorien."

    Außerdem hat er den Judas-Priest-Sänger doch erwähnt. Verstehe Deinen Kommentar nicht so ganz.
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#4 jörgAnonym