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  • 25.09.2014           5      Teilen:   |

Weitere Prozesse möglich

Kasachstan: Geldstrafen für Homo-Werbemotiv

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Dieser Beitrag für einen Werbe-Wettbewerb könnte einer Agentur aus Kasachstan noch teuer zu stehen kommen

Ein Werbung mit dem kasachischen Komponisten Kurmangazy und dem russischen Dichter Puschkin wurde als Verstoß gegen Werberichtlinien gewertet.

Ein Gericht in Kasachstan hat am Mittwoch eine Werbeagentur und den Werbechef der Agentur zur Zahlung von Geldstrafen verdonnert, weil ein gezeichnetes Motiv, das zwei prominente Künstler beim Küssen zeigte, gegen Werberichtlinien verstoßen haben soll.

Gegen das Urteil ist noch Berufung möglich. Das regionale Verwaltungsgericht in Almaty, der größten Stadt des Landes, hatte für den Werbedirektor eine Strafe in Höhe von 129,6 Tausend Tenge (rund 560 Euro) und für die Agentur Havas International in Höhe von rund 800 Euro verhängt.

Das Motiv zeigte den kasachischen Komponisten Kurmangazy und den russischen Dichter Puschkin und warb für den Gay-Club "Studio 69" in Almaty, der an der Kreuzung Puschkin- Ecke Kurmangazy-Straße liegt. Der Club hatte das Motiv allerdings nicht in Auftrag gegeben; die Agentur hatte die Werbung für ein Werbefestival erstellt. Dort hatte das Motiv den dritten Platz belegt. Erst danach hatte es für Aufruhr in den Medien des Landes geführt (queer.de berichtete).

Fortsetzung nach Anzeige


Verschärfte Debatte

Klares Vorbild der Werber: Der "Bruderkuss" an der East Side Gallery Berlin - Quelle: Lorena a.k.a. Loretahur / flickr / cc by-sa 2.0
Klares Vorbild der Werber: Der "Bruderkuss" an der East Side Gallery Berlin (Bild: Lorena a.k.a. Loretahur / flickr / cc by-sa 2.0)

Kasachstan, das sich derzeit mit Almaty um die Olympischen Winterspiele 2022 (queer.de berichtete) bewirbt, kennt dabei derzeit noch kein Gesetz gegen "Homo-Propaganda". Allerdings ist eine entsprechende Gesetzgebung im Gespräch, Politiker vieler Parteien setzen sich dafür mit teils heftiger Rhetorik ein. Der Vorsitzende der Kommunisten sagte, Homosexuelle seien Kriminelle, sein Gegenpart bei der nationalistischen Partei verlangte Bluttests auf "Degeneration". Ein Vertreter der Stadtregierung von Almaty sagte öffentlich, die örtliche Homo-Szene sei aus dem Ausland gefördert.

Auch das Plakat hatte für krasse Äußerungen gesorgt. So hatte es der Kulturminister des Landes als "eine Art Verbrechen" bezeichnet. Für die Werbeagentur und ihre Mitarbeiter ist die Sache mit dem Gerichtsurteil noch nicht ausgestanden: Die nationale Musikhochschule Kasachstans sowie Verwandte Kurmangazys wollen sie auf Schmerzensgelder in Höhe von mehreren Millionen Tenge verklagen. (nb)

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Tags: kasachstan, werbung, homo-propaganda, almaty
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Reaktionen zu "Kasachstan: Geldstrafen für Homo-Werbemotiv"


 5 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
25.09.2014
16:51:01


(-3, 5 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Zuerst Lorbeeren einheimsen und dann künstlich aufregen.Typisch in solchen Ländern!


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#2
25.09.2014
20:17:19
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Alex


Faschisten hatten immer schon was gegen Redefreiheit und andere Grundrechte.


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#3
25.09.2014
20:34:44
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Baer2014


Und die kommunistische Partei mal wieder ganz vorn dabei, die schreien ja geradezu danach, sich mit dem Putin-Propaganda-Virus anstecken zu lassen - und daß nach der jahrzehntelangen Bruderkuß-Knutschereien der alten Apparstschiks. Einfach nur obergestört.


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#4
26.09.2014
08:22:47


(+4, 4 Votes)

Von Jasper


Hoffentlich bekommen die nicht die Olympischen Spiele.

Einmal diesen Fehler zu machen, war schon schlimm genug, denselben Fehler dann nochmal zu machen, wäre Wahnsinn.

Aber ich fürchte, dass für die Olympia-Vergabe eh mal wieder nur zählt, was Konzernen die meiste Kohle bringt und nicht, wo es am sinnvollsten wäre.


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#5
26.09.2014
08:43:35


(+1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Auch vor Kasachstan macht die Scheinheiligkeit keinen Halt!


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