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  • 26.09.2014           9      Teilen:   |

Großbritannien

Tony Blair zur Schwulen-Ikone gekürt

Artikelbild
Tony Blairs Status als "Botschafter für die Rechte Homosexueller" sei unbestreitbar, schreibt die "Gay Times"

Der frühere britische Premierminister Tony Blair ist vom Magazin "Gay Times" zu einer der "top gay icons" der vergangenen drei Jahrzehnte ernannt worden.

Das Blatt würdigt damit vor allem den Einsatz des Labour-Politikers für LGBT-Rechte. So wurde während seiner Amtszeit von 1997 bis 2007 das Gesetz verabschiedet, das Lesben und Schwulen eingetragene Partnerschaften ermöglichte. "Gay Times" erinnerte auch daran, dass die Blair-Regierung das homophobe Verordnung "Section 28" abschaffte, die öffentlichen Einrichtungen die "Förderung von Homosexualität" verbot. Außerdem strich sie das höhere "Schutzalter" für gleichgeschlechtlichen Sex.

Tony Blair zeigte sich von der Auszeichnung geehrt. Er sei stolz auf seine Arbeit für Homo-Rechte, die er als Teil seines politischen Erbes ansehe, sagte der ehemalige Premierminister gegenüber AFP.

Als weitere Schwulen-Ikonen kürte "Gay Times" u.a. Boy George, Sir Ian McKellen, Barbra Streisand und Joan Rivers. (cw)

Links zum Thema:
» Homepage der "Gay Times"
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Tags: tony blair, gay icon, gay times
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Reaktionen zu "Tony Blair zur Schwulen-Ikone gekürt"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
26.09.2014
13:07:52


(+5, 9 Votes)

Von War Times


"Ikone"

Wenn der Schatten des Irak-Kriegs nicht wäre, könnte der britische Ex-Premier in aller Ruhe seine Millionen zählen

Link:
derstandard.at/1389857719476/Der-Tag-an-dem-Twiggy
-Garcia-Tony-Blair-verhaften-wollte


"Wir wollen zeigen, dass man nicht einfach mit einem Massenmord davonkommen kann", erklärt der 50-jährige Monbiot, der eine wöchentliche Kolumne im [...] "Guardian" schreibt. "Die Botschaft ist nicht nur an Blair gerichtet, sondern auch an künftige Staatsmänner, die einen Akt der Aggression planen."

Link zu www.spiegel.de


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#2
26.09.2014
13:21:56


(0, 6 Votes)

Von total toll


schöne menschen machen schöne sachen an schönen orten.

die britische homo-linke (studenten, arbeitnehmer,...)kann bestätigen, dass er sich um die homo-rechte verdient gemacht hat.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Schr%C3%B6der-Blair-Papier


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#3
26.09.2014
14:16:14


(+3, 7 Votes)

Von sperling


wirtschaftliche deregulierung, kritiklose unterstützung der bush'schen kriegs-politik, konversion zum katholizismus, finanzielle förderung massivst homophober evangelikaler durch die blair-faith-stiftung.

mein jubel über die halbherzige ausweitung bürgerlicher paarprivilegien hält sich angesichts blairs sonstiger leistungen doch sehr in grenzen.


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#4
26.09.2014
14:21:44


(+3, 5 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008


ist eigentlich jemanden hier ( die redaktion inbegriffen!!!) der ausser dem bild-online-news auch mal was über unsere eigen ikonen zu berichten weiß...
Das es z.b. eine wunderbare ausstellung über einen der hervorragendsten schwul & marxistichen menschen des vergangenen jahrunderts gibt?

Nachdem wir uns mit hirchfeld bejubelt haben ohne konsequenzen, und uns mit namedropping "ikonen stilisieren, sei an einen wirklich herausragenden filmemacher- poet- und menschenfreund erinnert :
Pier Paolo Pasolini!

Pasolini ist in aller munde!

Ich hab mir deshalb erlaubt mal ein paar ausschnitte hier heraus zu suchen...
Besonders der link zu dem wieder endeckten dokufilm Dodici dicembre und der drehbuch-entwurf sind eine sensation!

Link zu www.taz.de
Aufbruch am Schildkrötenbrunnen
Er stand 33-mal stand unter Anklage und war dem Subproletariat zugetan: Im Berliner Gropius Bau ist nun die Ausstellung Pasolini Roma zu sehen.

"Zwischen dem Ponte Sisto und der Tiber-Insel erstreckt sich ein Stück dörflichen Tibers. Links das Ghetto, das plötzlich beginnt, aus voller Kehle zu singen, auf der Piazza delle Tartarughe, am Theater des Marcellus, auf der Piazza Campitelli; und rechts der mütterliche Wald von Trastevere (aus: Ali mit den blauen Augen). Zeilen, geschrieben von Pier Paolo Pasolini über Rom.
Mit der Stadt pflegte er eine Beziehung voller Liebe und Hass. Eine Beziehung voller Gegensätze.
Der 28 Jahre alte Pasolini nahm mit seiner Mutter den Zug nach Rom, am 28. Januar 1950. Er blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1975 der Stadt mehr oder weniger treu. Pasolini zieht mit seinen Eltern in die Via Tagliere 3, in ein Haus ohne Dach und Verputz, in ein Ghetto, neben dem Gefängnis Rebibbia. Ein paar Straßen entfernt liegt der Schildkrötenbrunnen. [bekannter treff der homosexuellen jener tage ]
Tagsüber arbeitet er als Lehrer, nachts entdeckt er die subproleteraische Erotik der Borgate, der Arbeitersiedlungen an der Peripherie Roms. Von Casarsa, dem Heimatdorf seiner Mutter in Norditalien, wurde Pasolini nur enttäuscht wofür auch ein Ausschluss aus dem PCI, der italienischen kommunistischen Partei, wegen moralischer Verwerfungen verantwortlich war. In Rom kann er sich ausleben.

Dies ist der erste solche Brief, den ich schreibe, vielleicht, weil ich mich in diesen Tagen verliebt habe; oder weil ich eine nervöse Gastritis habe (nie abgeschickter Brief an Ennio Flaiano).
[ ich liebe diesen satz, setzt er doch der ungeheuerlichsten lebenserfahrung eine alltägliche wahrnehmung entgegen ohne ihren wert zu mindern.. genial]

Pasolini dreht noch einen Film in dieser Zeit, eine Dokumentation: In Comizi damore fährt er mit dem Auto und Mikrofon in der Hand durch Italien und befragt Passanten zur Sexualität. Er möchte die Entweihung sexueller Tabus ergründen: Wo endet die Normalität sexueller Beziehungen und beginnt die Abnormität?
Pasolini selbst schrieb in den Freibeuterschriften: Die Vorstellung vom absoluten Vorrang des Normalen ist geradezu kriminell.

[ ich glaube der film ist nur im orginal - mit untertietel zu empfehlen, weil eine synchronisation das empathisch -ursprüngliche der tonaussagen verfälschen würde...]

Dein Bürgertum ist ein Bürgertum von VERRÜCKTEN, mein Bürgertum von IDIOTEN. Du lehnst dich gegen Verrücktheit mit Verrücktheit auf (indem du Polizisten Blumen gibst): aber wie sich gegen IDIOTIE auflehnen (aus einem Brief an Allen Ginsberg).

1968, während der Studentenrevolten, löst sein Gedicht Der PCI an die Jugend!! einen Skandal aus: Pasolini sieht sich selbst eher auf der Seite der Polizisten, weil sie die Söhne von Bauern seien und keine Möglichkeit hätten, einer anderen Arbeit nachzugehen.."

Link zu www.taz.de

Neapel, es steigt die Wut
Der Hamburger Laika-Verlag hat den verloren geglaubten Dokumentarfilm Der 12. Dezember von Pier Paolo Pasolini gefunden und restaurieren lassen. Gezeigt wird er im Zuge einer Pasolini-Retrospektive.

Der schwule, marxistische Mystiker ist unbequem, aber dennoch ist es erstaunlich, dass keine Institution der Kulturnation Italien, sondern ein kleiner Hamburger Verlag es fertigbrachte, ein verloren geglaubtes Werk von Pasolini zu finden und zu restaurieren. Dabei allerdings übernahm dann die Pasolini Gesellschaft in Bologna die Hälfte der Kosten.

Der Dokumentarfilm Dodici dicembre (Der 12. Dezember) aus dem Jahr 1971 taucht in den meisten Filmografien des Regisseurs gar nicht auf. Dabei zählt ihn der Soziologie-Professor und Pasolini-Übersetzer Peter Kammerer zu den wichtigsten politischen Dokumenten der italienischen Nachkriegszeit. Gezeigt wurde er allerdings kaum. Die Dokumentation wurde eher aus politischen als aus ästhetischen Gründen gemacht, sie sollte eine Gegenöffentlichkeit für einen damals aktuellen Skandal herstellen. Am 12. Dezember 1969 fand ein Bombenanschlag auf eine Bank in Mailand statt, bei dem 17 Menschen getötet und 88 schwer verletzt wurden. Inzwischen ist bewiesen, dass dies der erste einer ganzen Reihe von rechts-terroristischen Anschlägen war, doch damals wurde die Schuld linken Gruppen zugeschoben.
Die Polizei vernichtete Beweise, die rechte Presse begann eine Hetzkampagne und bekannte Linke wurden verhaftet. Der Anarchist Giuseppe Pinelli stürzte aus einem Fenster des Polizeipräsidiums in den Tod. Die Polizeiführung sprach von einem Selbstmord, der als Schuldeingeständnis zu verstehen sei.

Link zu www.taz.de
Pasolini werk-link

Link zu www.taz.de
Sodom und Gomorrha, Weihrauch und Vietnam, wilde Sexorgien in Mailand, massenhaft in der Seine treibende Leichen und Erhängte auf den Champs-Élysées in Paris, mittendrin ein Heiliger König, recht besehen ein Don Quichotte begleitet von seinem Sancho Pansa, auf der Suche nach einem Heiland, den er nicht findet, und nach seinem Tod auf dem Weg in ein Paradies, das es nicht gibt: Mit gutem Grund hatte Pier Paolo Pasolini für sein letztes, nie realisiertes Filmprojekt den Namen Porno-Teo-Kolossal gewählt.
Seit Jahren schon war bekannt, dass Pasolini dieses Projekt verfolgte, doch erst jetzt wurde jener Brief vollständig veröffentlicht, in dem er das komplette Treatment aufgeschrieben hatte. Der Adressat dieses Drehbuchentwurfs war nicht umsonst jener Schauspieler, der den Heiligen König (übrigens nicht einer von dreien, sondern einer von den dutzenden, die aufgebrochen sind, um den Messias anzubeten, wie Pasolini formuliert) geben sollte: Eduardo De Filippo, der große alte Mann des italienischen Theaters.

Und einen präzisen Leitgedanken auf dieser vergeblichen Reise dem Leitstern hinterher hatte Pasolini auch: Entdecken, ohne es zu wollen, von einem anderen, falschen Ziel geleitet. Während man glaubt, ein Ziel zu erreichen, entdeckt man die Realität, so wie sie ist, ohne jedes Ziel, schrieb er in dem Brief an De Filippo. Der verstand die nur vordergründig tief pessimistische Botschaft völlig richtig nach Pasolinis Tod befand er, fest engelsgleich sei der gewesen, eben frei von irdischen Konditionierungen.

Am 2. November 1975 wird die brutal zugerichtete Leiche Pasolinis am Hafen von Ostia aufgefunden.
Wir haben einen Menschen verloren, weitaus mutiger als viele seiner Mitbürger und Zeitgenossen (Grabrede von Alberto Moravia)


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#5
26.09.2014
15:33:49


(+2, 6 Votes)

Von Finn
Antwort zu Kommentar #3 von sperling


Geht mir ganz genauso.

Ja, er hat ein paar gute Sachen geleistet. Aber er hat auch verdammt viel schlimmes angerichtet. Bei Homorechten und erst recht in anderen Bereichen.


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#6
26.09.2014
18:17:09


(-2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


An dem sollte sich Volker Beck einmal ein Beispiel nehmen!


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#7
27.09.2014
05:53:41
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von Baer2014
Antwort zu Kommentar #4 von stromboli


#stromboli

Bei den schwulen Events, die ich Ende der 80er veranstaltet habe, hatten wir auch einen Abend über das Werk von Pasolini incl. einer Lesung.

Sein Leben war zwischen allen Stühlen, radikal und ehrlich.

Am meisten positiv beeindruckt hat mich sein Film TEOREMA. In der wikipedia d&en finde ich aktuell wohl nur die zeitgenössische Deutung des Films. Unser damaliger Referent stellte Bezüge her zu Jesus (der Gast der ins Haus kommt und mit allen Sex hat und alle drehen durch als er plötzlich wieder geht) - damit könnte/sollte man auch heute noch Christen schockieren.

Pasolini: auf jeden Fall eine Gay-Ikone.

Blair? Eher nicht, würde ich meinen.


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#8
28.09.2014
05:13:53


(0, 2 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #7 von Baer2014


lieber Bear2014, dank dir für die antwort hier und auch in anderen beiträgen.

Die kulturwächter der heutigen zeit sind die direkten nachkommen der zeit um die entstehung der filme pasolinis.
Und nicht nur der rechte schaum schäumte über vor wut, angesichts der entlarfenden bilder einer sich als sittlich-moralich erhabenen gesellschaftselite, die schon beim leiseten windstoß erotischen begehrens zerbrößelt.
Hinter der fassade des bürgertums die kleinbürgerlich-spießige scharade der frustrierten.
Leider auch die "linke" sich schimpfende, heterofixierte kleinbürgeridylle aus KPI hin zu DKP und kpdlm-kbw , mit ihrer bornierten vorstellungen einer aus dem klassenkampf erstandenen "sauberen familien-zeugungsorientierten sexualethik" die z.b. homosexualität der einfach halber zum heteronormativen nebenwiderspruch erklärte.

Nun sind z.b. die storch, die kube die petry , die "neunichtfeministischen mutterkreuzträgeraspiranten" , die neuen moralinstsanzen mitnichten der Silvana Mangano typus, des vom unter der äusseren glätte vor sinnlichkeit und begehrlichkeit auf befreiung von ihren moralichen-christlichen fesseln hoffenden weibes.
Das braucht es aber , um vom fremden, vom vorbeischwebenden engel aus seiner erstarrung wach geküsst besser gesagt, WACH GEFICKT zu werden...

Sicher, der storch, unserer kreuzlattenträgerin im namen des herrn, "teorema" heute vorgespielt, verursacht da sicher einen doppelten pflaumensturz.
Einen für die nötige empörung ob der dargebotenen libertinage in denken und dargestellter "zügellosigkeit.
Die "Zügellosigkeit, die die handelnden allesamt im laufe des filmes überkommt, manifestiert sich als erlösender auslöser ( in person des wunderbar sinnlichen Terence Stamp) und klopft so an die christlichen mauern , öffnet das vorhängeschloß am kirchlichen keuchheitsgürtel....

Den zweiten für die dann brechenden dämme , die überfällige emotionalität und wiederkehrende empathie, die fähigkeit, LIEBE in jeweder form nicht mehr nur noch als sprachhülse zu vergewaltigen, sondern im austausch der säfte körperlich zu spüren.
Und wie sie dahinschmelzen.. EHEfrau - EHEmann, Sohn und Hausangestellte
danach keine/r mehr wie zuvor!

Und dieses unmittelbare unauslösliche verspüren, diesmal nicht als hysterisch-masturbativ -mystische "vereinigung mit dem leibe jesu", sondern den real erlebten/gelebten orgasmus als ursprünglichen sinn des lebens.

Heute drehen wir filme über religiös verzückte, aber menschlich ausgetrocknete frauen, die sich das altarkreuz als dildo einverleiben .. ohne je erlösung zu erhalten.
Wie depremierend!

Aber zurück zu tony blair..
diese grinsekatzte ( alice im wunderland..) nicht zu fassen aber ständig irgendwelche dummheiten anstiftend, ist wahrhaftig kein vorzeigetypus, keine "ikone" , keine vorbildfunktion.

Sein engagement im irak-krieg hat in direkter verantwortungslinie mit die heutigen greultaten hervorgebracht !
Sein "sozialer umbau" ist nach dem von m.thatcher der reaktionärste sozialabau in der neueren geschichte GB's.
Selbst wenn der uns golddildos in den hintern geschoben hätte, wäre dies kein grund, ihn als teil unserer moralischen wertschätzung zu preisen.

Und da sind wir wider beim MORALISCHEN grundsatz:
Bewerte nie jemenden nur nach deinen eigenen interessen, betrachte sein wirken als gesellschaftliches gesamtwerk.
Da ist blair ein kriegsverbrecher zu nennen.
Als solcher soll er von mir aus auch in die geschichte eingehen.. aber nicht als ikone schwuler kleingeistigkeit!


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#9
30.09.2014
01:18:10
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von Baer2014
Antwort zu Kommentar #8 von stromboli


#stromboli

Das tragische ist, daß solche Vorbilder wie Pasolini meist früh von uns gehen. Was wäre das genial, wenn er heute noch da wäre.

Während uns solche Brummkreisel wie Blair wahrscheinlich noch Jahrzehnte auf die Nerven gehen. Seine Politik war psychologisch betrachtet sowieso extrem paradox (zum Kriegsthema hast du erschöpfend alles gesagt), sozialpolitisch ein Thatcherist. Thatcher hat Schwule gehaßt wie die Pest... Die Gayliberation kam von Peter Mandelson, seinem Spindoctor Nr. 1, der ihm das wahrscheinlich abgezwungen hat. Letzterer heißt im britischen Volksmund "Fürst der Finsternis" und ist bei den Briten sehr verhaßt, wie ich meiner Zeit auf englischen Kommentarseiten entnommen habe. Viele denken dort, daß er das mit der Liberalisierung nur aus Eigennutz gemacht hat -was mir persönlich egal wäre, wenn nicht gleichzeitig das vorbildliche britische Sozialsystem geschleift worden wäre - Mandelson hat vor kurzem seinen langjährigen brasilianischen Lover geheiratet, wenn ich das richtig mitgekriegt habe.

Wir leben ja leider in farblosen Zeiten. Ich suche seit langem vergeblich nach einer wirklich guten schwulen Identifikationsfigur und finde keine, leider.

Gruß von mir aus Hessen


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