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Mit diesem Motiv warb "Drek" für eine schwule Party

Der Partyveranstalter "Drek" aus Tel Aviv erntete mit seinen jüngsten Werbemotiven einen Shitstorm.

Satire darf bekanntlich alles – aber dies ging vielen Menschen dann doch zu weit. Die beliebte schwule Partyreihe "Drek" in Tel Aviv bewarb das jüngste Event mit Motiven, die die Ästhetik der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufgreifen und diese (homo)sexualisieren.

Das eine Bild erinnert an die grausamen Enthauptungsvideos, die weltweit für Schlagzeilen sorgten – der IS hatte die Ermordung der drei Geiseln James Foley, David Haines und Steven Sotloff gefilmt und die Clips dann auf Youtube online gestellt. Auf dem "Drek"-Motiv sind zwei halbnackte Männer in der Wüste zu sehen, der eine (wie im Original) kniend in einem orangen Umhang, der andere stehend mit einem schwarzen Gewand.

Ein weiteres Motiv zeigt einen jungen Mann, der nur mit einer Badehose bekleidet ist und stolz die schwarze Fahne der Terrororganisation schwenkt.

"Ihr verhöhnt die abgeschlachteten Opfer"


Noch immer auf Facebook online: Sexy Kerl schwenkt stolz die Fahne der Terrormiliz

Beide Motive postete "Drek" auf der offizellen Facebook-Seite – nach einem Shitsturm wurde zumindest die Enthauptungs-Szene wieder gelöscht. Die übergroße Mehrheit der User-Kommentaren fiel eindeutig negativ aus: "Ihr verhöhnt die abgeschlachteten Opfer. Ihr solltet euch entschuldigen", hieß es dort etwa, andere schrieben "Ekelhafter Müll" oder "Ihr seid krank!" Ein anderer Facebook-User kommentierte: "Abscheulich! Ihr lacht über die Morde an unschuldigen Opfern."

Die Partyveranstalter selbst können die Aufregung nicht nachvollziehen: "Wir reagieren auf aktuelle Ereignisse, das tun wir schon jahrelang", erklärte "Drek"-Mitgründer Amiri Kalman. "Wir lehnen Gewalt in jeder Form ab und das gilt auch für diese Videos, die der Welt Angst und Schrecken einjagen sollen." Andererseits weigere sich "Drek", sich von der IS einschüchtern zu lassen und hysterisch zu werden. "Das ist Satire und unsere Art, denen und ihren Videos unsere Geringschätzung zu zeigen", erklärte Kalman.

"Drek" ist übrigens das hebräische Wort für "stur" und wird im Jiddischen auch für Müll benutzt. (cw)



#1 Harry1972Profil
#2 LaurentProfil
  • 26.09.2014, 14:52hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Mit "ekelhafter Müll", "ihr seid krank", "abscheulich"... liegen die Kommentare auf Facebook in diesem Fall sicherlich nicht daneben.
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#3 global playerAnonym
#4 FinnAnonym
#5 ThorinAnonym
  • 26.09.2014, 15:51h
  • Die ersten Schwulen die die Homogurke verdient haben und bei "Drek" scheint wohl der Name das Programm zu sein. Mir is klar dass es z.B. auch Pornos gibt die im KZs spielen, dennoch ist sowas extrem geschmacklos
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#6 reiserobbyEhemaliges Profil
#7 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 26.09.2014, 16:12h
  • Super Statement des Veranstalters. Die Motive sind nicht nur satirisch wertvoll, sondern auch ein Symbol dafür, dass Kunst eine Waffe gegen Theo-Faschismus, Hass und Gewalt sein kann. Sorry, aber wer sich darüber echauffiert, ist im Kopf eigentlich nicht minder primitiv als IS-Fans.
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#8 crISISAnonym
#9 edelstahlAnonym