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Die im letzten Jahr ausgezeichnete pakistanische Schülerin Malala Yousafzai mit dem Preis

Der 17-jährige Alexey setzt sich mit dem Projekt "Kinder 404" mutig für andere LGBT-Kinder und Jugendliche ein.

Für den mit 100.000 Euro dotierten Internationalen Kinder-Friedenspreis ist in diesem Jahr auch ein schwuler Teenager aus Russland nominiert. Die Vorauswahl für den renomierten Preis gab die KidsRights Foundation mit Sitz in Amsterdam am Freitag bekannt.

Neben einem 13-jährigen Jungen aus Ghana, der sich gegen Hungersnot unter Kindern in Somalia engagiert, und einem 18-jährigen Mädchen aus den USA, das sich mit einer Organisation um Waisenkinder in Indien kümmert, nominierte die internationale Expertenjury auch den 17-jährigen Alexey aus St. Petersburg.

Er war zuvor von einigen russischen LGBT-Gruppen, der Menschenrechtsorganisation Memorial sowie der französischen Fédération internationale des ligues des droits de l'Homme vorgeschlagen worden.

Mutiger Einsatz trotz Attacken


Alexey aus St. Petersburg

Aus Entsetzen über das russische Gesetz gegen "Homo-Propaganda", das es Teenagern wie ihm verbietet, Aufklärung über sexuelle Orientierung zu erhalten, habe Alexey beschlossen, sich im Projekt "Kinder 404" zu engagieren, heißt es in der Begründung der Jury (PDF).

In der Online-Community berichten Jugendliche aus dem ganzen Land von ihrem Coming-out oder von ihren Problemen und erhalten Unterstützung von Gleichaltrigen. "Als die Initiatorin des Projektes wegen 'homosexueller Propaganda' angeklagt wurde, hat Alexey eine Ein-Personen-Mahnwache abgehalten und einen Artikel für bekannte russische Online-Medien verfasst", so die Jury. "Damit hat er andere Jugendliche inspiriert, seinem Beispiel zu folgen, und als Ergebnis wurden die Ermittlungen gegen das Projekt nach einigen Tagen eingestellt."

Er sei nun "das Gesicht des Kampfes gegen die Diskriminierung von LGBTI-Jugendlichen". Obwohl er zweimal auf der Straße attackiert worden sei, kämpfe er weiter. Und das, "indem er einen Stift, seine Stimme und seine Protestkunst einsetzt". Der Junge engagierte sich mutig und selbstlos für andere Jugendliche, die das Gesetz gegen "Homo-Propaganda" aus dem öffentlichen Leben verbannt habe, lobte auch "Memorial". Die Nominierung Alexeys sei ein wichtiges Zeichen der Hoffnung.

Bei der Verleihung am 18. November im Rittersaal von Den Haag erhält der Gewinner des Preises auch die Statur "Nkosi". Die Auszeichnung wird seit 2005 jährlich vergeben; damals überreichte ihn Michail Gorbatschow posthum an Nkosi Johnson, der eine Aids-Organisation in Südafrika gegründet hatte und bereits 2001 im Alter von 12 Jahren an der Krankheit gestorben war. Im letzten Jahr wurde die pakistanische Schülerin Malala Yousafzai ausgezeichnet, die sich gegen die Taliban für ein Schulrecht für Mädchen eingesetzt hatte und durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt wurde. (nb)

Youtube | Trailer zu einer Dokumentation über das "Projekt 404" (benannt nach dem Fehlercode für nicht auffindbare Webseiten im Internet)


#1 Sabelmann
  • 26.09.2014, 20:13h
  • Einfach nur Daumen hoch!Bravo!!
    Aber auch volle Hochachtung für die anderen Nominierten.
    An diesen Beispielen kann man grosse Hoffnungen in die Jugend haben!
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#2 Carsten ACAnonym
#3 Baer2014Anonym
  • 26.09.2014, 23:54h

  • Hoffentlich kriegt er den Preis. Und hoffentlich passiert ihm nichts. Alles Gute Alexey!
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#4 Homonklin44Profil
  • 27.09.2014, 00:14hTauroa Point
  • Hoffentlich erhält er den Preis. Es könnte zumindest diese Gesetze zum Verbot des Äußerns der Identitätsgefühle junger LGBTI's wieder ins Auge der Öffentlichkeit transportieren. Und aufzeigen, wie viele Menschen schon als Junge von solchen Gesetzen weggeblendet werden sollen.

    Ich drück ihm alle Daumen!
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 Robby69
#7 JasperAnonym
  • 27.09.2014, 10:10h
  • "Als die Initiatorin des Projektes wegen 'homosexueller Propaganda' angeklagt wurde, hat Alexey eine Ein-Personen-Mahnwache abgehalten und einen Artikel für bekannte russische Online-Medien verfasst"

    Wow der hat Mut! Und das mit 17...

    Die anderen mögen den Preis auch verdient haben, aber ihm drücke ich ganz besonders die Daumen.

    Und für ihn ist das auch aus Sicherheitsgründen besonders wichtig: denn je bekannter er weltweit wird, desto weniger kann die Regierung ihn wegsperren oder verschwinden lassen.
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#8 schwarzerkater
#9 goddamn liberalAnonym
#10 Danny387Profil
  • 27.09.2014, 12:31hMannheim
  • Wow, wie stark dieser junge Mann sein muss. Bravo! Ich wünsche ihm auch den Preis!!!
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