Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 27.09.2014           37      Teilen:   |

Homophobe Tat

Wiener Schwulen- und Lesbenzentrum mit Graffiti beschmiert

Artikelbild
Das Zentrum nach der nächtlichen Aktion (Bild: Rosa Lila Villa)

Die Rosa Lila Villa wurde mit dem Satz "Töte Schwule" auf Deutsch und Serbisch verziert – möglicherweise besteht ein Zusammenhang zum Belgrade Pride am Sonntag.

Das Wiener Schwulen- und Lesbenzentrum, die Rosa Lila Villa, ist über Nacht mit homophoben Graffiti beschmiert worden. Unbekannte schrieben an die Wand des Zentrums an der Wienzeile den Spruch "Töte Schwule" und bildeten dazu ein Fadenkreuz ab.

An einer anderen Stelle der Wand gab es zudem den Satz auf Serbisch zu lesen. Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zum CSD in Belgrad, der am Sonntag stattfinden soll – im Film "Parada", der von einem fiktiven Pride in der Stadt erzählt, stimmen nationalistische Gegendemonstranten einen "Ubi, ubi, ubi Pedera"-Sprechgesang an, als sie auf die Homo-Demo treffen (Film-Ausschnitt bei Youtube).

Auch für den morgigen CSD sind Gegendemonstrationen von Nationalisten angekündigt, die den Teilnehmern öffentlich mit Gewalt drohten (s. diesen Bericht und unsere Presseschau). Wie die LGBT-Szene Serbiens, die trotz der Gefahr demonstrieren will, zeigt sich auch das Wiener Zentrum trotzig: "Wir lassen uns nicht einschüchtern", schrieb die Rosa Lila Villa zu den Graffitis auf Facebook. (nb)

 Update  17.15h: Demo angekündigt

Das Zentrum hat zusammen mit dem Verein MiGay zu einer Solidaritätsdemo mit dem Belgrade Pride aufgerufen.

Die Villa berichtet, zuletzt habe es vermehrt Übergriffe auf die Community gegeben: "Beispielsweise kam es in der vergangenen Nacht zu sexistischen und lesbenfeindlichen Belästigungen durch Hooligans im Cafe Willendorf, dem Lokal in der Rosa Lila Villa. Ob diese in Verbindung mit der Beschmierung stehen ist unbekannt. In den letzten Tagen wurde auch das queere Lokal Marea Alta von 'Identitären' überfallen und es kam zu einem Handgemenge."

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 37 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 338             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: wien, zentrum, rosa lila villa, graffiti, homophobie, serbien, belgrad
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Wiener Schwulen- und Lesbenzentrum mit Graffiti beschmiert"


 37 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
27.09.2014
13:09:15


(+4, 6 Votes)

Von Sabelmann
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Es hat im Laufe der Jahre(besonders zu Anfang) oft unqualifizierte Proteste gegen die Villa gegeben.Aber das hatte sich längst beruhigt und es gab so gut wie keine Probleme mehr.
Das hier ist aber schon besorgniserregend.Kaum kehrt Ruhe ein kommen diese "Gfraster" daher.Irgendetwas läuft gehörig schief in den Köpfen gewisser Individien!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
27.09.2014
13:39:52


(0, 6 Votes)

Von Olli


Vielleicht schreiben wir einfach an die Wand eines heterosexuellen Vereinsheims (Müttergenesungs-, Schützen-, Junggesellen-, Kirchen-, oder Fußballverein, etc.) "Tötet Heteros". Warum sollen wir tolerant sein, wenn es die anderen auch nicht sind. Ich bin lange genug brav gewesen und habe zugesehen und es ertragen, wenn man mich beleidigt, bespuckt, meinen Freund zusammenschlägt und mir meine Rechte von höchster Stelle vorenthält. Warum immer alles schlucken? EInfach mal zurückschlagen. Vielleicht kapiert dieses Gesindel dann mal, was es bedeutet, wenn man nicht mehr wert ist, als der Dreck unter seinen Springerstiefeln.

Das wäre doch mal witzig. Einfach mal den Spieß umdrehen. Blödes Pack!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
27.09.2014
13:48:04


(0, 8 Votes)

Von MeineFresse
Antwort zu Kommentar #2 von Olli


Nein, wäre es nicht, weil sie dann den "Beweis" hätten, wie gefährlich Homos sind.
Ausserdem müsstest du das schon an der Wand einer serbischen Institution machen, weil es offenbar Serben oder zumindest Oersonen vom Balkan waren.

Sinnvoller wäre es, einfach jede solche Institution mit einer Kamera zu überwachen, dann könnte man auch leicht herausfinden, wer es war.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
27.09.2014
14:06:35


(+8, 8 Votes)

Von SchleicheR74
Aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 07.02.2014
Antwort zu Kommentar #3 von MeineFresse


Ja, man sollte schon die Leute treffen, die auch für das Geschmiere verantwortlich sind. Dann zahlen sie fein für die Wiederherstellung der Fassade und obendrein noch in die Kasse der LGBITQ-Einrichtung :D. Wäre für mich eh eine gute Laufrichtung zur Bestrafung von Gewalt gegen Minderheiten: Reparaturleistungen zahlen und noch einmal den gleichen Betrag für die direkt geschädigten Personen oder Einrichtungen oben drauf. Dann untersützt jede Gewalt gegen uns direkt den Widerstand gegen die Gewalt gegen uns, wie ein zurückspringender Punching-Ball :p


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
27.09.2014
15:17:47


(+5, 9 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Sabelmann


Leider nicht nur in Österreich, sondern auch vielfach hier in Deutschland. Speziell auch in Bayern.
Sowohl irgendwelche Schmierereien als auch Beschimpfungen.
Vor allem auch die offen von rechten Homo-Hassern lautstark geforderte Wiedereinführung des § 175 kommt oft vor- oder auch so perverse Parolen wie (Original-Ton von vorgestern auf dem Domplatz in Regensburg): "Früher hätten's euch alle vergast - und des kummt scho wieda, da sorg'n mir scho dafür". (O-Ton Ende)
Bei so viel homophober Scheiße kommt einem echt das Kotzen.
Und deshalb verstehe ich nicht, wie immer noch Leute leugnen können, dass die Homophobie in Deutschland zunimmt. - Und ich denke, bei euch in Österreich wird es wahrscheinlich ähnlich sein, oder?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
27.09.2014
15:19:44


(+3, 5 Votes)

Von Robby69
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von MeineFresse


An sich hast Du recht. Nur, was nützt das, wenn die Verantwortlichen dann wieder nicht zur Verantwortung gezogen werden, weil die Richter sie "aus Mangel an Beweisen" wieder mal freisprechen? Kommt leider sehr oft vor. Auch bei "überwachten" Einrichtungen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
27.09.2014
15:53:34


(+6, 8 Votes)

Von Tobi Cologne


Dieser Mordaufruf ist ganz klar als Anstiftung zum Terrorismus zu sehen und muss entsprechend vom Staatsschutz verfolgt werden und bei Ergreifung dieser Terroristen auch entsprechend hart bestraft werden...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
27.09.2014
16:00:35


(-2, 12 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Robby69


Was mich an dieser "alles wird immer schlimmer" Leier stört ist dass es eben höchst subjektiv ist.

Wenn es schlimmer wird dann muss es in der Vergangenheit besser gewesen sein.
Erst 1968 wurde Homosexualität in Deutschland unter Erwachsenen legalisiert. Ich vermute mal dass es davor besser war würdest du nicht behaupten.

Zwangläufig muss also irgendwo zwischen 1968 und 2014 der bisherige Höhepunkt der Toleranz und des glücklichen schwulen Lebens erreicht gewesen sein nach dem es wieder bergab ging, 1975, 1985, 1995, 2005...
Wo würdest du das einordnen?

Die Frage geht natürlich auch an die älteren Mitschwulen.
Haben wir seit 2000 Jahren nur "roll back" ??

Es kommt nun mal vieles zum Tragen: Die Gesellschaft ist nicht mehr die gleiche wie 1950. Medien, Technik und Arbeitswelt haben sich massiv verändert usw. usw.
Blödes Beispiel: 1950 wurde einer älteren Dame noch ein Platz im Bus angeboten, 2014 bekommst sie eher ne Faust in die Fresse. Schwule isoliert zu betrachten macht nicht viel Sinn.

Ein weitere wichtiger Punkt: Die Datenlage.

Wie viel Schwule haben 1950 Selbstmord begangen, wie viele Schwule wurden Gewaltopfer, Opfer von Diskriminierung, was ergaben damalige Umfragen zu den Lebensumständen? Wie viele schwule im TV Programm?

Hoppla: Es gibt gar keine Daten. Es gab ja auch kein Problem, schließlich gabs keine Schwulen und wenn doch steckte der im Knast.
Keine Berichterstattung, kein Bewusstsein, alles in Butter.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
27.09.2014
16:02:32


(+4, 8 Votes)

Von Simon H


Ein weiterer Beleg dafür, wie überfällig Gesetze gegen hassmotivierte Verbrechen sind!

Es ist eben ein Unterschied, ob man sowas nur als Graffiti-Schmiererei bestraft oder als Mordaufruf.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
27.09.2014
16:04:18


(+5, 7 Votes)

Von Wiener


Da das offenbar Serben waren, mein Vorschlag:
wenn es denen hier nicht gefällt, hindert sie keiner daran, nach Serbien zurückzugehen.

Wenn ich irgendwo hingehe, wo es mir nicht gefällt und wenn ich meine alte Heimat besser finde, dann gehe ich halt zurück...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  1234  vor »


 Ort: Rosa Lila Villa in Wien


 SZENE - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 SZENE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Will & Grace vor Reunion? Hirschfeld-Briefmarke: Schäuble hat das letzte Wort Hessen: AfD sorgt sich um "Relativierung" der Heterosexualität im Unterricht Uganda: Polizei verhindert CSD
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt