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  • 28.09.2014           32      Teilen:   |

Beschluss der Landessynode

Homo-Segnungen jetzt in der gesamten Nordkirche

Artikelbild
Tücher in Regenbogenfarben schmückten das Rednerpult der dreitägigen Landessynode in Travemünde (Bild: Nordkirche / Silke Stöterau)

Lesbische und schwule Partnerschaften können künftig im gesamten Gebiet der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland gesegnet werden. Eine entsprechende Vorlage der Kirchenleitung hat die dreitägige Landessynode der Nordkirche in Travemünde am Wochenende mit großer Mehrheit beschlossen.

Bislang war eine Segnung im öffentlichen Gottesdienst nur im Bereich der ehemaligen nordelbischen Kirche in Hamburg und Schleswig-Holstein rechtlich möglich. Kirchengemeinderat und Propst müssen allerdings nach wie vor zustimmen – oft findet eine Segnung von Menschen in eingetragenen Lebenspartnerschaften deshalb nur im Rahmen eines seelsorgerlichen Gespräches statt. Öffentliche Segnungsgottesdienste für homosexuelle Paare waren dagegen in Mecklenburg-Vorpommern bislang überhaupt nicht möglich.

Die Nordkirche ist der Zusammenschluss der ehemaligen Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern mit über zwei Millionen Kirchenmitgliedern. Sie ist Pfingsten 2012 gegründet worden. (cw)

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Tags: nordkirche, segnung, landessynode
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Reaktionen zu "Homo-Segnungen jetzt in der gesamten Nordkirche"


 32 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
28.09.2014
15:24:10


(-11, 11 Votes)

Von richtig


keine ehe, aber immerhin segnung.

ein typisch deutscher guter kompromiss eben.


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#2
28.09.2014
16:02:41


(+7, 9 Votes)

Von sperling


wer sich die erlaubnis einer höheren macht herbei-imaginieren muss, um sich selber gestatten zu können, seinen wünschen nach zu leben, der wird niemals wirklich frei sein.

vor gemeinderat und probst um eine halbherzige und immer noch bewusst minderwertige form der anerkennung betteln müssen? emanzipation geht definitiv anders.


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#3
28.09.2014
16:05:59


(+10, 12 Votes)

Von Sebi


Solange es für Heteros und Schwule/Lesben separate Rechtsinstitute gibt, ist das diskriminierend. So lange sind wir Menschen 2. Klasse.

Ob man selbst dieses Rechtsinstitut wahrnehmen will oder nicht ist unerheblich - aber auch wenn nicht, sollte man für die Eheöffnung kämpfen, weil man daran unsere Akzeptanz ablesen kann.


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#4
28.09.2014
16:19:38


(+3, 9 Votes)

Von BWLer


Kapitalistische Zwänge I

"Die Nordkirche ist der Zusammenschluss der ehemaligen Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern mit über zwei Millionen Kirchenmitgliedern. Sie ist Pfingsten 2012 gegründet worden."

KZ II

Kirchensteuererhalt: "Homo-Segnungen jetzt in der gesamten Nordkirche"


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#5
28.09.2014
16:24:26


(+3, 7 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von sperling


Ja.

Trotzdem kriegt die Kulturkämpferin Kuby bei sowas Schnappatmung (was mich freut):

Youtube-Video:


Und Kuby ist nicht irgendwer.

Leider.


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#6
28.09.2014
18:38:08


(+4, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Welchen irren Hengst hat den Autor und die Redaktion nun geritten um uns dies als "Artikel" über eine erwähnenswerte Sache verkaufen zu wollen ?

Ob irgendein "Kirchenzusammenschluß" auf einer "Synode" irgendetwas "beschloßen" hat, oder in China ein Sack Reis umgefallen ist..

Der Effekt auf die Anerkennung der Verbindung zweier Menschen ist derselbe..

Wenn man sich schon allein das Artikelbild besieht, wird sofort klar :
Denen geht es nur um die Steuern, und so geht es in der angeblich vollzogenen "Liberalisierung der Nordkirche" ausschließlich darum, bloß nicht noch mehr Mitglieder zu verlieren, denn der seit langem anhaltende Mitgliederverlust hat überhaupt erst zum Zusammenschluß geführt..

Und überhaupt Anerkennung..

Die Anerkennung kommt als nichts weiter daher als der Erkenntnis, keinen Einfluß auf Staatliche Gesetze zu haben, und damit stellt sie nichts weiter dar, als die Kapitulation vor der Realität..

Wirkliche Anerkennung wird es durch die Kirchen erst dann geben, wenn der Papst im Petridom zu Rom seinen Vorgänger mit seinem Privatsekrätär VERHEIRATET..

Alles andere ist blanker Zynismus im Angesicht der ansonsten weltweit ausgeübten Diskriminierung von diversen Minderheiten, die in der Sprache dieser Religiösen immer noch als "Abartige" und "Minderwertige" daherkommen..


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#7
28.09.2014
19:35:25


(-7, 9 Votes)

Von Oliver43


Diesmal ein guter Artikel der Redaktion

Es ist erfreulich, das nunmehr in 13 von 20 Landeskirchen der EKD öffentliche Segnungsgottesdienste kirchenrechtlich erlaubt sind.

Das sind zwar immer noch keine kirchlichen Trauungen, aber das liegt daran, das in Deutschland immer noch nicht seitens des Staates die Ehe geöffnet wurde.

Es ist erfreulich, das in den Landeskirchen der EKD sexuelle Handlungen unter homosexuellen Menschen nicht als sündhaft bewertet werden, sondern das dort sexuelle Handlungen unter homosexuellen Menschen theologisch und ethisch akzeptiert sind.

Und ebenso erfreulich ist, das dort nunmehr in 13 von 20 Landeskirchen der EKD öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht wurden.

Es fehlen drei "kleine" Landeskirchen (Schaumburg; Lippe; Anhalt) sowie die vier Landeskirchen Baden, Bayern, Sachsen und Württemberg.


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#8
28.09.2014
20:25:06


(+4, 8 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #7 von Oliver43


>"Das sind zwar immer noch keine kirchlichen Trauungen, aber das liegt daran, das in Deutschland immer noch nicht seitens des Staates die Ehe geöffnet wurde."

nein, das liegt daran, dass die velkd, deren mitglied die nordkirche ist, an einem unterschied der beiden rituale ausdrücklich festhalten will und dies mit der unterschiedlichen "bedeutung" von ehe und lebenspartnerschaft begründet:

>"Die Kirchenleitung stellt fest, dass die Bedeutung der Ehe und der Trauung es nicht zulässt, den Eintritt in eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft mit einer öffentlichen gottesdienstlichen Handlung zu begleiten, die mit einer christlichen Trauung verwechselt werden könnte."

das ist die entscheidung von 2001, wenn sich das inzwischen geändert haben sollte, bin ich offen für ein update.

nichts würde die landeskirchen daran hindern, die staatliche eheöffnung zu fordern oder schon vorher die rituale anzugleichen. das geschieht aber nicht (oder nur ausnahmsweise). es ist naiv oder beschönigend, das innerkirchliche festhalten an der diskriminierungspraxis zu leugnen und alles auf den staat zu schieben.


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#9
29.09.2014
05:21:42
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von Foxie
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Da sind also zwei gläubige Menschen, die an ein höheres Wesen glauben. Und ihre Liebe wird durch Worte und Gesten eines Kirchenbeamten, eines anderen Menschen, vom genannten "höheren Wesen" gesegnet. Soweit richtig?
Ja, wenn sie den Segen denn brauchen, können sie ihren Gott nicht einfach selber drum bitten?


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#10
29.09.2014
09:34:20


(-5, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #3 von Sebi


Sebi jammert uns die Ohren voll: "Solange es für Heteros und Schwule/Lesben separate Rechtsinstitute gibt, ist das diskriminierend. So lange sind wir Menschen 2. Klasse."

So ein Unsinn! Nur wer sich in Selbstmitleid badet, ist ein Mensch 2. Klasse!

Es sind gute Neuigkeiten aus Schleswig-Holstein!


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