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Die ägyptische Justiz durchkämmt Facebook, um Homosexuelle zu enttarnen und einzusperren (Bild: Michael Coghlan / flickr / by-sa 2.0)

Seit dem Amtsantritt von Präsident Al-Sisi im Juni geht die ägyptische Justiz vermehrt gegen vermeintliche Homosexuelle vor.

Ein Gericht in Ägypten hat am Donnerstag sechs Männer wegen angeblicher Homosexualität zu jeweils zwei Jahren Haft mit Zwangsarbeit und einer geringen Geldstrafe verurteilt. Das meldete die staatliche ägyptische Zeitung "al-Ahram". Dem Bericht zufolge seien die Männer in einer Privatwohnung festgenommen worden. Zwei der Männer seien "auf frischer Tat ertappt" worden, so die Behörden.

Bei den Männern handelt es sich um fünf Ägypter und einen Marokkaner. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen vor, auf Facebook für eine kostenpflichtige Sexparty geworben zu haben.

In Ägypten gibt es kein direktes Verbot von Homosexualität, schwule Männer werden allerdings mit Gummiparagrafen verurteilt. Ihnen wird in der Regel zur Last gelegt, sich der "moralischen Verdorbenheit" oder "der Verletzung der Lehren der Religion" schuldig gemacht zu haben. Der spektakulärste Massenprozess ereignete sich 2001, als die Polizei 52 Männer auf einer Party verhaftete. 23 von ihnen wurden trotz internationaler Proteste zu Haftstrafen und Zwangsarbeit verurteilt.

Bevölkerung will Homosexuelle ächten

In der Bevölkerung ist der homophobe Kurs populär: Laut einer Umfrage des Pew Research Center aus dem vergangenen Jahr sprachen sich 95 Prozent der Ägypter dafür aus, Homosexualität gesellschaftlich zu ächten. In Deutschland waren nur elf Prozent dieser Meinung.

Erst vor wenigen Wochen wurde die Festnahme von neun Männern bekannt, die angeblich an einer gleichgeschlechtlichen Hochzeit teilgenommen hatten (queer.de berichtete). Die Beschuldigten bestritten vor wenigen Tagen vor Gericht die "Vorwürfe".

Die deutsche LGBT-Abteilung von Amnesty International hat vergangene Woche die Verfolgung von Homosexuellen in Ägypten angeprangert (queer.de berichtete). Die Menschenrechtsaktivisten erklärten: "In den letzten Wochen und Monaten versucht die ägyptische Regierung vermehrt, das Privatleben der Bevölkerung zu kontrollieren, sei es auf Grund der sexuellen Orientierung oder wegen unliebsamer Facebook-Einträge." (dk)



#1 HugoAnonym
  • 29.09.2014, 17:12h
  • "In den letzten Wochen und Monaten versucht die ägyptische Regierung vermehrt, das Privatleben der Bevölkerung zu kontrollieren..."

    Das was ich immer sage, die Machthaber wollen die Menschen kontrollieren und deshalb ist ihnen jedes Mittel recht.
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#2 -hw-Anonym
  • 29.09.2014, 17:22h
  • "...From Russia to China to Venezuela, you are seeing relentless crackdowns, vilifying legitimate dissent as subversive. In places like Azerbaijan, laws make it incredibly difficult for NGOs even to operate. From Hungary to Egypt, endless regulations and overt intimidation increasingly target civil society. And around the world, brave men and women who dare raise their voices are harassed and attacked and even killed.

    So today, we honor those who have given their lives. Among them, in Cameroon, Eric Lembembe; in Libya, Salwa Bugaighis; in Cambodia, Chut Wutty; in Russia, Natalia Estemirova. We stand in solidarity with those who are detained at this very moment. In Venezuela, Leopoldo Lopez; in Burundi, Pierre-Claver Mbonimpa; in Egypt, Ahmed Maher; in China, Liu Xiaobo; and now Ilham Tohti; in Vietnam, Father Ly. And so many others. They deserve to be free. They ought to be released.

    This growing crackdown on civil society is a campaign to undermine the very idea of democracy. And whats needed is an even stronger campaign to defend democracy...."

    www.whitehouse.gov/the-press-office/2014/09/23/remarks-presi
    dent-clinton-global-initiative
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 MarekAnonym
#5 Baer2014Anonym
  • 29.09.2014, 22:48h

  • Und ich hatte schon frohlockt als dieser Präsident Mur(k)si des Amtes enthoben wurde...

    Sein Nachfolger macht weiter. Al Sisi - sollte sich gleich umbennen in Sissy-Boy - Paranoide Schrankschwesternschaft hochwahrscheinlich, finde ich.

    Einfach Privatwohnungen stürmen, sowas gabs selbst im extrem schwulenfeindlichen British Empire im 19. Jh. unter Victoria nicht.
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#6 JadugharProfil
  • 29.09.2014, 23:49hHamburg
  • Antwort auf #2 von -hw-
  • ! ?
    Ich würde trotzdem das Deutsche als gleichberechtigte Sprache gegenüber Englisch vorziehen und die Sache in Deutsch vortragen und sofern es wichtig ist, Englisch, Russisch oder Chinesisch oder jede andere Sprache zitatweise benutzen. Übrigens sprechen die meisten Menschen gefolgt von und gebrochenen Englisch!
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#7 sven gAnonym
#8 wie man es machtAnonym