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In der Pfarrkirche von Sankt Margarethen an der Raab sind auch die schwarzen Schäfchen willkommen (Bild: Wiki Commons / Joma8321 / CC-BY-SA-3.0-AT)

In St. Margarethen an der Raab lud Pfarrer Bernhard Preiß Lesben, Schwule und geschiedene Wiederverheiratete zum "Gottesdienst am Rand" – trotz Verbots des Bischofs.

In St. Margarethen an der Raab, einer konservativen Gemeinde mit knapp 4.000 Einwohnern und absoluter ÖVP-Mehrheit in der Oststeiermark, hat am vergangenen Sonntag ein katholischer Gottesdienst für "Menschen am Rand" stattgefunden. Bereits Ende Juni hatte Pfarrer Bernhard Preiß erstmals gezielt Homosexuelle, Alleinerziehende und geschiedene Wiederverheiratete in seine Pfarrkirche eingeladen – doch die Neuauflage wurde diesmal im Vorfeld von Bischof Egon Kapellari ausdrücklich untersagt. Eine solche Messe sei ein "Alleingang gegen die kirchliche Ordnung".

Für den widerspenstigen Pfarrer kam eine Absage jedoch nicht in Frage: "Die Reaktion auf den ersten Gottesdienst war überwältigend positiv, Menschen hatten Tränen in den Augen", erklärte Bernhard Preiß. "Uns geht es darum, dass wir die Leute ins Zentrum hereinholen, bevor sie uns in Scharen davon laufen. Wir müssen ihnen zeigen, dass sie vollwertige Christen sind, weil sie sonst sagen, mit einem Verein, der so lebensfremd ist, können wir uns nicht identifizieren." Große Unterstützung erhielt Preiß aus seiner Pfarrei sowie von der österreichischen Pfarrer-Initiative.

Statt heiliger Messe Wortgottesdienst ohne Kommunion


Pfarrer Bernhard Preiß umschiffte das Vebot des Bischofs mit einem Trick

Das Verbot umschiffte Preiß am letzten Sonntag letztlich mit einem Trick: Statt eine Messe hielt er in seiner Kirche am Nachmittag einen Wortgottesdienst ab – ohne Kommunion und damit von der Liturgie anders als eine Heilige Messe.

Die Diözese Graz-Seckau zeigte sich am Montag in einer Erklärung zufrieden: "Er hat damit dem Auftrag des Bischofs entsprochen, den Eindruck zu vermeiden, dass ein Pfarrer oder auch der Bischof zum generellen Kommunionempfang durch Katholiken einladen könnte, die nach einer Scheidung eine neuerliche Ehe geschlossen haben."

"Die Messe war untersagt, aber wir haben den Gottesdienst gemacht. Eine gute Hundertschaft war da, das war eine ganz besondere Atmosphäre", erklärte der Pfarrer unterdessen dem "Kurier". Und teilte bereits mit, dass es am 21. Dezember um 17 Uhr einen dritten "Gottesdienst am Rand" geben werde.

Vom Bischof habe er sich mehr Einsicht erwartet, bedauerte Preiß. "Er hat gesagt, dass er nicht mehr lange im Amt ist, und ich meine, dass man im Alter etwas weise und milde sein kann – das ist bei ihm aber nicht der Fall." Doch man müsse "Gott mehr gehorchen als den Menschen", zitierte Preiß schon im Pfarrblatt aus der Bibel. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 30.09.2014, 09:22h
  • "trotz Verbots des Bischofs."

    So tickt diese Kirche:
    Leute, die gemeinsam ihren Glauben zelebrieren wollen, werden daran gehindert, solange sie sich nicht 100% dem Willen der Oberen beugen.

    Aber auch der Pfarrer hat ja nur einen abgespeckten Gottesdienst gemacht. Die Kommunion hat auch der den Schwulen und Lesben verweigert.

    Umgekehrt:
    wer in diesem faschistischen Verein noch Mitglied ist, ist selber Schuld.
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#2 MarekAnonym
#3 David ZAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 30.09.2014, 09:33h
  • Lieber Hochwürden: nicht unterkriegen lassen, sie haben genau das Richtige getan!!!
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#5 BigotterieAnonym
  • 30.09.2014, 09:49h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • Wenn "Hochwürden" sich also dem Bischof beugt und Leuten, die der Kirche nicht passen, die Kommunion verweigert, tut er genau das richtige?

    Das richtige wäre, wenn er nur nach seinem Gewissen handeln würde und den Gottesdienst genau so machen würde wie für jeden anderen auch. Alles andere ist diskriminierend. Egal ob es "Spezial-Gottesdienste" sind, so dass die anderen "Schäfchen" bloß nicht die bösen Schwulen und Lesben sehen müssen oder was auch immer.
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#6 Adam SmithAnonym
  • 30.09.2014, 10:01h
  • Antwort auf #3 von David Z
  • Wenn ich behaupten würde, dass es zwischen Erde und Mars eine Teekanne aus Porzellan gebe, welche auf einer elliptischen Bahn um die Sonne kreise, so würde niemand meine Behauptung widerlegen können, vorausgesetzt, ich würde vorsichtshalber hinzufügen, dass diese Kanne zu klein sei, um selbst von unseren leistungsfähigsten Teleskopen entdeckt werden zu können."

    Oder so: Die richtigen Grenzwerte für Gläubige

    »Nach sorgfältiger Prüfung der Ergebnisse der Greenpeace-Studie können [wir] bestätigen, dass alle getesteten Proben indischen Gesetzen und Bestimmungen entsprechen, die zum Schutz der Verbraucher erlassen wurden. Indische Tees werden auf der ganzen Welt geschätzt und sind völlig sicher; sie genügen strengen Standards.«

    Greenpeace hatte elf verschiedene Teesorten von acht indischen Herstellern untersucht; die Proben waren von Juni 2013 bis Mai 2014 gesammelt worden. Mindestens 94 Prozent der Proben enthielten Pestizide; fast 60 einen Cocktail aus zehn Chemikalien, eine sogar aus 20 verschiedenen Pestiziden.
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#7 HansAnonym
  • 30.09.2014, 10:12h
  • Eine sehr schöne Idee! Wenn der Pfarrer eine klassische Eucharistie-Feier abgehalten hätte, hätte er unter Umständen seinen Job verloren. Das hätte niemandem geholfen.
    Ich würde den Gottesdienst allerdings nicht "Gottesdienst am Rand" nennen. Denn die Eingeladenen stehen unter Gottes Augen voll in der Mitte. An den Rand gedrängt werden sie nur von Menschen. Deshalb würde ich mir einen anderen Titel für den Gottesdienst wünschen.
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#8 joseph
#9 windheimerAnonym
  • 30.09.2014, 10:46h

  • Kleine Schritte lockern ...lieber den Spatz in der Hand.....die Taube kommt danb auch...
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#10 windheimerAnonym
  • 30.09.2014, 10:48h

  • ....und es werden sicher auch Nicht azsgestossene am Gottesdienst teilgenommen haben.....und der bischof redet es sich Schön...
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