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  • 02.10.2014           14      Teilen:   |

TV-Interview

David Cameron hat nichts gegen küssende Männer

Artikelbild
Premierminister David Cameron hat die Tories gegen einigen innerparteilichen Widerstand dazu gebracht, sich für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben einzusetzen

Zwar gibt sich der britische Premierminister bei Themen wie Zuwanderung oder der Europapolitik gerne reaktionär, will aber mit der Homophobie in der eigenen Partei aufräumen.

Der britische Premierminister hat am Montag in einem BBC-Interview klargestellt, dass er mit der Akzeptanz von Homosexuellen "traditionelle und moderne Werte" vereinen wolle. Im Gespräch mit dem schwulen Journalisten Evan Davis nahm er in "Newsnight" – einer Art britischer "Tagesthemen" – während des Parteitages seiner Konservativen in Birmingham zu einer Reihe von Themen Stellung.

Als Davis den Premier fragte, ob frisch verheiratete küssende Schwule in einem öffentlichen Park "süß oder ein bisschen fehl am Platz" seien, antwortete Cameron wie aus der Pistole geschossen: "Das ist in Ordnung. Ich bin bei diesem Thema sehr deutlich: Hier vereinen wir traditionelle und moderne Werte. Ich glaube an die Familie, ich glaube an die Ehe und denke, dass sie eine großartige Institution ist. Männer sollten daher einander heiraten können, ebenso wie Frauen". Daraufhin sprach er den Moderator direkt an: "Wenn ich meine Ehefrau in der Öffentlichkeit küssen darf, sehe ich nicht ein, warum es Ihnen verwehrt bleiben soll, Ihren Ehemann in der Öffentlichkeit zu küssen".

Auch wenn Cameron und seine Tory-Partei in Fragen der Homo-Rechte weiter sind als etwa die deutsche CDU/CSU, zeigte er sich in anderen Fragen erzkonservativ: So fragte der BBC-Journalist, ob ein britisches Pharmaunternehmen eher einen schlecht qualifizierten Briten oder einen hochqualifizierten EU-Ausländer einstellen solle – daraufhin antwortete Cameron nur, er wolle sicherstellen, dass das Pharmaunternehmen "gute Briten" als Arbeitnehmer erhält. Außerdem sprach sich Cameron dafür aus, dass britische Schüler die imperiale Maßeinheit mit Unzen und Pfund statt Kilogramm oder Liter lernen sollten, obwohl auch auf der Insel in den meisten Lebensbereichen bereits metrisch gemessen wird.

Youtube | Das Interview in voller Länge (Homo-Fragen bei ca. 10 Minuten)
Fortsetzung nach Anzeige


Cameron will nicht mehr die Menschenrechtskonvention befolgen

Nach dem Interview erklärte Cameron außerdem auf dem Parteitag, er wolle im Falle seiner Wiederwahl aus der Europäischen Menschenrechtskonvention austreten, die unter anderem Minderheiten gleiche Rechte garantiert. Damit wäre Großbritannien neben Weißrussland und dem Vatikan der dritte europäische Staat, der sich nicht an die Übereinkunft halten will.

Camerons konservative Partei galt über Jahre als äußerst homophob und hatte in den Achtzigerjahren unter Premierministerin Margaret Thatcher unter anderem Homo-"Propaganda" an Schulen verboten ("Section 28"). Erst David Cameron zwang seine Partei auf nationaler Ebene zu einem LGBT-freundlichen Kurs (queer.de berichtete). Das hielt die Tories aber nicht davon ab, auf europäischer Ebene mit Homo-Hassern zusammenzuarbeiten. So bilden die britischen Konservativen im Europaparlament eine gemeinsame Fraktion mit Rechtspopulisten wie den "Wahren Finnen", der Kaczynski-Partei "Recht und Gerechtigkeit" oder der deutschen AfD. (dk)

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Tags: david cameron, großbritannien
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Reaktionen zu "David Cameron hat nichts gegen küssende Männer"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
02.10.2014
11:12:40


(+2, 6 Votes)

Von goddamn liberal


"So bilden die britischen Konservativen im Europaparlament eine gemeinsame Fraktion mit Rechtspopulisten wie den "Wahren Finnen", der Kaczynski-Partei "Recht und Gerechtigkeit" oder der deutsche AfD. "

Was lernen wir daraus?

"Es gibt kein Wahres im Falschen."


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#2
02.10.2014
19:03:51


(+2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


"Nach dem Interview erklärte Cameron außerdem auf dem Parteitag, er wolle im Falle seiner Wiederwahl aus der Europäischen Menschenrechtskonvention austreten, die unter anderem Minderheiten gleiche Rechte garantiert."

Lassen Sie das mal schön bleiben, Prime Minister!


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#3
02.10.2014
19:50:33


(+2, 4 Votes)
 
#4
03.10.2014
01:57:51


(-1, 5 Votes)

Von Oliver43


*

Link zu www.welt.de

*
Link zu www.handelsblatt.com

Was kann sich doch die britische Insel glücklich schätzen.

Die werden von einer konservativen Regierung gesteuert, die dort die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet hat.

Währendessen versagen hier bei uns CDU und SPD geschlossen und verweigern die Eheöffnung im Bundestag.

Und noch ein Glück haben die Briten: sie haben ihre eigene Währung behalten und sind nicht in der Sippenhaftung bei der EZB mit dabei.

Wenn ich aktuell in der Welt und im Handelsblatt lese, das nunmehr die EZB nicht nur Staatsanleihen von südeuropäischen Regierungen aufkauft, sondern nun auch aktuell dazu übergehet, "Ramschpapiere" von PRIVATUNTERNEHMEN und BANKEN aufzukaufen, dann wird mir als Deutscher echt schlecht.

Für mein Sparguthaben bekomme ich NULL-Zinsen aufgrund der Geldpolitik der EZB und nun haften die Deutschen künftig auch noch für Ramschpapiere von südeuropäischen Banken und Kreditinstituten mit rund 30 Prozent bei der EZB.

Ich war einmal ein echter Verfechter der EZB und fand es gut, das wir eine gemeinsame Währung bekommen. Und ich fand es gut, das die EZB ihren Sitz in Frankfurt erhielt.

ABER was da nun unter Draghi in Frankfurt abläuft, ist skandalös. Über die EZB wird uns deutschen Steuerzahlern die Schrottpapiere von Privatbanken und Unternehmen aus Südeuropa angedreht. UND Mario Draghi macht nichts lieber als das, weil er ja selbst ein Bankenlobbyist italienischer Banken ist.

Mir wird schlecht kann ich da nur noch sagen, wenn ich an Draghi denke und beneide mittlerweile die Briten und Cameron.

Deswegen werde ich zwar immer noch nicht die AfD wählen, aber was dort bei der EZB abläuft, ist mir ein Graus und wird sicherlich viele andere Deutsche veranlassen, die AfD zu wählen ....


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#5
03.10.2014
07:16:01


(+2, 4 Votes)

Von Gerd Nunmehr
Antwort zu Kommentar #4 von Oliver43


Seit die FDP außerparlamentarische Opposition ist, fragten sich viele, ob sie ihren Kampf nach dem Vorbild der RAF fortsetzen würde. Nun geschah es? Eines Tages im Monat September 2014 dringt der Steuerberater Olaf L. aus Fockbek, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Mitglied der FDP und noch 2013 Kandidat der Partei für das Amt des Bürgermeisters, gegen zehn Uhr in das Büro des Feindes, das Finanzamt Rendsburg, ein - in der Hand eine geladene und entsicherte Beretta, um den Kampf gegen die staatlichen Gut- und Blutsauger, die ihm einen Steuerbescheid geschickt hatten, letal zu entscheiden. Mit mehreren Schüssen erlegt Olaf L. den für ihn zuständigen Sachgebietsleiter Wolfgang B..

Ganz anders die Sozialdemokraten, DIE LINKE:

Youtube-Video:


Youtube-Video:


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#6
03.10.2014
08:16:52


(+2, 4 Votes)

Von Eva Brunne
Antwort zu Kommentar #5 von Gerd Nunmehr


Kein Kommunismus ist halt auch keine Lösung:

Link zu www.washingtonpost.com

Nicht alles war schlecht am Kapitalismus:

Youtube-Video:


Link zu www.amazon.de


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#7
03.10.2014
11:36:15


(+1, 5 Votes)

Von sperling
Antwort zu Kommentar #4 von Oliver43


>"Und noch ein Glück haben die Briten: sie haben ihre eigene Währung behalten und sind nicht in der Sippenhaftung bei der EZB mit dabei. Wenn ich aktuell in der Welt und im Handelsblatt lese, das nunmehr die EZB... ... ..."

>"Wir und damit meine ich die LGBT-Community, LGBT-Aktivisten als auch LGBT-Journalisten oder auch Portale wie die Queer sollten es echt unterlassen, uns auf ALLGEMEINPOLITISCHE THEMEN zu stürzen, darüber zu berichten und dort "mitzumischen"."

Link zu www.queer.de

wow, die forderung hat jetzt fast eine woche lang gehalten!


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#8
03.10.2014
12:55:20


(+1, 5 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #4 von Oliver43


Und inwiefern ist das jetzt queer.de relevant???

"Ich finde es ist nicht hilfreich, wenn Queer, LGBT-Aktivisten, wenn sie eine LGBT-Organisation vertreten, sich dann bei allgemeinpolitischen Themen und Demos präsentieren und dort dann "mitmischen". Das schwächt UNS alle und führt dazu, dass die von mir genannten Kernforderungen der LGBT-Bewegung nicht mehr ausreichend im Zentrum der Forderungen stehen."


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#9
03.10.2014
14:23:53


(-1, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von Oliver43


""Und noch ein Glück haben die Briten: sie haben ihre eigene Währung behalten und sind nicht in der Sippenhaftung bei der EZB mit dabei.""..

Was für ein grotesker Blödsinn..

Die Nicht-Einführung des Euro als Gemeinschaftswährung und das Beibehalten des Pfund entbindet die Briten in keiner Weise von der Mithaftung, denn die entfällt auf alle Mitglieder des Euro-Raumes, und damit auch diejenigen die nur Mitglied sind, den Euro aber als Zahlungsmittel selbst nicht eingeführt haben, was neben den Briten auch Dänemark direkt betrifft, indirekt alle anderen Länder die als Euro-Währungs-Beitrittsländer die Liste der ERM II - Länder füllen..

Die Briten haben für die Einführung der Gemeinschaftswährung gestimmt, den Zeitpunkt der Euro-Einführung nur auf unbestimmte Zeit für das eigene Land verschoben, ebenso wie Dänemark und Schweden, was jedes Mitglied des Euro-Raumes hätte tun können..

Das Pfund ist ebenso wie die anderen Landeswährungen mit der Einführung der Gemeinschaftswährung am 01.Januar 1999 über das ERM-II-Abkommen unauf-und unabwertbar an den Euro gekoppelt, weil im Wechselkurs festgeschrieben, und der Fall des Euro führt für das Pfund damit automatisch zu einer entsprechenden Währungsbewegung an den internationalen Märkten..

Vor Drei Tagen hat der neue Kommissionspräsident Junckers einen Briten als Währungskommissar vorgeschlagen, und seine Berufung wird Dich dann villeicht noch eines besseren belehren, denn die Vorgaben die er entwickeln wird, werden viel teurer sein, als die bisherigen stützenden Maßnahmen zur Währungsstabilisierung..


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#10
04.10.2014
09:13:52


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #9 von TheDad


Was für ein absoluter Unsinn!


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