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  • 02.10.2014           30      Teilen:   |

Weitere Eskalation

Russland kündigt Schüleraustausch mit USA wegen "Homo-Adoption"

Artikelbild
Der russische Kinderrechtsbeauftragte beschuldigt die USA der illegalen Homo-Adoption

Mit einer kryptischen Erklärung hat die Regierung in Moskau das Abkommen gekündigt, weil ein russischer Schüler angeblich in einer Regenbogenfamilie untergekommen ist und nicht nach Hause zurückkehren will.

Das russische Außenministerium hat am Mittwoch ein Schüleraustauschprogramm mit den USA mit sofortiger Wirkung beendet. Grund sei, dass einer der Schüler bei einem homosexuellen Paar gewohnt habe und danach nicht nach Russland zurückgekehrt sei. Das Ministerium warf den USA vor, die "moralischen und ethischen Prinzipien der russischen Gesellschaft" zu missachten. Über das "Future Leaders Exchange Program" (FLEX) haben in den letzten zwei Jahrzehnten über 8.000 Schüler aus Russland an einen Austausch teilgenommen.

Der russische Kinderrechtsbeauftragte Pawel Astachow erklärte nach AFP-Angaben: "Ein Teenager, dessen Mutter in Russland lebt, wurde illegal an ein homosexuelles Paar in den USA übergeben. Der Jugendliche kommt von einer anständigen Familie und ist gesund, daher ist es unklar, was die Leute in den USA zu diesem Schritt getrieben hat". Er könne keine weiteren Details zu dem Fall nennen, da ihn die Mutter um Stillschweigen gebeten habe. Er könne nur sagen, dass der Jugendliche nicht nach Russland zurückgekehrt sei und dies eine Verletzung der Vereinbarung darstelle.

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Russland verbietet bereits Adoptionen durch Homosexuelle oder Amerikaner

Ein Sprecher des Außenministeriums deutete zudem in einer Pressekonferenz an, dass ein russischer Austauschschüler durch ein Homo-Paar "adoptiert" worden sei. Er verwies in der Angelegenheit auch auf das russische Verbot der Adoption durch Regenbogenfamilien, das sei Februar diesen Jahres in Kraft ist (queer.de berichtete). Außerdem gebe es bereits seit Anfang 2013 ein Verbot der Adoptionen russischer Kinder durch amerikanische Staatsbürger – dieses Gesetz war damals eine Reaktion auf US-Sanktionen gegen russische Beamte.

Der US-Botschafter in Moskau bedauerte den russischen Ausstieg aus dem Schüleraustausch. Dieser habe in den vergangenen 21 Jahren viel für das gegenseitige Verständnis von Amerikanern und Russen geleistet. In der US-Presse wird die Kündigung des Abkommens als Rache für US-Sanktionen gesehen, die wegen der Ukraine-Krise verhängt worden sind, während die russische Presse den Amerikanern vorwirft, russische Gesetze und Befindlichkeiten zu missachten.

Die "Sorgen" der russischen Behörden sind allerdings nicht neu: Vor zwei Jahren hatte bereits die Botschaft des Landes in Großbritannien auf ihrer Webseite Eltern davor gewarnt, dass Kinder, die an Sprachreisen teilnehmen, beispielsweise "in Familien von Homosexuellen platziert" würden (queer.de berichtete). (dk)

 Update  15.45 Uhr: Widerspruch aus den USA gegen die Darstellung Russlands
Die "American Councils for International Education" (ACIE), die das FLEX-Programm in den USA organisieren, weisen die Vorwürfe der russischen Regierung als unwahr zurück. Gegenüber "Radio Free Europe" erklärte ACIE-Vizechef David Patton, dass es sich bei der Gastfamilie des betreffenden russischen Schülers um eine "traditionelle Familie" gehandelt habe. Der Jugendliche habe sich aber wohl mit einem gleichgeschlechtlichen Paar angefreundet, als er in den USA zur Schule ging. Er habe das Programm ohne Zwischenfälle beendet und sei nicht von seiner Gastfamilie adoptiert worden. Was nach dem Ende des Austauschprogramms passiert sei, darüber habe die ACIE "keine Zuständigkeit".

Ferner erklärte Patton, dass zwar auch gleichgeschlechtliche Paare am Austauschprogramm teilnehmen würden. Allerdings würden Kinder nur in deren Familien geschickt, wenn sowohl die Eltern als auch der Schüler selbst dem zustimmten.

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Tags: russland, adoption
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Reaktionen zu "Russland kündigt Schüleraustausch mit USA wegen "Homo-Adoption""


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
02.10.2014
12:22:31


(+8, 10 Votes)

Von hypathia
Aus Baden (Österreich)
Mitglied seit 18.11.2012


Wundert das wirklich irgendjemanden, dass russische Jugendliche, die als Austauschschüler im Westen (in dem Fall USA) waren, nicht mehr zurück nach Putistan wollen?!


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#2
02.10.2014
12:23:44


(+6, 8 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Anstelle von Russland würde ich die Abschottung mit vorgeschobenen Argumenten auch betreiben - wenn ich zudem gleichermaßen moralisch verkommen wäre natürlich - denn schnell kann es passieren, dass viele Jugendliche nicht in das in jeder Hinsicht rückständige Land zurück wollen! - "... Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten ..."


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#3
02.10.2014
12:40:57


(+5, 9 Votes)

Von Finn


Tja, das sollte denen zu denken geben, wenn der russische Schüler nicht mehr zurück nach Russland will, nachdem er auch mal das Leben außerhalb des Faschismus kennengelernt hat.

Liegt vielleicht weniger an der homosexuellen Gastfamilie, sondern eher an der Situation in Russland.

Da können die wohl ihre Jugendlichen nur noch im Land halten, wenn sie ihnen das Ausland verbieten.


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#4
02.10.2014
13:07:15
Via Handy


(+6, 8 Votes)

Von Alex


Statt sich auch mal sachlich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen, kann Russland immer nur zensieren und unterdrücken.


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#5
02.10.2014
13:08:50


(0, 10 Votes)

Von ehemaligem User timpa354
Antwort zu Kommentar #3 von Finn


Finn, glaubst du wirklich die Geschichte? Ich nicht! So wie die Amerikaner lügen, siehe Ukraine, so können die Russen genauso lügen.


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#6
02.10.2014
13:45:43


(-6, 6 Votes)

Von bewegt


sehr attraktiv, dieser PAWEL ASTACHOW ....


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#7
02.10.2014
14:16:42


(+7, 9 Votes)

Von David77


"Er könne nur sagen, dass der Jugendliche nicht nach Russland zurückgekehrt sei "

Tja, woran das wohl liegen mag, warum es ihm dort besser gefällt, als in Russland?
Offenbar ist der Politiker zu verbohrt, dies einzugestehen. Aber wahrscheinlich hat ihm das böööhse Homo-Paar mit ihrer bööhsen Homo-Propaganda eine Gehirnwäsche verpasst...


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#8
02.10.2014
14:44:44


(+4, 8 Votes)
 
#9
02.10.2014
16:47:56
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Baer2014


Rußland macht "munter" weiter mit Diskriminierung und Haß, mich wundert es nicht mehr. Solange Putin am Ruder ist wird sich nichts ändern. 15 Jahre als Präsident und Regierungschef sind genug. Er muß weg!

INFO FÜR ALLE POSTER HIER:
Das ist mein letzter Post bei queer. de. Ich hab beruflich ne neue Aufgabe übernommen, die mich zeitlich sehr in Anspruch nehmen wird.

Ich wünsch allen hier Spaß im Privatleben und wenn bewegungsmäßig unterwegs Ausdauer und Durchhaltevermögen.

Machts gut!!!


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#10
02.10.2014
17:18:54


(+5, 7 Votes)

Von David77
Antwort zu Kommentar #9 von Baer2014


Och, schade.... kannst du nicht mal ab und an reinschauen?
Viel Erfolg!


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