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Erst gestern startete Kellys neue Show auf lovenight.tv. Mit queer.de sprach sie über knallharten Lesbensex, schwule Fans und natürlich Pornos.

Von Jan Gebauer

Auch wenn Kelly Trump keine Pornos mehr aktiv vor der Kamera dreht und die Alm-Show nicht gewinnen konnte, ist Dolly Busters ehemals härteste Konkurrentin immer noch gut im Geschäft. Am 6. Januar startete ihre neue Erotik-Show auf dem Satelitten-Sender lovenight.tv. Kellys offizielle Homepage bietet eine Fülle von Informationen (auch über ihre Hardcore-freien Filme), Bilder, Shop und XXX-Bereiche, die jedem Fan das Herz überschäumen lassen. Doch halt - hat Kelly Trump als Hetero-Porno-Star überhaupt schwule Fans? queer.de ging der Sache auf den Grund.


Glaubst Du, dass auch Schwule Deine Pornos anschauen?

Ja, ich weiß sogar mit Sicherheit, dass Schwule meine Pornos anschauen. Ein paar habe ich getroffen, die mir davon erzählten, und ich war immer verwundert deswegen. Das passt doch irgendwie nicht. Ich habe vor ein paar Wochen einen ganz süßen Brief von einem 24-jährigen Schwulen bekommen, der mich total klasse findet und sich alle Filme mit mir angeschaut hat. Mein bester schwuler Freund wiederum könnte das niemals - der findet das eklig.

Vielleicht liegt es an den größeren Schwänzen in Hetero-Pornos.

Ja, aber trotzdem ist doch eine Mummu dabei! Ich verstehe es nicht. (lacht) Aber grundsätzlich denke ich, dass es nicht so viele Leute sein können, die sich quasi in den Szenen in mich rein versetzen. (grinst)

Hast Du Erfahrungen mit der schwulen Porno-Welt?

Ja, ein wenig schon. Ich wurde zum Beispiel kürzlich bei der Venus-Messe in Berlin zum Stand von Man's Art geholt, um dort mit den schwulen Models Fotos zu machen. Das war mir total peinlich, weil ich nicht wusste warum. Die standen alle halbnackt um mich herum, was mir etwas unangenehm war. Ich fragte mich die ganze Zeit, finden die mich jetzt toll, oder ist denen das auch unangenehm. Außerdem hat ein schwuler Freund von mir früher bei Videorama im Kopierwerk gearbeitet und hat sich immer Filme mit nach Hause genommen. Dementsprechend hatte er Schwulenpornos bis unters Dach. Irgendwann habe ich mir dann einige ausgeliehen, weil ich neugierig war. Es war okay, aber letztendlich war es nichts für mich.

Schaust Du selber noch Pornos an?

Wenn man acht Jahre in der Branche gearbeitet hat, will man keine Pornos mehr sehen. Zumindest nicht, um heiß zu werden. Ich würde in jedem Porno mindestens ein Gesicht kennen und würde auch wissen, was hinter den Kulissen abgeht. Aber früher, so mit 18 Jahren, habe ich Pornos angeschaut. Ich hab ja durch den Freund von Videorama viele Filme bekommen.

Sieht Du Dir dann Pornos eher "wissenschaftlich" an?

Ja, genau. Meine eigenen Filme habe ich mir angeschaut, um zu gucken, ob auch alles perfekt ist. Und wenn ich es heute tue, dann schaue ich auch, ob die Location, das Licht oder auch die Mädchen gut sind.

Wie ist das mit den Schwulen – und Hetero-Pornofirmen - da bleibt doch jeder für sich, oder?

Hier in Deutschland auf jeden Fall. In den USA ist das wieder anders. Wenn jemand dort Gay-Pornos dreht, ist es durchaus normal, wenn der auch mal in einem Hetero-Porno mitmacht. Peter North ist ein gutes Beispiel. Als der in den 80er Jahren groß raus kam, da war es allgemein schon bekannt, dass er auch Schwulenpornos macht.

Du machst aber keine Hardcore-Streifen mehr. Warum?

Richtig. Vor drei Jahren habe ich aufgehört. Ich habe acht Jahre Pornos gedreht und irgendwann hatte ich alles erreicht, was man im Porno-Business erreichen kann. Dreimal den Venus-Award gewonnen und so weiter. Da fehlten mir die Herausforderungen. Ich hätte locker meinen Vertrag um zwei Jahre exklusiv verlängern können. Aber irgendwann muss man sich einen Zeitpunkt setzen, bei dem Schluss ist. In Amerika arbeiten manche bis zu 15 Jahre vor der Kamera und das wollte ich nicht. Ich wollte keine "Oma-Filme" machen! (lacht)

Was würdest du jungen Schwulen raten, wenn sie in Pornos mitmachen wollen?

Naja, wenn man keine Kontakte in die Branche hat, ist es schwierig. Letztendlich ist das aber für Heteros und Schwule gleich. Am besten schreibt man an eine große Produktionsfirma. Man muss aussagekräftige Fotos dabei legen. Nackt, mit Ständer – kein Anzug oder biederes Outfit. Wenn du gepflegt und gut gebaut bist, hast du sicher eine Chance, eingeladen zu werden.

In Deinen Filmen kamen teilweise auch Lesben-Szenen vor, obwohl du hetero bist. Wie hast du die gemeistert?

Meine erste Lesben-Szene hatte ich mit meiner besten Freundin – das war gut. Für mich war es ideal, eine vertraute Person für das erste Mal zu haben.

Ist es nicht gerade komisch, mit seiner besten Freundin so eine Szene zu machen?

Nein, wir haben gelacht und es war total entspannt. Ich habe teilweise viel lieber mit Frauen gedreht als mit Männern. Es war "leichtere Arbeit"- einfühlsamer.

Aber Lesben sagen, dass Lesben-Sex in Hetero-Pornos nicht realistisch ist.

Das glaube ich auch. Das Problem ist aber die Kamera. Für die muss man alles sehr deutlich machen, damit alles gut erkennbar ist. Darum wirkt aber vieles übertrieben oder plakativ. Ich hätte gewiss einige Szenen anders gemacht, aber letztendlich muss man sich nach der Kamera richten. In Amerika ist es aber noch schlimmer. Da habe ich einige Lesben-Szenen gedreht und die waren immer total schrecklich. Die stehen halt auf den knallharten Lesben-Sex mit Schlagen auf den Hintern und so weiter. Dazu haben sicher die wenigsten Frauen Ambitionen.

Hast Du denn irgendwelche lesbischen Neigungen?

Bescheuerte Frage. (lacht) Sagen wir mal so, um Sex vor der Kamera mit einer Frau zu haben, muss man schon eine gewisse Neigung haben. Ich kenne genug Frauen, die das komplett ablehnen, weil sie es eklig finden. Ich finde Frauen erotisch und schaue sie mir auch gerne an. Aber privat habe ich einfach keine Erfahrungen mit Frauen, nur vor der Kamera. Es ist doch so, dass Lesben eigentlich kein Thema mehr sind, aber die Leute schauen immer noch bei zwei Männern. Ich glaube, für die meisten wäre es auch seltsam einen Dreier zu machen, bei dem zwei Männer dabei sind. Für die ist es komisch, wenn der zweite Mann beide Geschlechter bedient. Ich denke, dass ist noch ein Tabu. Von einer Frau erwartet man das viel eher.

7. Januar 2004



#1 Iiiieeeehhhh!!!!Anonym
#2 TanjaAnonym
  • 07.01.2005, 12:42h
  • Also ich möchte pralle, große Möpse sehen. Denkt doch auch mal an uns Lesben. Danke queer.de, dass ihr auch mal sowas bringt!!!
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#3 GerdaAnonym
  • 07.01.2005, 12:45h
  • Also schaut doch nicht nur auf die Möpse, sondern auch auf die implizit und explizit ausgeführten intellektuellen Ergüsse dieser einzigartigen Person!
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#4 glombAnonym
  • 09.01.2005, 16:24h
  • ich werde die heten-männer nie verstehen, dass sie auf so ein gummipuppenimitat abfahren
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#5 calibanAnonym
  • 09.01.2005, 18:36h
  • Lieber glomb .... aber die Schwuppen, die sich die überschminkten und übertriebenen Ami-Pornos anschauen, die verstehst Du eher?
    Ich weiss net... Die sehen für mich noch mehr nach Ken aus, als Kelly Barbie jemals ähnlich sein könnte.

    Ich bin zumindestens mal beeindruckt, wie eloquent und nett sie geantwortet hat....

    Nach der Lektüre von Manuela Schaffraths Buch schockt mich im Bezug auf heten-Pornos eh nix mehr.
    Wobei deren Kapitel über das richtige blasen ja auch Kult-Charakter haben *ggg*

    Ne, ich find Kelly schon interessant. Und es freut mich, dass sie mal auf einer schwulen Seite zu schwulen Themen befragt wird.
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#6 AlexAnonym
#7 AlexAnonym
  • 19.10.2005, 15:27h
  • Hallo Kelly....

    Wie gehts Ihnen?

    Ich hoffe mal soweit ganz gut...

    Ich bin zwar schwul,finde Sie aber dennoch grossartig und super hübsch...

    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Glück für Ihr Lebensabschnitt und verbleibe mit freundlichen Grüssen..

    Ihr grosser Fan..

    Alex aus Berlin :-)))
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