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  • 02.10.2014           11      Teilen:   |

Rückzieher

Facebook entschuldigt sich bei Drag Queens

Artikelbild
Auch RuPaul kritisierte den Klarnamenzwang von Facebook (Bild: Logo)

Das soziale Netzwerk gesteht Fehler ein: Man wolle künftig nicht mehr die Konten von Drag Queens deaktivieren, wenn diese nur ihren Künstlernamen angeben wollen.

Der Konzern Facebook hat sich am Donnerstag für die Abschaltung von Drag-Queen-Profilen entschuldigt und erklärt, seinen Klarnamenzwang lockern zu wollen. Die Drag Queens hatte zuvor dagegen protestiert, ihren bürgerlichen Namen angeben zu müssen (queer.de berichtete). Dies könne etwa zu einem Outing führen, das in konservativen Regionen oft mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einher ginge.

Facebook-Manager Chris Cox entschuldigte in einem Blog-Eintrag bei der "Community der Drag Queens, Drag Kings, Transgender und der erweiterten Community unserer Freunde, Nachbarn und den Mitgliedern der LGBT-Community für das Ungemach, für das wir verantwortlich waren". Er erklärte, das Thema sei aufgekommen, weil ein User hunderte Drag Queens wegen des Klarnamenzwangs bei Facebook angeschwärzt hatte und der Konzern daraufhin mehrere Konten sperren ließ. Eigentlich sei der Klarnamenzwang dazu da, um Dinge wie Mobbing oder Betrugsfälle zu verhindern. Man überprüfe deshalb jeden Monat hunderttausende Konten. Im Falle der Drag Queens sei man über das Ziel hinaus geschossen. Man werde nun an einer Lösung des Problems arbeiten.

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Das Profilbild von Facebook-Manager Chris Cox - Quelle: FB
Das Profilbild von Facebook-Manager Chris Cox (Bild: FB)

Cox erklärte, dass der Konzern nie auf der Nutzung des "gesetzlichen Namens" gepocht habe. "Die Idee hinter unserer Richtlinien ist, dass jeder auf Facebook den Namen benutzt, den man auch im wirklichen Leben nutzt". Das entspricht allerdings nicht den offiziellen Facebook-Richtlinien. So heißt es auf der deutschen Seite des sozialen Netzwerks: "Der Name, den du verwendest, sollte dein wirklicher Name sein, so wie er auf deiner Kreditkarte, deinem Führerschein oder deinem Studentenausweis angegeben ist."

Mehrere Drag Queens hatten Facebook scharf kritisiert und eine Petition gestartet, die bereits von mehr als 36.000 Menschen unterschrieben worden ist. Auch RuPaul ("RuPaul's Drag Race") griff den kalifornischen Konzern für seine Sperrungen an: "Es ist schlecht, wenn Facebook die Rechte von kreativen Menschen beschneidet, die sogar noch fantastischer erblühen als vorher mit dem Namen, den sie von ihrer Mama erhalten hatten."

Drag Queens wollen nun ihren Erfolg am Donnerstag am Rathaus von San Francisco feiern. In einer Einladung (natürlich auf Facebook) heißt es: "Bitte kommt und feiert mit uns und erinnert die Welt daran, dass wir gewinnen können, wenn wir nur zusammenhalten!" (dk)

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Tags: facebook, drag queens, klarnamenzwang
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Reaktionen zu "Facebook entschuldigt sich bei Drag Queens"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
02.10.2014
14:03:37


(+4, 6 Votes)
 
#2
02.10.2014
14:31:19


(+2, 4 Votes)
 
#3
02.10.2014
14:32:30


(-2, 6 Votes)

Von reaktionär dreck


zugleich hetzt die "grün-alternative" agenda-2010-kriegspropaganda-TAZ in (weiß-heterosexuell-christlich-mittel-oberschichtiger) altherrenmanier gegen bösen genderterror, wobei auch das feindbild "araber"/"afrikaner"/"russe" zum schluss nicht fehlen darf

der beschränkte horizont reaktionärer a-, b- und c-löcher, die mit ihrem geschreibsel offensichtlich milieuerfahrenes zielgruppenmarketing betreiben, müssen auch wirklich überfordert sein und sich bedroht fühlen von individueller einzigartigkeit und vielfalt und deren artikulation.
(nicht dass es dem konzern facebook um selbige geht.)


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#4
02.10.2014
14:35:27


(-2, 4 Votes)
 
#5
02.10.2014
14:47:42
Via Handy


(-5, 7 Votes)

Von Gnau


Selbstgemachte Probleme. Drag Queens sind keine Transsexuellen. Wenn sie ihren echten, männlichen Namen zusätzlich angeben, konnten sie ihren weiblichen, ausgedachten behalten.


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#6
02.10.2014
17:35:12
Via Handy


(+4, 4 Votes)

Von SideFX23
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Gnau


Ach so, deswegen schreibst Du hier ja auch mit Deinem Pseudonym... ist schon klar.


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#7
02.10.2014
18:12:16


(+3, 3 Votes)

Von Sebi


Facebook reagiert leider immer erst, wenn genug darüber berichtet wird und der Schaden zu groß wird.

Es wäre besser, auch mal eher auf Beschwerden zu reagieren und nicht erst dann, wenn der wirtschaftliche Schaden zu groß wird.

Sowas geschieht bei denen nie aus ethischer Überzeugung, sondern immer nur aus Profit-Überlegungen.

Es ist einfach lästig, immer erst aktiv werden zu müssen und so viel organisieren zu müssen, nur um zu seinem Recht zu kommen...

Das betrifft nicht nur Facebook, sondern auch GLBTI-feindliche Aktionen bei Google, Apple, Amazon, Twitter, & Co.


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#8
02.10.2014
19:01:42


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das wird auch höchste Eisenbahn!


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#9
02.10.2014
19:13:47


(+2, 2 Votes)

Von Unabhängig


Dass Facebook eine Datenkrake ist, deren Geschäftsmodell darin besteht, möglichst umfangreiche User-Daten zu sammeln, um sie zu Geld zu machen, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dieses aktuelle Verhalten ist mal wieder so entlarvend, dass man sich auf die Schenkel klopfen möchte.
F*ck NSA. F*ck google. F*ck facebook. Wer braucht Euch?


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#10
03.10.2014
07:20:15
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von loveme


Also was ist den überhaupt.mit facebook los? Spinnen die total wenn ihr mich fragt ja aber voll sollen doch alle draq queens ihren anderen namen eingeben ist doch nichts dabei die wollen nur das privat leben schützen


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