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Der Bischof befürchtet, dass die Standesämter bald voller heiratswilliger Hunde sein werden, die am Ende den Menschen alles wegerben (Bild: toddneville / flickr / by 2.0)

Erneute Attacke eines katholischen Würdenträgers: Ein mexikanischer Bischof behauptet, die Öffnung der Ehe würde dazu führen, dass Menschen ihre Haustiere heirateten.

José María de la Torre Martín, der Bischof von Aguascalientes in Zentral-Mexiko, hat vor einer Gleichstellung von Schwulen und Lesben gewarnt, weil dies mit Sicherheit zu einer weiteren Herabsetzung der heterosexuellen Ehe führen werde. In einer Pressekonferenz erklärte der Bischof am Montag, dass nach der Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe auch Hochzeiten zwischen Menschen und Hunden nicht mehr aufzuhalten seien: "Wenn die Homo-Ehe erlaubt wird, werden morgen auch Ehen zwischen Mann und Hund legal sein. Und die Welpen werden als Erben eingesetzt werden."

Grund für die Aussage ist die Debatte über die Ehe-Öffnung in Mexiko. Derzeit erlauben nur Mexiko-Staat und die Bundesstaaten Coahuila und Quintana Roo, Schwulen und Lesben zu heiraten. Die Ehen müssen aber nach einem Urteil des obersten Gerichtshofes im ganzen Land anerkannt werden. Auch im Bundesstaat Aguascalientes, in dem auch die Diözese des Bischofs liegt, wird über die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren diskutiert.

Bischof: Homos wollen Tradition "vernichten"


Bischof José María de la Torre Martín

Der Bischof gilt als sehr homophob und hat bereits wiederholt gegen Homosexuelle polemisiert. Erst vor zwei Wochen bezeichnete er Schwule und Lesben als "Invertierte", die eine "perverse Philosophie" verfolgten. Homosexuelle hätten zum Ziel, die traditionelle Ordnung zu "vernichten" und eine neue Ordnung aufzubauen.

Die mexikanische Antidiskriminierungsbehörde hat am Donnerstag angekündigt, die Aussagen des Bischofs untersuchen zu wollen. Ein Sprecher erklärte, man habe mehrere Beschwerden aus der Bevölkerung erhalten.

Über 80 Prozent der Mexikaner gehören der katholischen Kirche an, die sich in den letzten Jahren immer wieder in die politische Debatte um die Ehe-Öffnung eingemischt hat – mit teilweise sehr aggressiver Rhetorik: So bezeichnete ein Kirchensprecher die Ehe-Öffnung als schlimmer als den Drogenhandel, der in Mexiko zehntausende Todesopfer gefordert hatte (queer.de berichtete). Der Erzbischof von Mexiko-Stadt erklärte, die Homo-Ehe sei "böse" und warf daraufhin Homosexuellen vor, an einer "unmoralischen Verirrung" zu leiden (queer.de berichtete). (dk)



#1 Bad HomburgAnonym
  • 02.10.2014, 14:47h
  • Es gibt auch andere Stimmen in der katholischen Kirche von Mexiko - wie Jose Raul Vera Lopez, Bischof von Saltillo, z.B., der im letzten Jahr die Homophobie für "psychische Störung" erklärt hat und gleichgeschlechtliche Partnerschaften unterstützt.
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#2 HopeAnonym
  • 02.10.2014, 14:50h
  • "Homosexuelle hätten zum Ziel, die traditionelle Ordnung zu "vernichten" und eine neue Ordnung aufzubauen."

    Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Gemeinsam mit allen sozial fortschrittlichen, revolutionären Kräften aller Geschlechter und aller sexuellen Orientierungen!
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#3 Foxie
  • 02.10.2014, 14:54h

  • Die Aussagen Seiner Pestilenz sollen untersucht werden?! Wohl eher sein Geisteszustand muß dringend untersucht werden! Und die Auswirkungen auf sein Umfeld.
    Ich denke, mit dem Wechsel der Meßweinsorte ist es nicht getan, solche Prachtexemplare religiöser Verblendung gibts auch hierzulande. Leider.
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#4 Oliver43Anonym
#5 OliverZiAnonym
  • 02.10.2014, 15:55h
  • Ja klar - Hunde sind ja auch natürliche Personen, die legal bindende Verträge unterzeichnen können...

    Wenn Dummheit weh tun würde, könnte man die katholischen Würdenträger aus Afrika, Amerika und auch Europa in ruhigen Nächten bei gutem Wind bis zu uns schreien hören.
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#6 stephan
  • 02.10.2014, 16:03h
  • Anstelle dieses dicken, alten Mannes würde ich mir vielleicht nicht soviel Gedanken um andere Menschen, Begriffe und Lebensweisen machen und zunächst einmal darüber nachdenken, was er so verdrängen muss, dass er a. so fressen und b. gegen andere hetzen muss!
    Das dürfte schon Aufgabe genug sein für eine sehr lange Therapie! Bis dahin ist dann seine Amtszeit abgelaufen und er kann seine 'Schäfchen' in Ruhe lassen!
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#7 Fred i BKKAnonym
  • 02.10.2014, 16:12h
  • ...ja ich weis, er heisst MARIA,traegt Weiberfummel und hat viele paedophile Freunde,glaubt das Schlangen sprechen koennen,Tode raumlaufen,und Maedels schwanger werden ohne schnackseln...
    und zaubern kann er auch, aus Wein und Brot macht er flux mal Blut und Fleisch....

    und die Schafe knien vor ihm nieder und kuessen ehrfurchtig seinen protzigen Ring...

    Sekten-Fuersten heutzutage ....so noetig wie ein Loch im Kopf...
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#8 Bad HomburgAnonym
#9 David77Anonym
  • 02.10.2014, 16:33h
  • Antwort auf #8 von Bad Homburg
  • "falsche Pauschalierung ist auch eine Diskriminierung."

    Wirklich? Kann man da falsch pauschalisieren?
    Für diesen Ruf ist die Kirche selber verantwortlich, die doch offiziell auf ihre homophobe Linie besteht und Abweichler abstraft!!!

    Übrigens ganz perfide, dass sich der als Experte auftut, der sich selber nicht an dass hält, was er unsereins vorwirft: "Als Mann und Frau geschaffen um Kinder zu zeugen"... aber das Brett vor'm Kopf ist ja typisch...
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#10 Foxie
  • 02.10.2014, 16:47h

  • Ach, immer diese "Ja aber..." und "...man sollte nicht"-Kommentare aus Bad Homburg.

    Wort zum Donnerstag:
    Möge der Artikel & die Bad Homburger Kommentare möglichst vielen Menschen die Augen und Gedanken öffnen und sie zum Kirchenaustritt bewegen!
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