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  • 04.10.2014           147      Teilen:   |

IS-Sympathisant

Bayern will Kemptener Salafisten ausweisen

Artikelbild
"Erhebliche Gefahr für die Sicherheit Deutschlands": Erhan A. im WDR-Magazin "Monitor"

Er fantasierte davon, dann man in einem islamistischen Deutschland alle Homosexuellen umbringen könnte – jetzt soll Erhan A. in die Türkei abgeschoben werden.

Der radikale Salafist Erhan A. aus Kempten ist am Donnerstag festgenommen worden. Der 22-jährige ehemalige Student der Wirtschaftsinformatik wirbt offen für die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) und soll nun in sein Geburtsland Türkei abgeschoben werden. Er sei eine erhebliche Gefahr für die Sicherheit Deutschlands, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Mit einem langen Interview in der jüngsten Ausgabe des SZ-Magazins hatte Erhan A., der als Baby nach Deutschland kam, für Aufsehen gesorgt. Darin verteidigt er den Terror des IS und träumte von einer "Islamrepublik Deutschland". Laut "SZ Magazin" fantasierte Erhan A. davon, dass man dann alle Homosexuellen umbringen könnte. Aber man solle ihn nicht falsch verstehen, er würde nie mit Absicht gegen ein Gesetz verstoßen – "zumindest nicht in diesem Land".

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Keine Hinweise auf Straftaten oder bevorstehende Anschläge

Im vergangenen Jahr reiste Erhan A. mit dem Plan in die Türkei, sich später in Syrien der IS anzuschließen – seine Eltern holten ihn jedoch vorher in den Allgäu zurück. Seitdem steht der junge Salafist im Fokus der bayerischen Polizei, wurde mit Meldeauflagen, Ausreiseverbot und Passentzug belegt. Hinweise auf konkrete Straftaten oder Anschlagspläne haben die Behörden allerdings nicht.

Das Interview im "SZ Magazin" hat für Bayerns Innenminister Herrmann dennoch das Fass zum Überlaufen gebracht: "Jemand, der in aller Öffentlichkeit die Gräueltaten der Terrormiliz 'Islamischer Staat' gutheißt, das Köpfen von Journalisten rechtfertigt und nicht davor zurückschreckt, seine eigene Familie zu töten, wenn sie sich nicht an die islamischen Gesetze hält, hat bei uns nichts zu suchen", sagte der CSU-Politiker.

Laut Herrmann gebe es keine Rechtsgrundlage, Erhan A. in Deutschland dauerhaft in Gewahrsam zu nehmen. "Es gibt keinen anderen Weg, als ihn in sein Heimatland abzuschieben", so der Innenminister. Nach Vorführung beim Haftrichter sei Erhan A. in die bayerische Abschiebehaftanstalt gebracht worden. "Damit können wir die schnellstmögliche Ausweisung in die Türkei sicherstellen. Er steht dann unter der Obhut der türkischen Sicherheitsbehörden."

Mit der bevorstehenden Abschiebung stellte sich Herrmann gegen Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der am Donnerstag dafür plädierte, gewaltbereite Islamisten an der Ausreise aus Deutschland zu hindern. Der CDU-Politiker forderte, mutmaßlichen "Dschihad-Touristen" nicht nur den Pass, sondern auch den Personalausweis zu entziehen. Sie sollten stattdessen ein Ersatzdokument erhalten, das nur in der Bundesrepublik Gültigkeit habe. (cw)

Links zum Thema:
» Interview des SZ-Magazins mit Erhan A.
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Tags: erhan a, salafismus, abschiebung, joachim herrmann, bayern, türkei
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Reaktionen zu "Bayern will Kemptener Salafisten ausweisen"


 147 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
04.10.2014
09:08:03


(+7, 19 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Sorry, das mag so sein, dass dieser Spinner eine größere Gefahr in Syrien oder der Türkei darstellt - durchaus möglich.
Aber wenn ihn die türkischen Behörden in Empfang nehmen, werden sie sicher andere Mittel einsetzen als wir mit unserer Du-da-müssen-wir-jetzt-ersteinmal-drüber-reden-ich-finde-das-nicht-gut-was-Du-da-machst-Einstellung. Die Jungs träumen doch davon, als Märtyrer für den Islam zu gelten. Das kann er doch auch hinter Gittern haben, da kann er so richtig für seinen "Glauben" leiden.
Ich wohne im Bonner Norden, und fünf Straßen weiter beginnt der Stadtteil Tannenbusch. Die bekannte Hochburg, wo die Salafisten ihre Grillparties feiern. Letztes WE beim Bonner Stadtfest rannten die Jungs auch rum, und verteilten ihre Korane, bis die Polizei sie vom Platz schickte. Sie provozieren, wo sie können, loten Grenzen bis zum Gehtnichtmehr aus und all das im Bewußtsein, dass Grundgesetz, BGB etc. im Angesicht des Koran und der Scharia null und nichtig sind.
Auch wenn mir unser Staat mit seiner Kirchennähe und -verquickung manchmal sehr auf den Geist geht, stellt unser System das zur Zeit bestmögliche dar, welches es auf deutschem Boden bisher gab. Wobei ich gegen ein gekröntes Haupt anstelle von unserem Bundespastor auch nix hätte.

Spaß beiseite, wenn man alles toleriert und zuläßt, kann es auch in Gleichgültigkeit ausarten. Wer hier leben will, kann gern glauben, was er will - innerhalb der eigenen vier Wände.
Aber jenseits seiner Nasenspitze hat Glaube nichts verloren. Und religiöser Terror schon gar nicht, egal ob radikalkatholischer, evangelikaler oder islamistischer Provenienz.

Also schickt diesen Möchtegern-Kämpfer in die Türkei, rüstet die Kurden mit modernen Waffen aus, damit sie sich gegen diese islamistischen Spinner verteidigen und einen eigenen Staat aufbauen können auf den Trümmern Syriens und Iraks.


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#2
04.10.2014
09:14:07


(-9, 27 Votes)

Von Torsten_Ilg
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Abschiebung von politischen oder religiösen Extremisten muss möglich sein. Deutschland ist ein freier und säkularer Staat. Wer Hass und Todesdrohungen, nicht nur gegen Homosexuelle propagiert, verstößt gegen die Grundpfeiler unseres Staates. Wir müssen alles daran setzen, dass unsere Grundwerte in Deutschland erhalten bleiben. Es ist gut wenn man differenziert argumentiert! Rechtsradikale Gruppierungen polemisieren pauschal gegen Überfremdung und Minderheiten wie Homosexuelle, was man sicher nicht dulden darf. Aber mit falscher "Gutmenschlichkeit" macht man sich selbst zum Opfer und gefährdet indirekt den Frieden in unserem Land. Natürlich kann man sich sowohl gegen Islamfeindlichkeit aussprechen, als auch die negativen Begleiterscheinungen einer zunehmenden Islamisierung kritisieren. In dieser Debatte müssen auch unterschiedliche Strömungen von Religionen in Betracht gezogen werden. Der Staat braucht klare Zuständigkeiten und Ansprechpartner, die man auch bei Fehlentwicklungen in die Pflicht nehmen kann.


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#3
04.10.2014
09:28:55


(-4, 14 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #2 von Torsten_Ilg


"Die Abschiebung von politischen oder religiösen Extremisten muss möglich sein. Deutschland ist ein freier und säkularer Staat. "

Zum ersten Satz: JA! Zum zweiten Satz: NEIN!


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#4
04.10.2014
09:59:27
Via Handy


(+12, 16 Votes)

Von volksverhetzung


"Laut Herrmann gebe es keine Rechts­grundlage, Erhan A. in Deutschland dauerhaft in Gewahrsam zu nehmen."

Ich denke, die Abschiebung ist gerechtfertigt. Einen Prozess wegen Volksverhetzung hätte ich allerdings für sinvoller und aufklärender und abschreckender gehalten, auch gegenüber Salafisten und anderen Extremisten, die nicht abgeschoben werden können.

Bisher ist in Deutschland ja noch nie jemand wegen homophober Hetze verurteilt worden, das wäre mal Zeit.


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#5
04.10.2014
10:03:02


(+5, 13 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012
Antwort zu Kommentar #2 von Torsten_Ilg


Gute Grundlage! Das würde auch die Basis liefern, z.B. einer Frau von Storch und ihrem klerikalfaschistischem Dunstkreis die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Super!


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#6
04.10.2014
10:08:27
Via Handy


(-5, 17 Votes)

Von Balina


Hier ist er. Ich bin definitiv kein Freund unserer Ausländerpolitik, wodurch der deutsche zum Migrant im eigenen Land wird. Dieser typ jedenfalls sollte durch sein medienwirksames auftreten doch nun das ausschlaggebende argument sein, an dem die misslungene ausländerpolitik sich wiederspiegelt. Ich bin gegen die ausweisung, an dem sollte D. Einige rehabilitationsversuche durchführen, um seine eigenen Fehler an den anderen 400 wieder auszubügeln. Des Weiterem besteht auch so die Möglichkeit, die Aufklärung endlich in andere Kulturkreise zu etablieren, als laufend die deutschen über andere Glauben aufzuklären. Bisher hat es durch.diese Politik nur ärger gegeben. Wann hat die "du hast schuld""und nimm dich endlich anderer kulturen an" Politik ein Ende. Helft der verlorenen Seele und dadurch unseren nachfolgenden Generationen.


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#7
04.10.2014
10:11:18


(+5, 17 Votes)

Von Cyberwoolf
Profil nur für angemeldete User sichtbar


ich habe den Bericht in der SZ gelesen. Über das was man so liest und hört, kann man schon Angst bekommen welchen Einfluss die IS mittlerweile hat. Da sind die derzeitigen Probleme der kath. Kirche verschwindent klein.

Wenn das so mit der Entwicklung der IS weitergeht, sehen wir uns "bald" in einem neuen Weltkrieg gegenüber...

Ich kann nur den Kopf schütteln... Es ist doch immer das Selbe! Ein"Heiliger" Krieg wird im Namen (eines) Gottes geführt. Für meinen Geschmack wird da ein "Gott" vorgeschoben, um die eigenen weltlichen Interessen und Vorteile im Geplänkel um Reichtum, Macht und Durchsetzung voranzutreiben...


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#8
04.10.2014
10:35:43


(+2, 8 Votes)

Von gatopardo
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Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Prima Foxy ! Grüne Punkte sind Dir sicher !


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#9
04.10.2014
10:39:39


(+9, 17 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Bin jedesmal dem Erbrechen nahe, wenn ich christliche Religionsfuzzis sehe und höre, aber der Islam kann das ja alles noch viel besser !


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#10
04.10.2014
10:55:49


(-1, 15 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von KMBonn


Und da gibt es noch einen anderen klerikalfaschistischern Dauerbrenner:

Link zu www.spiegel.de

Im Spanien der 30er sah es so aus wie heute in Syrien.


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