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  • 06.10.2014           20      Teilen:   |

Autobiografie

Gérard Depardieu ging als Kind auf den Strich

Artikelbild
Gérard Depardieu als kommunistischer Bürgermeister mit schwulem Sohn in der Komödie "Das Schmuckstück" (Bild: Concorde Filmverleih)

Mit zehn Jahren ist der Kult-Schauspieler anschaffen gegangen – und hat seine männlichen Kunden sogar teilweise ausgeraubt.

In seiner neuen Autobiografie "Ça s'est fait comme ça" (Es kam so) packt Gérard Depardieu aus: Bereits als Zehnjähriger habe der im zentralfranzösischen Châteauroux aufgewachsene Schauspieler Männern sexuelle Dienstleistungen angeboten. "Ich wusste seit ich sehr jung war, dass ich Homosexuelle befriedigen kann", heißt es in dem Buch. Als Junge habe er stets ein wenig älter ausgesehen, so dass Männer ihn bereits früh nach Sex gefragt hätten. "Ich habe sie dann um Geld gebeten", so Dapardieu.

Er erklärte außerdem, dass er, als er als Jugendlicher später nach Paris gezogen ist, weiter seinen Körper verkauft habe. Ab und zu habe er sogar seine Kunden ausgeraubt. Dabei habe er in mindestens einem Fall Gewalt angewendet.

Im Buch spricht der 65-Jährige über seine schwierige Kindheit, bei der er auch oft kriminell wurde. So saß er im Alter von 16 Jahren drei Wochen lang wegen Autodiebstahls im Gefängnis. Er habe auch Grabräubern geholfen, beerdigte Leichen auszugraben und von ihnen Wertsachen wie Schmuck oder Schuhe zu stehlen.

Den Schauspieler gerettet habe laut der Autobiografie ein schwuler Talentsucher, der Depardieu ein Studium an der Schauspielschule finanzierte.

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Depardieu zählt seit den Siebzigerjahren zu den angesehensten Charakterdarstellern des französischen Kinos. Seinen Durchbruch schaffte er 1990 mit dem französischen Historienfilm "Cyrano von Bergerac" und insbesondere mit der amerikanischen Liebeskomödie "Green Card – Schein-Ehe mit Hindernissen". Darin spielte er einen Franzosen, der in den USA eine Frau (Andie MacDowell) heiratet, um eine Arbeitserlaubnis zu erhalten.

In den letzten Jahren ist Depardieu mehrfach mit dem französischen Gesetz in Konflikt geraten: So erhielt er eine Bewährungsstrafe wegen wiederholten Fahrens unter Alkoholeinfluss oder urinierte 2011 in den Gang einer Air-France-Maschine, weil er während des Startens nicht auf die Toilette durfte. Im vergangenen Jahr empörte er viele Franzosen, als er aus Protest gegen die hohen Steuersätze in Frankreich die russische Staatsbürgerschaft annahm. Wladimir Putin unterschrieb persönlich die Dokumente für Depardieu, der den Präsidenten seither gegen verbale Angriffe aus dem Westen verteidigt.

2011 spielte Depardieu den Vater eines schwulen Sohnes in "Das Schmuckstück", einem Film des Regisseurs François Ozon ("Sitcom", "8 Frauen"). (dk)

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Tags: gerard depardieu, frankreich
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Reaktionen zu "Gérard Depardieu ging als Kind auf den Strich"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
06.10.2014
15:31:27


(+5, 7 Votes)

Von ehemaligem User timpa354


Die spannendsten Geschichten schreibt das Leben.


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#2
06.10.2014
15:42:23


(+8, 10 Votes)

Von FuZZZyness


"Wladimir Putin unterschrieb persönlich die Dokumente für Depardieu, der den Präsidenten seither gegen verbale Angriffe aus dem Westen verteidigt."

Aber gegen unsere Tina hat er keine Chance!

Link:
forum.publikumskonferenz.de/viewtopic.php?f=30&
;t=134&sid=981a0755df60d8be2aeb616406f5fdb1


Unsere Leichen bleiben im Keller!


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#3
06.10.2014
17:38:02


(+4, 8 Votes)

Von Gast


Ob Putin ihn nun wegen der Vergangenheit auch die russische Staatsbürgerschaft auch wieder persönlich entziehen wird ???


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#4
06.10.2014
17:59:18


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Abgründe tun sich da auf...


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#5
06.10.2014
18:09:28


(+3, 5 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Den "Abendanzug" von ihm, der ist mir (65, schwulenehegeneigt) den kenn ich noch. Mein Mann (52), dauerverlobt, sahen uns das Werk einst in Bremen an. Angetüdelt und bekifft. Das haute rein.

Und nun, lieber Gérad, komm mal wieder runter! Putin, Saufsack usw. mögen wir nicht! Dein Stern sinkt, und zwar ganz tief ...


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#6
06.10.2014
18:38:57


(+6, 8 Votes)

Von Gerd nunmehr
Antwort zu Kommentar #2 von FuZZZyness


Zu Tinas Freunden von der Atlantik-Brücke "wurde nunmehr vom Landgericht Hamburg..."

Link zu www.heise.de


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#7
06.10.2014
19:26:37


(+1, 3 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Vorläufige amtliche Auswertung der werten Kommatentare: Who is "TINA" ? Muss ich die kennen? Kenne nur eine mit "M" ...


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#8
06.10.2014
20:33:46


(-4, 6 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Und wie heißt ihr überhaupt? Alle verstecken sich hinter irgendwelchen "Nicknames". Nicht Manns genug oder was? Come out, please ...


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#9
06.10.2014
20:53:52
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von ABCXYZ


Bin grade auf "European Homecare" gestoßen ... und zähle 1 und 1 zusammen:

Homophobie + Homophobie = Homophobismus

Ich denke, die meisten können rechnen.


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#10
06.10.2014
22:27:44


(0, 4 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Oh, wie recht du hast, Mister XYZ. "Homophobismus", welch Wort!

Mein Mann und ich finden solche Darstellungen immer wieder prickelnd. Es stimmt schon, dass man merkt, dass wir "anders" sind. OUT, ebent


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