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  • 06.10.2014           15      Teilen:   |

Staatshomophobie

Marokko: Brite wegen Homosexualität im Gefängnis

Freunde und Familie machen sich Sorgen um Ray
Freunde und Familie machen sich Sorgen um Ray

Wegen eines Online-Dates mit einem anderen Mann in Marrakesch muss ein britischer Tourist für vier Monate hinter Gitter.

Ein 69-jähriger Tourist aus England ist in Marokko verhaftet und zu vier Monaten Gefängnis wegen Homosexualität verurteilt worden.

Wie britische Zeitungen berichten, wurde Ray Cole aus der Grafschaft Kent bereits vergangenen Monat in Marrakesch festgenommen, weil er sich zuvor mit einem Marokkaner online verabredet hatte. Er wurde gemeinsam mit einem Marokkaner an einer Bushaltestelle vehaftet.

Coles Familie wurde erst eine Woche später über die Festnahme informiert – sie hatte den Mann zwischenzeitlich als vermisst gemeldet. Der 69-Jährige ist ein Großvater, der sich vor wenigen Jahren als schwul geoutet hatte.

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Tory-Abgeordneter fordert Tourismusboykott

Gegenüber der BBC bestätigte ein Sprecher des britischen Außenministeriums die Festnahme und erklärte, man sei mit dem Verhafteten in Kontakt. Der Wahlkreisabgeordnete des Festgenommenen, der Konservative Charlie Elphicke, rief in der schwul-lesbischen Szenepresse zu einem Touristenboykott Marokkos auf: "Wenn Sie da hin gehen, gehen Sie die Gefahr ein, wegen mittelalterlicher Paragrafen im Gefängnis zu landen", so Elphicke gegenüber "Pink News". "Die Botschaft ist klar: Marokko ist für britische Touristen nicht sicher."

Auf Facebook ist inzwischen von Freunden und Verwandten eine Kamapgnenseite zur Freilassung des Touristen erstellt worden. Außerdem gibt es auf Twitter den Hashtag #freeraycole.

In Marokko stehen auf homosexuelle Handlungen bis zu drei Jahre Haft. Eine abweichende sexuelle Orientierung gilt innerhalb der marokkanischen Gesellschaft als Tabuthema, wird aber gerade in Touristen-Orten wie Marrakesch, Agadir oder Tanger in den meisten Fällen toleriert. Dort sind regelrechte Kolonien schwuler Rentner aus Westeuropa entstanden (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: großbritannien, marokko
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Reaktionen zu "Marokko: Brite wegen Homosexualität im Gefängnis"


 15 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
06.10.2014
17:37:45


(+2, 6 Votes)
 
#2
06.10.2014
17:59:34


(+5, 13 Votes)

Von GeorgG


Jeder Queer.de-Leser sollte es sich sehr gut überlegen, ob er in islamischen Ländern Urlaub machen will!


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#3
06.10.2014
18:54:13


(+11, 13 Votes)

Von Simon H


"Tory-Abgeordneter fordert Tourismusboykott"

Kann ich mich nur anschließen.

Dieses Land lebt zu weiten Teilen von Tourismus und dann sperren sie Touristen weg.

Da sollte niemand mehr seinen Urlaub verbringen, egal ob homo oder hetero.

Auch alleine schon aus Interesse um die eigene Sicherheit.


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#4
06.10.2014
19:13:28


(-5, 15 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #2 von GeorgG


Nach islamischen Recht müssten eigentlich vier oder fünf Zeuge beim Analverkehr zugucken, damit man eine "rechtliche" Handhabe gegen die "Sünder" hat, das hat mir Pierre Vogel letztens mal erklärt.
Mit dem Islam hat der obige Fall deshalb wenig gemein, das Problem ist: Marroko ist eine monarchische Diktatur. Die Anti-Homosexuellen-Gesetze stammen aus der Kolonialzeit, wurden von christlichen Europäern importiert. Der Marrokkaner an sich, ist MSM-Kontakten gegenüber eher aufgeschlossen.


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#5
06.10.2014
19:30:26
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von Nick
Antwort zu Kommentar #4 von reiserobby


Die "Zeugen" werden bisweilen auch einfach ausgesucht und benannt, wie man aus anderen Fällen kennt.

Interessant ist es immer, dass sämtliche Misstände angeblich nie etwas mit dem Islam zutun haben.


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#6
06.10.2014
21:21:26


(+2, 4 Votes)

Von schwarzerkater
Profil nur für angemeldete User sichtbar


marokko galt ja eher als liberal und dort haben die behörden immer die augen zugedrückt, obwohl an vielen orten bekannt ist/war, was dort läuft.
vielleicht ist cole in eine absichtlich gestellte falle getreten, oder vielleicht war sein "kontakt" recht jung - so lässt der artikel leider viel zu viel spekulationen zu.


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#7
07.10.2014
00:17:53


(+1, 5 Votes)

Von ehemaligem User Tonner66


Für jeden passiven Gay ist Marokko das Land der Offenbarung! Man muss aber sehr diskret sein und genügend Kleingeld in der Tasche haben . ;-) Leben sehr viele schwule Engländer u. Franzosen dort, die ihre Rente mit den schönen Marokkanern verprassen. Bestimmt ist etwas schief gelaufen und der Engländer wollte nix oder zu wenig bezahlen oder Ähnliches, den das Land geht im Grunde sehr loyal mit seinen schwulen europäischen Rentnern um. ;-). ­Sehr viele junge Männer ernähren mit ihren spendablen Freiern die ganze Familie im Hinterland. Tragisch irgendwie, aber "live is a bitch"! :-/


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#8
07.10.2014
00:33:01


(+8, 8 Votes)

Von niccinicci


so ein Blödsinn, was Kommentator 4 hier schreibt. gleich schnell wieder alles auf die christlichen Europäer schieben. unglaublich, wie unglaubwürdig er sich hier ins aus schiesst, nimmt ja keiner mehr ernst. ich weiss aus eigener Erfahrung, das dort sehr viel heuchelei an der Tagesordnung ist, und schwulsein auf keinen fall akzeptiert wird. es hat auch nichts mit den gesetzen aus der Kolonialzeit zu tun, die könnten längst geändert sein.
und na klar ist der Islam wie jede Religion extrem schwulenfeindlich.


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#9
07.10.2014
00:54:50


(+4, 4 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Stimmt, man kann nicht herauslesen, was da die haaergenauen Umstände waren. Ansonsten :
Noch ein Land für die Abstrich-Liste. Wobei es mir für die Marokkaner Leid tut, die ich als herzliche, gastfreundliche Menschen kenne, auch welche hier in Deutschland.

Es stehen wohl einfach zu viele Jahrhunderte zwischen der ethischen Entwicklung solcher Länder zu der hier Üblichen.
Surfen kann man auch auf der anderen Seite vom Mittelmeer.


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#10
07.10.2014
03:52:35


(+5, 5 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #3 von Simon H


Es ist schoen und gut und richtig, sich ueber die Verhaftung des Touristen aufzuregen. Doch was wird aus dem Marokkaner? Wer und welche Menschenrechtsgruppe kuemmert sich darum? Oder machen das die Britten gleich mit? Das will ich doch hoffen.


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