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Für Schwule und Lesben ist das Leben auf Jamaika lebensgefährlich

Auf Jamaika gibt es nur wenige Menschen, die Schwule nicht strafrechtlich verfolgen wollen: Laut einer Umfrage der Zeitung "Gleaner" sprechen sich 91 Prozent der Bevölkerung für die Fortsetzung der Bestrafung von männlichen Homosexuellen aus.

In der Umfrage, die am 6. und 7. September unter 1.208 Einwohnern Jamaikas durchgeführt wurde, erklärten nur fünf Prozent, dass das Gesetz zur Verfolgung von Homosexuellen auf der Insel abgeschafft werden sollte. Vier Prozent hatten keine Meinung.

Derzeit wird darüber debattiert, ob Jamaika die Unzuchtsparagrafen reformieren oder streichen soll, die zehn Jahre Haft und Zwangsarbeit für homosexuellen Sex vorsieht. Zwar betrifft das Gesetz de facto nicht Lesben, allerdings sind sie wegen der starken gesellschaftlichen Ächtung von Homosexualität ebenfalls einem großen Maß an Diskriminierung ausgesetzt.

Laut weiteren Ergebnissen der Umfrage erklärten 82 Prozent der Befragten zwar, sie glaubten, dass Schwule von der Justiz unfair behandelt werden würden (bei Lesben sind es 79 Prozent). Allerdings sprachen sich auch zwei Drittel dafür aus, dass Homosexuelle generell nicht die gleichen Rechte wie Heterosexuelle erhalten sollten.

In ihrer Wahlkampagne im Jahr 2011 hatte die gegenwärtige Premierministerin Portia Simpson-Miller eine Abstimmung ohne Fraktionszwang über die Abschaffung der Gesetzgebung versprochen (queer.de berichtete). In den letzten drei Jahren ist das Thema aber nie auf der parlamentarischen Agenda gewesen. Die Regierung erklärt gegenwärtig, sie konzentriere sich derzeit auf die Wirtschaftspolitik.

In Europa wird die Homo-Politik von Jamaika immer wieder ein Thema, wenn Reggae-Sänger mit homophoben Texten hierzulande auftreten wollen. So wurde im Mai ein Konzert von Elephant Man in Hamburg abgesagt, weil der Sänger in seinen Liedern dazu aufruft, schwule Männer zu töten (queer.de berichtete). (dk)



#1 schwarzerkater
  • 07.10.2014, 18:11h
  • herrliches land: 91% denken homoxeualität ist ne straftat
    herrliches land: dopen (betrug von sportlern und funktionären in der leichtathletik) und korruption bei FIFA durch deren vertreter aus jamaica (horace burrell) ist vollkommen ok, wenn die kasse stimmt.
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#2 SebiAnonym
#3 JadugharProfil
  • 08.10.2014, 15:37hHamburg
  • Antwort auf #2 von Sebi
  • Wie kommt es, daß 91% das Gleiche denken? Eine ideale Haltung für Politiker, die Menschen so ausgerichtet zu sehen! Da haben offenbar kirchliche und politische Propaganda massive Arbeit geleistet um bei 91% der Bevölkerung Lügen in ihren Köpfen zu verankern. Die restlichen 9 % sind wahrscheinlich homosexuell, den man nicht ein X für ein U vormachen kann!
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