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Flyer "Homophobie begegnen"

Vermeiden Sie das Wort "abnormal"!


Der Flyer "Homophobie begegnen" steht auf der Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung zum Download zur Verfügung

"Schwuchtel", "Kampflesbe", "widernatürlich" – Homophobie ist verletzend! Aber wie verhalte ich mich, wenn ich ihr begegne? Ein Flyer der Bundeszentrale für politische Bildung klärt Heteros auf.

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und das Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe" haben einen Flyer "Homophobie begegnen" veröffentlicht. Die Publikation ist als Hilfestellung für den Alltag, im Privat- oder Berufsleben, Unternehmen oder Verein gedacht. In derselben Reihe sind auch die Faltblätter "Antisemitismus begegnen" und "Rassismus begegnen" erschienen.

In dem Homo-Flyer wird erläutert, was Homophobie bedeutet. Er beginnt mit der Aufforderung, sich mit der eigenen Haltung auseinander zu setzen: "Haben Sie vielleicht selbst Berührungsängste mit homosexuellen Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen oder Verwandten? Oftmals hilft hier ein offenes Gespräch. Homosexualität ist weder gefährlich noch widernatürlich. Vermeiden Sie es, Heterosexualität als 'normal' oder Homosexualität als 'abnormal' zu bezeichnen."

Anhand von Beispielen gibt "Homophobie begegnen" darüber hinaus Handlungsempfehlungen und zeigt mögliche Entgegnungen auf homophobe Vorurteile auf: Wie reagiere ich, wenn jemand sagt, dass Homosexualität widernatürlich sei und die Familie zerstöre, dass Lesben und Schwule eine Gefahr für Kinder seien? Zudem werden allgemeine Tipps und weiterführende Informationen gegeben.

Von Heimat- und Feuerwehrverbänden gefordert

Die Idee zu den drei Faltblättern entstand bei einer sogenannten Produktwerkstatt im vergangenen Jahr. Dabei entwickelten Projektmitarbeiter aus Landesfeuerwehrverbänden, Heimatvereinen und Landessportbünden die Idee, themenbezogene Flyer zu erstellen, die praktische Handlungshilfen für die Beratungsarbeit und im Umgang mit Antisemitismus, Homophobie und Rassismus in ihren Vereinen bieten und darüber hinaus genutzt werden können.

Konzipiert wurden die Flyer von Parts – Gesellschaft für soziale Praxis und Projekte mbH. Sie seien nicht nur "in enger Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden" entstanden, sondern sollen auch weiterhin genau dort getestet werden. Um die Flyer für die Arbeit vor Ort zu bestellen oder eine Rückmeldung zu geben, kann man sich per Email an regiestelle@bpb.de wenden.

Eine weitere Produktwerkstatt soll folgen, um die Erfahrungen in der Beratungsarbeit mit Flyern auszuwerten und gemeinsam weitere Produkte zu entwickeln. (cw)



#1 SebiAnonym
  • 08.10.2014, 08:56h
  • Was für ein Schrott-Flyer, der Homophobie verhindern will, aber gleichzeitig selbst homophobe Sachen schreibt:

    eine der schlimmsten Sachen für Schwule und Lesben ist dieses "Wer ist bei Euch der Mann und wer ist die Frau." Das ist der Versuch, heterosexuelle Standards auch auf Schwule und Lesben zu übertragen, aber wir sind nun mal nicht Mann und Frau, sondern 2 Männer bzw. 2 Frauen!

    Und was empfiehlt diese Broschüre für den Fall:
    "In jeder Beziehung gibt es Rollenverteilungen [...]"

    Das ist genau das falsche und unterstützt dieses absurde Vorurteil, in schwulen und lesbischen Beziehungen würde eine/-r den Mann spielen und eine/-r würde die Frau spielen.

    Pfui!

    Diese Broschüre ist unterschwellig homophob und gehört zurückgezogen und korrigiert!
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#2 Julian SAnonym
  • 08.10.2014, 09:03h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Ja, statt Selbstverständlichkeiten runterzuleiern, wie dass man Homosexuelle nicht als "abnormal" bezeichnet (wer das bisher nicht mal kapierte, wird wohl auch die Broschüre nicht lesen oder nicht verstehen), hätten die Macher lieber bei ihrem eigenen Geschreibsel mal besser nachgedacht.

    Was ich nämlich fast noch schlimmer finde als solche offene Homophobie wie in "Schwuchtel", "Tunte", "abnormal", etc. ist diese subtile Homophobie, die sich so verkauft, als wäre man wahnsinnig tolerant, aber zwischen den Zeilen kommt dann doch wieder Homophobie raus. Das ist die viel gefährliche Form von Homophobie und in diesem Sinne ist diese Broschüre gefährlich homophob.
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#3 AlexAnonym
  • 08.10.2014, 10:03h

  • Ich finde es auch unverschämt und skandalös, dass diese Broschüre diskriminierende Klischees verteidigt und bestätigt, statt sie als diskriminierend und inhaltlich falsch zu entlarven.

    Mein Freund und ich sind zusammen, weil wir beide schwul sind, also Männer die auf Männer stehen. Und nicht, weil einer von uns Frauen imitieren will oder auf imitierte Frauen steht.

    Homosexuelle Paare imitieren keine Hetero-Paare, sondern sind was Eigenständiges.
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#4 BeleidigendAnonym
  • 08.10.2014, 10:24h
  • Ich kann mich nur anschließen:
    für die meisten Schwulen und Lesben ist es extrem herabwürdigend und diskriminierend, wenn gefragt wird, wer in der Beziehung der Mann ist und wer die Frau ist.

    Das ist diese typische heteronormative Einstellung, dass Schwule und Lesben bittesehr heterosexuelle Beziehungsmuster nachzuäffen haben. Wenn schon schwul oder lesbisch, dann wenigstens das vermeintlich einzig wahre und normale (Heterosexualität) nachahmen. (Das mag es geben und wer das will soll das machen, aber das ist nicht die Regel.)

    Da gibt es nur eine mögliche Antwort:
    der Verweis darauf, dass es eben zwei Männer oder zwei Frauen sind. Und dass wir nicht Hetero-Beziehungen nachahmen wollen, weil wir eben schwul oder lesbisch sind und nicht hetero.

    Stattdessen sagt die Broschüre:
    Auch anderswo gibt es ja Rollenverteilungen. (Ja, dass bei Heteros einer der Mann und eine die Frau ist, verwundert mich jetzt nicht so sehr. Wer hätte das gedacht.)

    Und damit wird natürlich indirekt gesagt: "Ja, bei schwulen Paaren ist einer der Mann und einer die Frau. Und genauso bei Lesben."

    Diese Broschüre ist einfach nur dumm und beleidigend!!
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#5 MarinaAnonym
  • 08.10.2014, 10:35h
  • Kommentar wurde gelöscht
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  • Anm. d. Red.: Lieber Beleidigend/Alex/Julian S./Sebi, Du hast Deine Kritik bereits klar zum Ausdruck gebracht, Du brauchst sie nicht noch einmal unter dem fünften Namen Marina abzusenden. Das nervt uns, das nervt die User!
#6 GeorgGAnonym
  • 08.10.2014, 10:43h
  • Völlig überflüssige Broschüre! Aber es geht ja dem Ende des Jahres/Haushaltsjahres entgegen und die vorhandenen Mittel müssen aufgebraucht werden, denn sonst werden diese Mittel für das nächste Jahr gekürzt. Deshalb setzt man sich also zusammen und überlegt, wie man dieses Geld los werden kann. Broschüre eignen sich dafür immer.
    Also wird auf die Schnelle eine solche Broschüre zusammen geschrieben und in den Druck gegeben (meistens mit viel zu hoher Auflage, die dann im Keller verrottet und irgendwann entsorgt wird.)
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#7 ECHTE MarinaAnonym
#8 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 08.10.2014, 14:55h
  • Und warum werden nur Heteros aufgeklärt? Der Begriff "Kampflesbe" gehört zum schwulen Wortschatz und ich durchaus keine Beleidigung. Wenn auch etwas Klischee behaftet. Wenn eine Lesbe aussieht wie eine osteuropäische Hammerwerferin, tja dann sagt man das eben mal. Mann hat die schwulen Lacher voll auf seiner Seite.
    "Das optische Klische einer Kampflesbe ist sehr maskulin. Sie trägt eine Stoppelfrisur, als Oberbekleidung T-Shirt oder Holzfällerhemd, manchmal auch Lederjacke, die Hose sind Jeans, Lederhosen oder Armyhosen und als Fußbekleidung trägt sie Turnschuhe oder festes Schuhwerk." (schmunzel)

    www.homowiki.de/Kampflesbe
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#9 Just meAnonym
  • 08.10.2014, 17:13h
  • @LangsamLangsam
    Was jemand als Beleidigung empfindet, entscheidet immer noch die betroffene Person selbst. Wenn ich dich 'ignorantes Arschloch' nenne, mag ich von einigen Leser_innen hier vielleicht Zustimmung erhalten und mich dann damit rausreden "das sage man halt so". Eine Beleidigung bleibt es trotzdem. Nennt sich eine butche Lesbe selbst 'Kampflesbe' ist es natürlich etwas anderes...
    Zum Thema Rollenverteilung: Ich finde es nicht schlimm zu schreiben, dass es Beziehungen gibt, in denen es Mann-Frau-Rollenverteilung gibt. Das lese ich hier aber gar nicht zwangsläufig heraus. 'Rollenverteilung' heißt nicht zwangsläufig Man/Frau-Verteilung. In einer Beziehung gibt es meistens irgendwann bestimmte Dinge, die der eine tut, und Dinge, die der andere tut. Nicht wegen Mann/Frau-Verteilung, sondern einfach weil man etwas lieber tut oder besser tun kann. Und selbst wenn. Ich kenne welche, die wie eine typische Mann/Frau-Konstellation leben und welche, die es nicht tun. Dass irgendwelche Heten nun denken, dass alle Lesben und Schwule dies tun, lässt sich mit einer Aufklärungsbroschüre wohl kaum ändern. Menschen projizieren einfach die eigenen Beziehungsvorstellungen in andere Paare. Und dabei spielt es eigentlich auch keine Rolle, ob es die Mehrheit oder die Minderheit gleichgeschlechtlicher Paare ist.
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil