Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 08.10.2014           26      Teilen:   |

Nach Protesten

Marokko lässt schwulen Briten frei

Artikelbild
Ray Cole ist wieder in seinen Heimatort Deal in der Grafschaft Kent zurückgekehrt

Nach Druck aus Europa haben die marokkanischen Behörden einen wegen Homosexualität verhafteten Touristen freigelassen.

Der Engländer Ray Cole, der wegen Homosexualität in Marokko zu vier Monaten Haft verurteilt worden war, ist nach Protesten am Dienstag freigelassen worden und wieder in seine Heimat zurückgeflogen. Der Sohn des 69-Jährigen aus der Grafschaft Kent hatte vergangene Woche die Verhaftung und Verurteilung seines Vaters publik gemacht und die sofortige Freilassung gefordert (queer.de berichtete). Daraufhin erhielt er die Unterstützung mehrerer Politiker. Sogar Martin Schulz, der Präsident des Europarlamentes, hatte sich mit einem Brief an die marokkanischen Behörden für die sofortige Freilassung des EU-Bürgers eingesetzt.

Cole hatte sich am 18. September via Internet mit einem schwulen Marokkaner verabredet. Die beiden wurden an einer Bushaltestelle von der Polizei verhaftet. Die Festgenommenen wurden anschließend wegen ihrer sexuellen Orientierung verurteilt. Ein Bild auf Coles Handy diente dabei als Beweis.

Fortsetzung nach Anzeige


"Das war wie ein Konzentrationslager"

Ray Cole umarmt Familienmitglieder am Flughafen Gatwick
Ray Cole umarmt Familienmitglieder am Flughafen Gatwick

Bei seiner Rückkehr am Dienstagabend sagte der erleichterte Vater am Flughafen Gatwick gegenüber BBC-Reportern: "Das war kein Gefängnis, das war wie ein Konzentrationslager". Sogar Zehnjährige seien dort inhaftiert. Er wolle nun herausfinden, ob sein marokkanischer Partner ebenfalls freigekommen ist. Falls nicht, wolle sich die Familie für die Entlassung einsetzen.

Der Sohn Coles hatte bereits letzte Woche via Twitter die Zustände im marokkanischen Gefängnis beschrieben, in dem sein Vater einsaß: "Das Leben ist dort sehr trostlos. Die Gefangenen erhalten einmal am Tag gekochtes Gemüse, seine Zelle ist für 44 Männer ausgelegt. Weil dort aber 60 Männer sind, musste mein fast 70 Jahre alter Vater auf dem Betonboden schlafen." Er beklagte auch, dass er in die selbe Zelle wie Mörder oder Vergewaltiger gesteckt wurde. Daher rief er die Briten zu einem Tourismus-Boykott gegen Marokko auf.

Auf gleichgeschlechtliche Handlungen stehen in dem Land eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. Homosexualität gilt innerhalb der marokkanischen Gesellschaft als Tabu, wird aber gerade in Touristen-Orten wie Marrakesch, Agadir oder Tanger toleriert. Immer wieder gibt es Berichte, dass Homosexuelle gezielt verhaftet werden. So kam es erst im Mai zu mehreren Verurteilungen (queer.de berichtete). Die Menschenrechtsorganisation "Association marocaine des droits humains" (AMDH) beklagt, dass in Marokko oft Kindesmissbrauch milder bestraft werde als homosexuelle Handlungen. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 26 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 95             1     
Service: | pdf | mailen
Tags: ray cole, marokko, großbritannien
Schwerpunkte:
 Marokko
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Marokko lässt schwulen Briten frei"


 26 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
08.10.2014
14:40:31


(+9, 11 Votes)

Von Heiner


Da sieht man wieder mal, dass Boykotte sehr schnell wirken.

Aber zivilisierte Nationen dürfen jetzt nicht nachlassen, denn für schwule Marokkaner ist die Situation noch nicht besser geworden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
08.10.2014
14:48:22


(+4, 6 Votes)
 
#3
08.10.2014
15:32:08


(-3, 9 Votes)

Von Oliver43


Da hilf nur ein Tourismusboykott, denn wenn dieses hart durchgesetzt würde, und von allen europäischen Reiseanbietern eingehalten würde, dann würde die marokanische Regierung SOFORT das Strafrecht ändern. Gleiches gilt für Ägypten.

Aber die grossen Tourismuskonzerne hierzu zu bewegen, ist wohl leider aussichtslos...

Insbesondere weil dann ägyptische oder marokanische Tourismusanbieter, in diese Lücke dann stoßen würden.

Vielleicht ist es noch effektiver, wenn generell verboten wird, das europäische/US-amerikanische Kreuzfahrtschiffe in Marokko anlanden. Das würde dann eher helfen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
08.10.2014
17:36:54


(-12, 14 Votes)

Von anonymus


Wäre ich der Sohn dieses Mannes, ich wäre vor Scham im Boden versunken. "Mein Vater" als geiler Bock, der sich im Urlaub mit anderen Männern einlässt, noch dazu in einem Land in dem Homosexualität verboten ist.
Was für gesellschaftliche Zustände herrschen in England mittlerweile? Kinder,wie in Rothenham die sich mit Kerlen einlassen und das ganze jetzt als "Vergewaltigung" beschreiben. Ich kenne die britische Jugend! Erwachsene die sich jetzt "eschauffieren" aber ihren Kindern selbst als horrendes Beispiel vorangehen.
Familienväter, die sich im Ausland mit anderen Kerlen vergnügen und den eigenen Sohn der Schmach und der Schande preisgeben
GREAT BRITAIN- YOUR TIME´S UP!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
08.10.2014
18:06:17


(+9, 9 Votes)

Von niccinicci


anonymus hat ein ernstes problem, wenn ich seinen standpunkt lese. was würde ich mich schämen, wenn mein vater solche einstellungen hätte. liebe und sex ist niemals peinlich, sondern natur, aber unmenschlichkeit und verklemmheit wie bei anonymus ist nicht hinzunehmen. ich wäre stolz auf meinen vater, wenn er sich auf seine alten tage ausleben würde. anonymus, du hast ein ernstes problem, wenn dir nicht mehr dazu einfällt.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
08.10.2014
18:07:31


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Good News!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
08.10.2014
20:00:21


(+6, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von anonymus


Was für ein schwachsinniges Geschwafel !

Was hat die englische Gesellschaft mit einem Mann zu tun dr seinen Urlaub in Marokko verbringt ?

Wieso muß sich ein Sohn dafür "in Grund und Boden schämen" ?

Scham ist ein religiöses Kontrollintrument des Patriarchates zur Unterdrückung von Frauen und Kindern..

Die Systematische Vergewaltigung dutzender Jungen in Rothenham und Umgebung und die Verstrickungen der öftlichen Polizei bei der Unterdrückung von Strafverfolgung für angezeigte Taten ist tasächlich ein Zeichen für die Verwahrlosung einer Gesellschaft..

Allerdings nicht der Englischen insgesamt, sondern hier handelt es sich um ein lokales Phenomän unter der Führung (natürlich mal wieder) der Unterdrückungsstrukturen der Kirche..

""Ich kenne die britische Jugend! Erwachsene die sich jetzt "eschauffieren" aber ihren Kindern selbst als horrendes Beispiel vorangehen.""..

Für diesen Blödsinn bekommst Du etwas geschenkt :

Link zu www.duden.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
08.10.2014
21:11:53


(+5, 7 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #3 von Oliver43


Ach Herr Oliver. Selbstverstaendlich wuerden die islamischen Staaten Marokko und Aegypten SOFORT ihre Gesetze, wenn sich endlich die Welt an das haelt, was Sie ihr vorgeben. "Insbesondere weil dann die inlaendischen Tourismusanbieter, in diese Luecke dann stossen wuerden." haben Sie immerhin als Hindernis erkannt.

Ach der liebe Gott laesst seine Geschoepfe schon ganz schoen im Stich. Wann wird er endlich diesem Allah ein Ende bereiten?

Immerhin haben Sie heute mal wieder zu meiner Erheiterung beigetragen. Und das ist doch schon mal was.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
08.10.2014
21:17:11


(+6, 6 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #4 von anonymus


Ich versinke gerade auch vor Scham in den Boden. Allerdings eher wegen einer derartig unreflektierten, oberflaechlichen und geradezu dummen Anmerkung.

Der Sohn und die Familie zeigen das, was Ihnen fehlt. Empathy und Engagement, das nicht einmal beim Vater aufhoert, sondern auch in Richtung des beteiligten Marokkaners weitergegeben wird.

Waehrend Sie offenbar nicht einmal bis zu Ihrer Nasenspitze schauen koennen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
08.10.2014
22:30:20


(0, 8 Votes)

Von Rick
Antwort zu Kommentar #3 von Oliver43


Marokko lebt nicht von Tourismus das macht nur 10% des Einkommens, und vielleicht nur 1% würden Marokko boykottieren ,und vielleicht nur schwule und Podophyllinen. wir müssen ds gesetz in Europa respektieren und das gleiche gilt für andre länder, also wir brauchen diese tourismus nicht Sie können gerne zuhause bleiben


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 Ort: Deal


 POLITIK - INTERNATIONAL

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Hirschfeld-Briefmarke: Schäuble hat das letzte Wort Hessen: AfD sorgt sich um "Relativierung" der Heterosexualität im Unterricht Uganda: Polizei verhindert CSD Erste Transfrau auf dem Weg in ein Landesparlament
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt