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  • 13.10.2014           447      Teilen:   |

Katholische Kirche

Vatikan: Homosexuelle "willkommen"

Artikelbild
Papst Franziskus hat den Ton der Kirche gegenüber Homosexuellen gemäßigt - gibt es jetzt echte Veränderungen? (Bild: George Martell / flickr / cc by-nd 2.0)

Die katholische Kirche lobt in einem neuen Dokument die "Begabungen und Qualitäten" von Homosexuellen. Allerdings werden sexuell aktive Schwule und Lesben weiterhin als Sünder angesehen.

Am Montag hat der Vatikan einen Zwischenstand seiner Sondersynode zu Themen der Sexualität veröffentlicht. Eine Woche nach Beginn der Veranstaltung geht die katholische Kirche in dem Dokument auf Schwule und Lesben zu. So werden positive Aspekte von gleichgeschlechtlichen Beziehungen erwähnt. Allerdings gibt es keine Anzeichen, dass die Kirche ihren grundsätzlichen Widerstand gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aufgeben wird – auch aktive Homosexualität wird weiterhin generell als Sünde angesehen.

Der Generalberichterstatter bei der Synode, der ungarische Kardinal Peter Erdö, trug den 90-minütigen Bericht zum ersten Mal auf Italienisch – und nicht wie vorher auf Lateinisch – vor den gut 200 teilnehmenden Bischöfen vor. Auch Papst Franziskus war anwesend.

Unter der Überschrift "Willkommen Homosexuelle" heißt es: "Homosexuelle haben der kirchlichen Gemeinschaft Begabungen und Qualitäten anzubieten. Können wir diese Menschen willkommen heißen und ihnen einen Ort der Brüderlichkeit in unserer Gemeinschaft anbieten?" Viele Schwule und Lesben wünschten sich eine Heimat in der Kirche. "Sind wir fähig, ihre sexuelle Orientierung anzuerkennen und wert zu schätzen, ohne dass wir die katholische Doktrin über Familie und Ehe gefährden?" Es sei positiv, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen würden. Zudem müsse sich die Kirche mehr um Kinder kümmern, die in Regenbogenfamilien aufwachsen.

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Homosexuelle weiterhin nicht gleichwertig

Allerdings will der Vatikan weiterhin daran festhalten, dass Homosexuelle nicht gleichwertig sind: In dem Dokument heißt es, dass man die gleichgeschlechtliche Liebe nicht mit der "Ehe zwischen Mann und Frau" gleichsetzen könne. Man dürfe außerdem keinen Druck auf Staaten ausüben, die sich gegen die "Gender-Ideologie" wenden.

Dieses Papier gilt als Diskussionsgrundlage für die zweite Woche der Sondersynode. Viele der Teilnehmer wollen nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters erreichen, dass der Kampf gegen Homo-Rechte nicht zum Markenzeichen der Kirche werde. So sei das Ziel, dass Bischöfe nicht mehr mit homophoben Äußerungen auf sich aufmerksam machen. Allerdings hatte erst vergangene Woche ein Erzbischof in einem Interview davor gewarnt, dass Homosexuelle die Identität der Katholiken "vernichten" würden (queer.de berichtete). Ein italienischer Kardinal stellte zudem klar, dass die Kirche homosexuelle Eheleute "niemals" akzeptieren werde (queer.de berichtete).

Auch gegenüber getrennt lebenden Heterosexuellen oder Geschiedenen will die Kirche ihren Ton mäßigen. So sollen bei der Verbindung von Männern und Frauen, die unverheiratet zusammen lebten, auch die "positiven Aspekte" herausgestellt werden. Heterosexuell verheiratete Katholiken blieben aber weiterhin "das Ideal". (dk)

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Tags: vatikan, katholische kirche, papst franziskus
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Reaktionen zu "Vatikan: Homosexuelle "willkommen""


 447 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
13.10.2014
16:26:25


(+10, 12 Votes)
 
#2
13.10.2014
16:26:55


(+16, 18 Votes)

Von Nico


"Allerdings werden sexuell aktive Schwule und Lesben weiterhin als Sünder angesehen."

Was für eine perverse, satanistische Sekte...

Säuseln irgendwas von Toleranz, aber nur solange wir uns nach deren Regeln richten und auf ein menschlichen Grundbedürfnis (Sexualität) verzichten...

Und diskriminiert werden sollen wir natürlich auch weiterhin: keine Ehe, kein Diskriminierungsverbot, etc.

Noch perverser, menschenverachtender und zynischer als dieser Kinderschänder-Verein geht echt nicht mehr.


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#3
13.10.2014
16:36:48


(+13, 15 Votes)

Von Heiner
Antwort zu Kommentar #2 von Nico


Ist doch klar, dass die Katholen uns den Sex verbieten wollen:
Sexualität ist genauso ein menschliches Grundbedürfnis wie Essen, Trinken und Schlafen. Dieses künstlich zu unterdrücken führt zu psychischen Störungen wie diese pädophilen Pfaffen eindringlich belegen.

Die Kirche braucht aber Gestörte, um sie besser manipulieren und lenken zu können.

Nur haben die eines immer noch nicht kapiert:
wir legen gar keinen Wert auf deren Meinung und wollen auch gar nicht in so einem faschistischen Verein Mitglied sein. Insofern ist uns herzlich egal, was die von uns verlangen, um von denen toleriert zu werden. Denn mit deren Meinung wische ich mir den Arsch ab.

Das Problem ist nur, dass Teile der Politik unter der Fuchtel von dieser Sekte stehen. Aber das kann man ja auch ändern...


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#4
13.10.2014
16:39:18


(+15, 17 Votes)

Von Kirchenaustritt


Das Geschäftsmodell der katholischen Kirche basiert auf Unterdrückung und dem Schüren von Hass.

Gegen Hassprediger hilft nur eines:
Kirchenaustritt!

Link zu www.kirchenaustritt.de


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#5
13.10.2014
16:48:29


(+13, 15 Votes)

Von hybrid warfare


Frontex:

"Man dürfe außerdem keinen Druck auf Staaten ausüben, die sich gegen die "Gender-Ideologie" wenden."

Drohung:

"Zudem müsse sich die Kirche mehr um Kinder kümmern, die in Regenbogenfamilien aufwachsen."


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#6
13.10.2014
16:49:15


(+9, 11 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #2 von Nico


Vielleicht manchem bald schon nicht mehr pervers und satanisch genung.

Mein Wunschtraum:

Angesichts der römischen Dekadenz verschwindet Gabriele Kuby in einem orthodoxen Kloster hinter dem Ural.

Link:
katholisch-informiert.ch/2014/09/die-demografische
-katastrophe-abwenden/#more-99592


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#7
13.10.2014
16:49:46
Via Handy


(+16, 18 Votes)

Von Timon


"Allerdings will der Vatikan weiterhin daran festhalten, dass Homose­xuelle nicht gleich­wertig sind"

Natürlich. Wo käme man da hin, wenn Schwule und Lesben plötzlich keine Untermenschen mehr wären, denen man ihre Grundrechte verweigern kann.

Und dann kann man weiterhin was von Mitleid labern und sich so als ach so barmherzig hinstellen, während man gleichzeitig mit dieser Wortwahl weiter diskriminiert und uns als minderwertig darstellt.


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#8
13.10.2014
16:55:55


(+10, 12 Votes)

Von Corum
Aus Hamburg
Mitglied seit 26.02.2013


Das übliche Blabla ...

Wir haben ja gar nichts gegen euch, solange ihr nur still und leise im Kämmerlein sitzt und keinen Sex habt ... und auf gar keinen Fall dürft ihr eine Beziehung haben ... oder noch schlimmer um irgendwelche Rechte kämpfen

Wenn ihr euch schön brav danach richtet, seit ihr herzlich bei Mutter Kirche willkommen ...


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#9
13.10.2014
16:56:06


(+13, 15 Votes)

Von David77


Gleich meldet sich der Hobbykatholik zu Wort und feiert sein Hallelujah.

Was ändert sich denn PRAKTISCH? NICHTS!

"Die katholische Kirche lobt in einem neuen Dokument die "Begabungen und Qualitäten" von Homosexuellen. Allerdings werden sexuell aktive Schwule und Lesben weiterhin als Sünder angesehen."

Dasselbe hat mit meine strengkatholische Mutter vor 25 Jahren schon eingebleut, noch bevor ich selber wusste, was Sache war... Es ist nicht schlimm homosexuell zu empfinden, aber eine Sünde es auszuleben... Warum sie mir das sagte, verstand ich damals nicht.

Jetzt spricht man von "sexuell aktiven", was eine Haarspalterei ist.
Denn wenn man es ernst meinte, dann müsste man gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennen und die rechtliche Anerkennung begrüßen, wenn sie denn nach ihrer Logik enthaltsam lebten...

Also: Im Westen, ähm Vatikan nichts neues...


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#10
13.10.2014
16:57:21


(+8, 12 Votes)
 
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