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Kommentare zu:
Der neue Kampf um die schwule Unsichtbarkeit


#1 MeineFresseAnonym
  • 16.10.2014, 14:17h
  • Könnte es nicht auch ganz einfach das Bedürfnis nach Privatsphäre oder relativer Privatsphäre sein?
    Grindr oder Internet Datingseiten sind dazu da, dass eine Person eine andere Person kennenlernen kann.
    Wenn man dann nicht will, dass das öffentlich verbreitet wird, bedeutet dass nicht dass einem die grundsätzliche Absicht peinlich ist.
    Die meisten Heterosexuellen fänden es vermutlich auch nicht toll, wenn ihr Nachrichtenverkehr öffentlich gemacht wird und sie ungefragt Bestandteil eines Kunstexperiments werden.

    Wenn zwei Menschen sich in einem öffentlichen Kafee unterhalten, dann tun sie das öffentlich, die Unterhaltung ist aber privat gedacht. Wenn jemand das nun heimlich aufnehmen und verbreiten würde, würde es auch Beschwerden geben, selbst wenn die Unterhaltung sich nicht um Sex dreht.

    Da muss dann gleich so eine Interpretatationsdiskussion draus werden, woran das nun liegen könnte, anstatt dass die naheliegenste Antwort auch nur in Betracht gezogen wird.
    Natürlich gibt es auch welche, die nicht geoutet werden wollen aber z.B der, der den Künstler geschlagen hat war offenbar selbstbewusst und geoutet und wirkte nicht so, von seinem Facebookauftritt her, als ob ihm sein Schwulsein peinlich wäre.
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#2 TimonAnonym
  • 16.10.2014, 14:28h

  • Wenn man nicht möchte, dass das eigene Grindr-Profil nebst Foto an einem belebten Platz groß projiziert wird, hat das nichts mit "Scham vor Sex" zu tun.

    Was hätte der gemacht, wenn jemand deswegen seinen Job verloren hätte oder verfolgt würde.
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#3 TomorrowEhemaliges Profil
  • 16.10.2014, 14:41h
  • Mir geht die Debatte um dieses "Projekt" so dermaßen "auf den Sack". Das "Projekt war absoluter Müll". Punkt aus. Mehr gibts darüber nicht zu sagen. Warum wird also imer wieder das ganze aufgewärmt? ANDERES THEMA BITTE!
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#4 LaurentProfil
  • 16.10.2014, 14:48hMetropolregion Rhein-Neckar
  • "Wie schlimm ist es, wenn die Öffentlichkeit mitbekommt, dass Schwule das Internet oder Smartphones nutzen, um Sexpartner zu finden? Müssen wir uns auch im Jahre 2014 noch dafür schämen? Ich dachte, wir wären weiter!"

    Diese Fragen sind nicht richtig gestellt.

    Es geht doch nicht um die Nutzung neuer Medien für entsprechende Zwecke, sondern darum, dass man dies, im Gegensatz zu Heteros, auch noch an die große Glocke hängen muss.
    Muss man hier Vorreiter sein und bestehenden Aversionen weiter Vorschub leisten?
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#5 reiserobbyEhemaliges Profil
#6 David77Anonym
  • 16.10.2014, 15:36h
  • Antwort auf #4 von Laurent

  • Heteros hängen nix an die große glocke? WO LEBST DU?! Noch nie an einem zeitschriftenstand vorbeigekommen? Noch nie gesehen, was die klatschspalten und titelseiten füllt? War das etwa hitzlsperger, der neulich seinen 5. Mann, halb so alt, geheiratet hat? Bimmbamm-guido in der besenkammer? Bunga-bunga mit wowi? Prince charlie + camillo? Detlef pohlen mit penisbruch? Nenn mal noch andere schwulen promis, die die schlüpfrigen details an die großen klötten hängen!
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#7 LarsAnonym
  • 16.10.2014, 15:45h
  • Intimität (lat intimus; wörtlich dem Rand am fernsten, am weitesten innen) ist ein Zustand tiefster Vertrautheit. Intimität herrscht in der Intimsphäre einem persönlichen Bereich, der durch die Anwesenheit ausschließlich bestimmter oder keiner weiteren Personen definiert ist und Außenstehende nicht betrifft. Die Intimsphäre und damit die Intimität wird durch Indiskretion verletzt. Eine Verletzung der Intimität kann Personen seelisch labilisieren.

    aus: Wikipedia.
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#8 Guy FawkesAnonym
  • 16.10.2014, 15:53h
  • Soso, wegen so einem Fliegenschiss gibts also einen Aufschrei der Empörung!

    ABER: Wenns um REALE Überwachung geht heisst es: "Ich habe ja nix zu verbergen" oder "Das ist mir egal!"

    Heuchlerische Bande allesamt!
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#9 LaurentProfil
  • 16.10.2014, 15:56hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #6 von David77
  • Du hast dich wohl auf mich eingeschossen.

    Diese Sachverhalte sind absolut nicht miteinander vergleichbar, zumal die von dir genannten Dinge durch die Presse an die Öffentlichkeit gingen, die kritisierte öffentliche Zurschaustellung aber durch einen schwulen (!) Künstler erfolgte.
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#10 LarsAnonym
#11 HanswurstAnonym
  • 16.10.2014, 16:23h
  • Wie wäre es mal wenn die Öffentlichkeit mitbekommt, dass nicht nur Schwule und Bisexuelle Männer das Internet und Smartphones nutzen um Sexpartner zu suchen? Also Seitensprungbörsen usw. gibt es nicht unbedingt für Homos...

    Man sollte evtl. lieber mal andere Chats öffentlich machen und sehen was passiert wenn die Öffentlichkeit mitbekommt wie fette alte Säcke Minderjährige als Partner suchen.
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#12 dobrapivo
  • 16.10.2014, 17:46h
  • Das Problem ist ganz offensichtlich, dass hier abstrakte Thesen aufgestellt werden, die einige individuell ausbaden müssen.

    Ich habe keine Ahnung ob "die" die vor 30 Jahren für Sichtbarkeit gekämpft haben "die" sind die heute für Unsichtbarkeit kämpfen.

    Es ist aber deutlich geworden, das Menschen - sehr individuell- durch das Projekt verletzt wurden. Und wenn das so ist, dann ist erstmal egal ob "wir" weiter sein müssten und uns nicht verletzt fühlen dürften. Das ist nichts was ein anderer für einen auf einem Podium oder im Glaskasten beschließen kann.

    Es scheint so, als sei dies bei Künstlern und Theater angekommen, aber nicht bei jedermann. Insbesondere nicht bei Herrn Junk.
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#13 reiserobbyEhemaliges Profil
#14 Guy FawkesAnonym
#15 -hw-Anonym
  • 16.10.2014, 20:05h
  • Antwort auf #14 von Guy Fawkes
  • Laut Pryor waren die Arztrechnungen so hoch, dass Rand, die den Krebs noch viele Jahre überlebte, ohne Hilfe aus den beiden Programmen der finanzielle Exitus gedroht hätte. Für die Schriftstellerin waren die Anträge möglicherweise eine bittere Pille als jene, die ihr die Ärzte verordneten: Hatte sie doch ihr ganzes Leben gepredigt, dass das Individuum völlig unabhängig von staatlichen Leistungen leben könne und solle. Besonders bitter war die Niederlage möglicherweise auch deshalb, weil Rands Lungenkrebs zumindest zum Teil durchaus in der Eigenverantwortung der starken Raucherin gelegen zu sein scheint, die nicht an einen Zusammenhang zwischen Zigarettenkonsum und Krebs glauben wollte.

    www.heise.de/tp/news/Action-speaks-louder-than-words-2027731
    .html
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#16 FoXXXynessEhemaliges Profil
#17 BorbeAnonym
  • 16.10.2014, 21:58h
  • Niemand hat auch nur mal ansatzweise erwähnt, dass dieser Dries doch eigentlich sehr sexy ist. Gut, ob ich ihn aufm Pott in dem Container hätte sehen wollen weiß ich nicht aber...hübscher Kerl!

    Grindr hatte ich schon vor der Aktion gelöscht, obwohl ich darüber schon wirklich schöne Dates hatte. Sichtbar habe ich mich von vorn herein in der Parteigemacht, mit der unsere Gleichberechtigung verwirklicht werden wird, und das gleich mit Abgabe des Beitrittsantrags. Und ich tue das fortlaufend in meiner Abteilung. Diese Möglichkeit steht anderen genauso offen, natürlich gern bei uns, aber auch bei der Linken (den Grünen nicht, die fallen ggf. aus Machtgier um und gehen mit der CDU ins Bett).
    Ich muss mir da nicht wirklich von anderen sagen lassen, wie man sich sichtbar macht und dabei sogar über Themen wie Safer Sex und Möglichkeiten von erfüllter Sexualität außerhalb der klassischen Paarbeziehung reden kann.
    Das geht bei mir mit hetero/LGBT- GenossInnen vor Ort ganz gut, da brauch ich keinen Dries mit Glascontainer.

    Im Bett hätte ich ihn trotzdem gern gehabt!

    Aber der Kunst ihre Freiheit... so ganz persönlich: sone Aktion muss in naher Zeit nicht mehr unbedingt sein...
  • Antworten » | Direktlink »
#18 David77Anonym
  • 17.10.2014, 01:26h
  • Antwort auf #9 von Laurent
  • "
    "Diese Sachverhalte sind absolut nicht miteinander vergleichbar, zumal die von dir genannten Dinge durch die Presse an die Öffentlichkeit gingen, "

    Ach... und warum gelangen dann keine Eskapaden der bösen promiskuitiven Schwulen (und Lesben nicht vergessen) durch die Presse an die Öffentlichkeit, wo die doch ihre Sexualität permanent zur Schau stellt, sondern die Eskapaden der ach so anständigen, treuen, vorbildlichen Heterosexuellen? In angeblichen wenigen Ausnahmefällen?

    Natürlich sind die Sachverhalte vergleichbar, da DU dich doch pauschal auf die böööhsen Homos eingeschossen hast, aber auf der anderen Seite die heterosexuelle Mehrheit pauschal glorifizierst, und die erwiesene Triebhaftigkeit heterosexueller Männer einfach ignorierst oder als absolute, relative Ausnahme abtust.

    Woher kommt diese Verbitterung? Hat dein letzter Stecher dich hängen gelassen, kriegst du keinen mehr ab, oder funktioniert die Ex-gay-Therapie nicht wie erhofft?
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#19 David77Anonym
  • 17.10.2014, 01:33h
  • Antwort auf #16 von FoXXXyness
  • "Das mit der Besenkammer war Boris Becker, Mister Oberschlau!"

    Ach nee, und Bunga-Bunga war wohl etwa Berlusconi, die 5. Hochzeit war wohl Lothar Matthäus?

    Vielleicht hättest du mal im Deutschunterricht aufpassen sollen, anstatt BILD zu lesen, sonst wäre das Stilmittel der Ironie dir ein Begriff und leicht zu erkennen gewesen, Mister Ganzhochschlau!
    Die anderen Leser haben es erkannt...
    Offenbar bist du als Analphabet in Sachen Rhetorik überfordert ganze Sätze zu lesen, die länger als eine BILD-Headline gehen.
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#20 bildungsplanAnonym
  • 17.10.2014, 01:59h
  • Antwort auf #11 von Hanswurst
  • und was genau soll schlecht daran sein, wenn gerade junge männer etwas über schwule lust und geilheit und wege, diese spontan auszuleben, erfahren? am besten sogar unabhängig von kommerziellen, kapitalistischen plattformen?

    je mehr sie davon erfahren, entdecken, ausprobieren können, desto besser! für die sexuelle und gesellschaftliche befreiung!

    je weniger sie sich weiterhin zu braven, durchnormierten, unterwürfig-untertänigen lohn- und fortpflanzungssklaven (im sinne der herrschenden) machen lassen, desto besser!

    gegen jede form der unterdrückung durch die bürgerliche gesellschaft und ihre ausbeutungspraxis und -ideologie!
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#21 LaurentProfil
  • 17.10.2014, 08:31hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #18 von David77
  • Abs. 2
    Da kann man doch froh sein.
    Wenn da einiges mehr an die Öffentlichkeit gelangen würde (ich stelle mir grad den "Fickstutenmarkt" vor), na ja

    Abs. 3 u. 4
    Es ist aus dem genannten Grund nicht vergleichbar. Ich glorifiziere nichts, sehe lediglich gewisse Unterschiede.

    Ich bin nicht verbittert, stelle nur fest.
    Da ich seit gut 30 Jahren mit meinem Mann zusammen bin, stellt sich auch nicht die Frage, ob "der letzte Stecher mich hat hängen lassen, ich keinen mehr abkriege oder die Ex-gay-Therapie nicht wie erhofft funktioniert."
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#22 David77Anonym
  • 17.10.2014, 09:08h
  • Antwort auf #21 von Laurent

  • Aha. Und du bist mit deiner beziehung die gaaanz große ausnahme, ist die feststellung?
    ja, wenn erst sachen wie heterosexuelle ao-gangbangs an die öffentlichkeit gelangen...
    wo ist das problem, wenn es im gegenseitigen einvernehmen passiert?!?
    die schwule welt ist klein, und so bekommt man INTERN eben mehr mit, was es geben mag, weil man mehr über sex spricht.
    Nur: weil heten nicht darüber sprechen, heißt es nicht, dass es da "anständiger" zugeht.
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#23 So WhatAnonym
  • 17.10.2014, 09:09h
  • Antwort auf #21 von Laurent

  • Solange die Öffentlichkeit nicht gezwungen wird, an einem Fickstutenmarkt teilzunehmen, kann es der Öffentlichkeit ziemlich egal sein, ob so etwas stattfindet oder nicht.
    Was würde passieren? Ein paar moralinsaure ewiggetrige würden sich das Maul zerreißen. Aber mit welcher Berechtigung?
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#24 LaurentProfil
#25 LaurentProfil
  • 17.10.2014, 09:21hMetropolregion Rhein-Neckar
  • Antwort auf #23 von So What
  • Mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig, ist doch eine solche "Veranstaltung" auch unter Schwulen sehr umstritten. Diejenigen, die das kritisieren, würde ich nicht als Ewiggestrige bezeichnen, geht es neben Moral doch auch um Menschenwürde.

    Wir kommen aber vom Thema ab.
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#26 David77Anonym
  • 17.10.2014, 09:37h
  • Antwort auf #25 von Laurent

  • Wenn die veranstaltung unter schwuppen umstritten ist (zwingt ja keiner hinzugehen!), dann ist die für die schwuppen auch nicht repräsentativ. Dann kann man erst recht nicht darüber pauschalisieren, was "DIE Schwulen" alle so verwerfliches machen, was ja dem ansehen aller schaden könnte.
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#27 David77Anonym
#28 LaurentProfil
#29 So WhatAnonym
#30 David77Anonym
#31 TheDadProfil
  • 17.10.2014, 15:39hHannover
  • Antwort auf #21 von Laurent
  • ""(ich stelle mir grad den "Fickstutenmarkt" vor)""..

    Nicht vorstellen..

    Da solltest Du mal hingehen damit Du endlich mal weißt wovon Du dabei tatsächlich ausgehen mußt !

    Erklär mal..
    Warum ist die Promiskuitivität die Heten an den Tag legen mit der von Schwulen nicht vergleichbar ?

    Beide machen das gleiche..
    Sie suchen sich neue Bettpartner..
    Und dazu gehören immer mindestens 2, die das gleiche wollen..
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#32 TheDadProfil
  • 17.10.2014, 15:43hHannover
  • Antwort auf #25 von Laurent
  • ""Mit dieser Aussage wäre ich vorsichtig""..

    Bist Du aber nicht, denn :

    ""(ich stelle mir grad den "Fickstutenmarkt" vor)""..

    Ohne eben zu wissen was da und wie das da abläuft..

    Es gibt unter Hetens ähnliche Veranstaltungen, mit anderen Namen, aber fast gleichen Abläufen..

    Darüber wird in der Öffentlichkeit ebensowenig "geredet" wie über Fickstutenmärkte..
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#33 TheDadProfil
  • 17.10.2014, 15:52hHannover
  • Antwort auf #25 von Laurent
  • ""geht es neben Moral doch auch um Menschenwürde.""..

    Womit wir wieder bei Deinem Kernproblem sind :
    Der Moral !

    Moral ist eine persönliche Haltung, basierend auf religiösen Vorurteilen..
    Mehr nicht..

    Es ist völlig unerheblich ob Du eine Veranstaltung "moralisch" für gut oder schlecht bewertest und be- oder verurteilst !

    Weil Dich das gar nichts angeht so lange Du nicht zur Teilnahme gezwungen wirst !

    Und wo bitte komt da die Menschenwürde ins Spiel ?

    Ist es etwa Menschenunwürdig sich auf solchen Veranstaltungen den Spaß zu holen den man haben will ?
    Denn aus genau dem Grund gehen die Teilnehmer dort hin !

    Und, zack, isser wieder weg, weil die Argumente nicht tragen, die Diskussion wie beabsichtigt die Richtung gewechselt hat, und der Herr sich bewußt ist, auf verlorenem Posten zu stehen, weil er niemanden überzeugen kann, der freiwillig sein Sexleben auslebt..

    Ebenso typisch wie Unfaßbar !
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#34 LarsAnonym
#35 Robby69Ehemaliges Profil
  • 17.10.2014, 19:20h
  • Antwort auf #11 von Hanswurst
  • Darüber gibt's in den "Mainstream-Medien" - wie z.B. Focus und Co. - immer wieder Berichte. Ich denke, deshalb kann man das nicht ganz so vergleichen.
    Dieses Projekt war halt mal ein Versuch, auch die schwulen Dating-Apps mal öffentlich ein bißchen unter die Lupe zu nehmen.
    Wie ich schon bei den vorigen Diskussionen um dieses Thema geschrieben habe, kann ich die ganze hysterische Aufregung wegen diesem Projekt nicht ganz nachvollziehen.
    Denn: Die meisten User solcher Dating-Apps machen sich im Grunde genommen doch selbst was vor, wenn sie sich einzureden versuchen, sie wären mit ihrem Profil "anonym" oder "unsichtbar für die Öffentlichkeit" oder "in einem Schutzraum" - oder wie man das immer nennen will. Fakt ist doch, dass JEDER - egal ob schwul, bi oder sonst was - sich bei diesen Dating-Plattformen registrieren und ein Profil erstellen kann. Und dann sieht der sämtliche andere Nutzer dieser Plattform und kann übers Handy "recherchieren", wo der nächste Schwule oder Bi-Typ ist. Und damit sind sie eben auch für alle SICHTBAR und recherchierbar. Und wenn man sich dann ansieht - wie Martin ja auch richtig feststellte - was die Leute über sich selbst alles im Internet preisgeben, dann brauchen diese User solcher Plattformen sich eigentlich meiner Meinung nach gar nicht aufplustern und von "Zwangsouting" oder sonst was faseln.
    Verdammt noch mal, diese Dating-Plattformen - ob nun schwul oder hetero ist im Prinzip egal - sind nun mal nicht "privat" oder "anonym" - sondern ÖFFENTLICH.
    Also, Leute: Wenn ihr nicht wollt, dass der Nachbar XY weiß, dass ihr schwul/bi etc. seid, dann dürft ihr halt auch kein Profil bei GR und Co. erstellen.

    Und noch was - was ich ebenfalls schon mal zu bedenken gegeben habe: Angenommen jemand hat ein Profil bei Grindr - und ein anderer Mann kommt ihm auf der Straße entgegen, der auch bei Grindr ist, dann kann dieser den Betreffenden orten - und durch die Ortung auch "zuordnen". Das heißt im Klartext, er kann ihn dann auch "wiedererkennen". Also ist dieser Betreffende nicht mehr "anonym".
    Denkt mal drüber nach.
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#36 LaurentProfil
#37 auch toxischAnonym
#38 antos
  • 17.10.2014, 21:01h
  • Antwort auf #15 von -hw-
  • Und? Hat die 'bittere Pille', dieser, nennen wir's doch mal: objektive Sachverhalt dieser Person, die die Ideologeme ihres falschen Bewusstseins so großkotzig 'Objektivismus' genannt hat irgendeinen Verstehensfortschritt beschert? Nach dem, was man so liest: leider nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#39 antos
  • 17.10.2014, 21:21h
  • Antwort auf #13 von reiserobby
  • Deine Ignoranz gegenüber den durchaus unterschiedlichen Kritikansätzen nervt schon sehr, nur deine stupend stupide Verwendung des Begriffs 'Pogrom' tut's noch ein wenig mehr.

    Verhoeven selbst hat erkannt, dass er ein solches künstlerisches Experiment [jaja, gemeint ist dasselbe, was Du hier gerne so Ehrfurcht heischend als 'art' beschwörst und heiligst - der alte Trick, um Widerspruch von vornherein zu diskreditieren] besser planen sollte - für einen, der in Kunst macht, ein wichtiger Lernfortschritt.
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#41 welt kennt malteAnonym
#42 SvenWeddingProfil
  • 18.10.2014, 00:30h Wedding

  • Ich finde schon, dass die Aktion ein Schlaglicht auf die weit verbreitete Sexsucht und seelenlose Promiskuität in der Community wirft. Eine Tatsache, die gerne unter dem Decknantel der Toleranz fällt, aber auf keinen Fall kritisiert werden darf. Und das Totschlagargument, das die Heten es auch trieben, zieht überhaupt nicht. Der Künstler sagt selbst, dass er mit dem wahllosen Grindr-sex emotional unzufrieden war...der Spiegel kann uns gerne öfter vorgehalten werden..
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#43 TheDadProfil
  • 18.10.2014, 08:56hHannover
  • Antwort auf #34 von Lars
  • Um dann über die Verschwurbelung mit dem Begriff "Kultur" erklären zu können, das Schwulenverfolgung ´schon immer unsere kultur war´?

    Kultur hat damit gar nichts zu tun..
    Religion hat noch keine "Kultur" hervorgebracht die im Sinne von Bürgerrechten und Menschenrechten erhaltenswert ist..

    Moral hat immer religiöse Gründe..
    Gläubigen wird eingeimpft das ein Verhalten anderer, vorzugsweiser "ungläubiger" Menschen nicht wünschenswert sei..
    Indoktrination und Heteronormativität feiern fröhliche Urständ indem sie sich in Moral und moralischen Bewertungen ausleben, um der Gesellschaft "allgemeinverbindliche Regeln" für das Zusammenleben vorzuschreiben..

    Beispiel gefällig ?
    Tanzverbote an Christlichen Feiertagen..

    Warum zum Henker soll ich aber an solchen Tagen nicht in die Disco gehen dürfen ?
    Wieso schließen an bestimmten Tagen Volksfeste ganze Tage ?
    Weil gerade Ostersonntag ist ?

    Warum ist das TV-Programm an solchen Tagen mit allen möglichen Sendungen besetzt die mir unbedingt einimpfen wollen, mich iin einer bestimmten Art und Weise zu verhalten ?

    Wieso soll ich mir an solchen Tagen den Spaß versagen Musik laut zu hören, tanzen zu gehen, oder Achterbahn zu fahren ?

    Für Andersgläubige und vor allem Atheisten und Agnostiker KANN diese religiöse Moral nicht bindent sein, denn im Ergebnis würde es bedeuten das sich diese Menschen "verpflichten" nach den religiösen Regeln zu leben..

    Eine "Religiölisierung" auf Umwegen, die letztlich nichts weiter ist, als Missionierung durch die Hintertür..

    Mann müsse doch bitte erkennen das die Regeln für alle zu gelten habe..

    Hat sie nicht !
    Religiöse Regeln sind für Religiöse !
    Sie können sie in ihren Alltag einbauen und ausleben, von mir aus vor Ostern 40 Tage Fasten oder Freitags Fisch essen..
    Ich esse Fisch wenn ich Lust darauf habe, und Faste wenn ich mir persönlich für zu dick geworden vorkomme..

    Der Moralisierende erkennt dabei nicht das er gerade versucht seine eigenen Moralvorstellungen auf andere Menschen zu übertragen um von ihnen entsprechendes Verhalten einzufordern, das aber gar nicht auf seinem gesundem Menschenverstand basiert, sondern einzig auf den Regeln einer religiösen Gemeinschaft..

    Ich gehöre aber nicht zu dieser Gemeinschaft !

    Auch nicht zwangsweise durch die Sippenhaft in die uns die Kirchen nehmen, wenn sie Tanzverbote erlassen, uns mit Glockengeläut daran erinnern welche Stunde es geschlagen hat, damit die Schäfchen brav zur Messe antraben, und schon gar in ihren Moralvorstellungen, wenn sie mir erzählen wollen, Sex ohne Ehe und zu einem anderem Zweck als dem Kindlein zeugen, sei Sünde, Sex zwischen Männern, zwischen Frauen, Sex mit den Pümpel, dem Dildo, oder was auch immer..
    Ich muß auch nicht anerkennen das es verboten sein soll, seine Nachbarn zu grüßen und ihnen freundlich zu begegnen, bloß weil sie Muslime sind, oder Lesben, oder Geschwister die sich mehr gerne haben, als es der Kirche lieb ist..
    Ich muß niemanden schief anschauen der sich scheiden läßt, muß keinem die Gratulation vorenthalten wenn er wieder heiratet nachdem er ein neues Glück gefunden hat, und ich muß schon gar nicht jemanden abfällig betrachten, weil er gar nicht heiratet, und jede Woche einen anderen Kerl zum Frühstück beherbergt..

    Vor allen Dingen geht es mich persönlich aber einen feuchten Dreck an, wenn sich andere Menschen für Liebesspiele auf Fickstutenparty´s anbieten oder Angebote annehmen, und dabei ihren Spaß haben, denn sie machen das freiwillig, und ALLES was zwei Menschen freiwillig miteinander treiben, geht einen Dritten NICHTS an !

    Und der Masse Gesellschaft und der Kirche schon gar nicht !
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#44 TheDadProfil
  • 18.10.2014, 09:01hHannover
  • Antwort auf #36 von Laurent
  • ""Das Wesentliche, Zutreffende ist gesagt.""..

    Wenn man denn erkennt, daß das "Wesentliche" bei Dir zumeist darin besteht die Diskussion in eine bestimmte Richtung zu drängen, und sich dann herauszuziehen..

    Ob das dann "zutreffend" sein soll, ist gar nicht zu klären, denn zum Austausch von Argementen kommt es gar nicht, einerseits weil Du keine Argumente vorbringst, andererseits die Argumente der Anderen nicht einmal versuchst zu zerlegen, denn die bloße Gegenrede die zumeist aus ´weil ich das so sehe stimmt das auch´, ist keine Argumentation, und damit auch keine Diskussion..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#45 LaurentProfil
#46 TheDadProfil
  • 18.10.2014, 09:30hHannover
  • Antwort auf #42 von SvenWedding
  • ""Ich finde schon, dass die Aktion ein Schlaglicht auf die weit verbreitete Sexsucht und seelenlose Promiskuität in der Community wirft.""..

    Seelenlos ?

    Unterbreite doch einmal Deine Sicht davon..

    Wem gegenüber "entsteht" diese "seelenlosigkeit", wer wird "geschädigt" ?

    Wenn ich solche Fomulierungen lese entsteht bei mir immer der Eindruck, hier handelt es sich um einen Menschen der auf dem Markt nichts abbekommt, und seinen Frust in einer Argumentation abbaut, die das Gegenteil seiner Wünsche ausdrückt..

    Weil man nicht, oder nicht genug abkriegt, weil man links liegen gelassen wird, ist das Ganze einfach Scheiße, oder eben seelenlos..

    Gleichzeitig unterstellt man mindestens unterschwellig, das "Treiben der Community" schädige das eigene Ansehen im eigenem sozialem Umfeld, ´weil die dann denken, die sind alle so´..

    Ja, sind sie..
    So lange man dem eigenem Umfeld nicht klar macht das die Community keine homogene Masse ist, so lange man nicht klarstellt, das man selbst anders gelagerte Interessen besitzt, so lange wird dieses Vorurteil, das man selbst gepflanzt hat, prächtig gedeihen..

    Mit der Ablehnung des vermeintlichen Todschlagargumentes gegenüber den Heten, wird es zu einem gegenüber der Community, denn damit wird apostrophiert, die Promikuitivität sei auch weiterhin ein Alleinstellungsmerkmal für die Community, was eben definitiv nicht der Fall ist..

    Diverse Portale für Heten die exakt so funktionieren wie Grindr, beweisen das Treiben der Heten als analoges Geschehen völlig unabhängig voneinander..

    ""Der Künstler sagt selbst, dass er mit dem wahllosen Grindr-sex emotional unzufrieden war""..

    Das mag ja so sein..
    Inwieweit das dazu "anstachelt" dies ebenso zu empfinden, es gar so empfinden zu müssen, erschließt sich nun aber nicht, denn das Vorhalten des Spiegels erfüllt hier nur die moralische Keule..

    Niemand kann etwas dafür wenn man selbst auf einem Portal nichts abbekommt, oder nur schlechten Sex erntet..
    Das hat man ausschließlich selbst zu verantworten, und hier sollte man mal seine Parameter überprüfen, nach denen man Kontakte auswählt..

    Gibt es eigentlich schon eine bundesweit aktive Selbsthilfegruppe für von Grindr untervögelte Männer ?

    Und was ist das Gegenteil von "Elite-Partner.de" ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#47 MiepmiepAnonym
  • 18.10.2014, 09:42h
  • Antwort auf #42 von SvenWedding

  • Ich sehe das nach wie vor ambivalent. Es ist einerseits sicher für sehr Viele schwierig, Gleichgesinnte & "was Ernsthaftes" auf GR und Grindr zu finden und der "Markt der (vermeintlichen) Möglichkeiten" führt zu einer Spirale aus Anspruchsinflation und Überforderung. GR & Co. haben auch zu neuen Gewohnheiten und einem Wandel (öffentlichen) schwulen Lebens beigetragen, wie hier im Forum schon des öfteren diskutiert. Wenn Viele nur noch im Zweier-Chat Dates klarmachen und dann wechselseitig Wohnungsbesuche etc. ausmachen, sucht man vor allem in kleineren Städten immer vergeblicher nach offen schwuler Infrastruktur, weil das Publikum zusehens ausbleibt... Andererseits hat das Internet auch so Vieles möglich gemacht und de facto war es nie so einfach wie heute, überhaupt die Vielfalt nichtheterosexueller Männer in der eigenen Umgebung zu erfahren und mit jemanden in ersten (schriftlichen) Kontakt zu treten, vor allem, wenn man vielleicht etwas schüchterner oder unsicherer ist als manch Anderer - oder eben isoliert, ungeoutet etc. Bei allem berechtigtem "Anti-Driessing" ist diese Paradoxie ein keineswegs triviales Moment kulturellen Wandels in der Gay-Szene und im "schwulen Leben" und man sollte sich schon damit reflektiv & konstruktiv auseinandersetzen... Es kursiert die (sicherlich extrem pointierte, aber m.E. durchaus denkwürdige) Auffassung, das Internet wäre die größte Herausforderung (oder gar "Katastrophe") für die Schwulen seit AIDS. Natürlich trifft Vieles auch auf Heteros zu (Dating-Portale in Zeiten der Single-Flut sind ja ein Dauerbrenner in Feuilleton & TV), aber mir sperrt sich irgendwas, wenn der "Normalitätsanspruch" von einigen Schwulen überstrapaziert wird - hier findet teilweise (!) auch eine gewisse Tendenz zur Selbstverleugnung, Selbstverzwergung und Überanpassung ihren Ausdruck. Unter "Pride" verstehe ich was anderes... Die Idee, Schwule in ihrer Gesamtheit (bzw. die Mehrheit oder gar ausnahmslos jeder Einzelne) könnten eine gesellschaftliche Avantgarde darstellen, ist überzogen. Doch ebenso falsch ist es, die lebensweltlichen und kulturellen Impulse alternativer Lebensformen für die Gesamtgesellschaft zu negieren. Konkret auf das Beispiel zurückbezogen: Meine Heterokumpels gucken immer ganz interessiert, was ich da auf meinem Mobile rumdrücke; keiner von denen nutzt sowas (oder SO regelmäßig und quasi "selbstverständlich"), einige wußten gar nicht, daß sowas überhaupt in DIESER Form gibt! Sicherlich nur eine singuläre, bruchstückhafte Beobachtung.
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#48 MiepmiepAnonym
  • 18.10.2014, 10:07h
  • Antwort auf #46 von TheDad

  • "Niemand kann etwas dafür wenn man selbst auf einem Portal nichts abbekommt, oder nur schlechten Sex erntet..
    Das hat man ausschließlich selbst zu verantworten, und hier sollte man mal seine Parameter überprüfen, nach denen man Kontakte auswählt..."

    Ich sehe da schon ein strukturelles, systematisches Problem. "Da ist jeder selbst schuld, wenn er nich damit umgehen kann" - sobald sich der Verdacht aufdrängt, daß es einen wesentlichen Teil der User betrifft und diese nicht ganz so glücklich mit diesem Umstand sind, zieht für mich diese individualistische Zuschreibung nicht mehr. Zur Interaktion / Kommunikation (auch der scheiternden(!) Kommunikation) gehören immer mehrere...
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#49 TheDadProfil
  • 18.10.2014, 12:00hHannover
  • Antwort auf #45 von Laurent
  • Das Thema zu verändern indem man es in eine neue Richtung lenkt und es gleichzeitig für beendet zu erklären, ist keine Diskussion !

    Dein Festhalten an Deiner Meinung ist nicht das Problem, sondern die Arroganz mit der Du konstatierst, diese sei die einzig richtlige, der alle zu folgen haben..
    (würden mehr schwule)
    (würden alle schwulen)

    Das Du dich ständig wiederholst hat vor allem damit zu tun, das Du neuen (weil Dir unbekannten) Argumenten gar nicht zugänglich bist, und deshalb Deine spärlichen Argumentationsstränge sich schnell erschöpfend daherkommen..

    Den gestellten Fragen auszuweichen mag für Dich persönlich ja praktisch sein, ist aber keine wirkliche Auseinanderstzung mit der Thematik..
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#50 TheDadProfil
  • 18.10.2014, 12:14hHannover
  • Antwort auf #48 von Miepmiep
  • ""Zur Interaktion / Kommunikation (auch der scheiternden(!) Kommunikation) gehören immer mehrere...""..

    Natürlich..
    Wenn ich aber bei GR z.B. durch immer feinere Einstellungen meines Suchrasters immer mehr Möglichkeiten ausschließe, bleiben am Ende wenige bis gar keine Menschen zur Interaktion übrig..

    Wenn die dann zwar meinen Einstellungen entsprechen, ich aber nicht einmal annähernd deren, dann wird das auch nichts..

    Ähnliches trifft doch auf alle Portale zu..
    Wer nur auf dem Display seines Smartphones nach dem blondem Schönling sucht, wird den Rothaarigen, der gerade vorbei läuft und schmachtende Blicke wirft, niemals kennenlernen..

    Das Gleiche "Problem" geht aber noch "schlimmer"..
    Wie bereits hier oder in einem anderem Thread dazu beschrieben :
    Die Jungs laufen aneinander vorbei, und kaum haben sie sich "passiert", kuckt einer auf Grindr nach, oder der Andere "verfügbar" ist..
    Dieses "subjektive Sicherheitsbedürfnis" bloß niemanden anzusprechen von dem man sich nicht sicher ist ob der überhaupt schwul oder wenigstens Bi ist, blockiert die Fähigkeiten sein eigenes Gaydar einzusetzen..

    Neugierig sein und bleiben ersetzt jede noch so gut gemeinte oder gemachte App..
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#51 MiepmiepAnonym
  • 18.10.2014, 18:52h
  • Antwort auf #50 von TheDad

  • Ich kann das eigentlich alles unterschreiben. Mein Punkt war halt auch, daß die Gelegenheitsstrukturen, jemanden zuerst spontan in real life kennenzulernen, durch dieses, von Dir beschriebene "Netzabhängigkeitsverhalten" stark eingeschränkt sind und man paradoxerweise deswegen mit den Schafen blöken muss... Anders ausgedrückt: Der Rothaarige kann sich halbtot zwinkern, er kann aber auch sein Grindr anwerfen. Was tun? mich beschleicht halt das Gefühl, daß Fluch und Segen der Technik hier offen zu tagetreten und eine große Masse von Leuten irgendwie tangiert. Du gibst mir mit Deiner Diagnose einer verbreiteten "Kulturkrankheit" bzw. "schlechten Angewohnheit" ja gewissermaßen recht, dass es kein Einzelproblem ist... Und um einen älteren Disput nochmal aufzuwärmen, ich PERSÖNLICH bin es echt leid, im Dunkeln in der Kälte im Park rumzustehen vergeblich zu warten, dass Mr. Vielleicht-Herzblatt in spe vorbeikommt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#52 FoXXXynessEhemaliges Profil
#53 David77Anonym
#54 TheDadProfil
  • 19.10.2014, 12:44hHannover
  • Antwort auf #51 von Miepmiep
  • ""im Dunkeln in der Kälte im Park rumzustehen vergeblich zu warten, dass Mr. Vielleicht-Herzblatt in spe vorbeikommt.""..

    Wer hat dazu schon Bock ?

    Aber wenn ich bei Grindr die Rothaarigen ausschließe, ernte ich vielleicht den schlechten Sex mit den Blonden..
    Im dunklem Park sehe ich die Haarfarbe eher nicht..

    Wie erwähnt..
    Wer seine Parameter so sehr verengt das am Ende nur noch ein einziger Mr.Right als Möglichkeit übrig bleibt, der aber gerade in einer anderen Stadt rum-Grindr-t, dann wird das eben eher nichts..
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#55 saltgay
  • 19.10.2014, 13:57h
  • Geht es hier nun darum einem gewissen David77 ein Forum zum Pöbeln, hart am Rande der strafbaren Beleidigung zu bieten, oder missionarischen Eiferern die Beurteilung einzuräumen, was nun gefälligst für jeden Schwulen gut und zu erdulden sei im Sinne der Kunstfreiheit?

    Der Bericht hat ja nun sehr deutlich gemacht, was an diesem "Kunstprojekt" schief gegangen ist. Abgesehen von den psychologischen Deutungen von Dannecker & Co, die in der Vergangenheit viel zur Enttabuisierung der Homosexualität beitrugen, ist doch wohl festgestellt worden, dass das Persönlichkeitsrecht die künstlerische Freiheit beschränkt. Dem wird wohl Keiner widersprechen, wenn er nicht im Hauptberuf Exhibitionist ist.

    Exhibitionismus aber scheint sich auf eine andere Art und Weise breit gemacht zu haben. Wenn hier im Forum diese Form der Bloßstellung als Befreiung aus der Schmuddelecke gefeiert wird, dann scheinen sehr wohl viele Diskutanten die Programme von RTL, RTL2 und SAT1 zu konsumieren. Denn da gehört es ja zum Alltag seine Privatsphäre öffentlich auszubreiten. Das nennt sich dann: Bildungsfernsehen a la Nadine Erdbeerkäse aus Aachen. A propos - daran erinnert sich wohl niemand mehr - besagtes RTL bekam mit, dass es im Schwulenzentrum in Hamburg eine Selbsthilfegruppe von sogenannten "Pädophilen" gab. Nun, als das RTL-Team überfallartig zum Zeitpunkt dieses Gruppentreffens dort eintraf - da traf sich die Gruppe dort längst nicht mehr, dafür platzten die Fernsehleute in ein Treffen des Völklinger Kreises. Das endete dann etwas peinlich für RTL.

    Ich denke, dass genau diese fehlende Sensibilität solche Fehlschüsse erst ermöglicht. Es gibt weder ein Unrechtsbewusstsein, noch ein Gespür dafür, wo die berechtigte Privatsphäre eines Menschens beginnt. Darum hat es ja auch die Regierung so leicht, den Überwachungsstaat ohne Gegenwehr durchzusetzen, bis hin zu Vermerken auf dem Chip des Personalausweises. Sollte dadurch ein Umdenken bei Einigen einsetzen, dann hätte dieser Skandal in Berlin wenigstens etwas positives bewegt.
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#56 Robby69Ehemaliges Profil
#57 Robby69Ehemaliges Profil
#58 Robby69Ehemaliges Profil
  • 19.10.2014, 16:56h
  • Antwort auf #42 von SvenWedding
  • Beweise für Deine absurden - und noch dazu unwahren - Behauptungen? Wir warten...

    Ach ja, Schätzchen, nur weil Du anscheinend mit dem Thema "offen ausgelebte Sexualität" gewaltige Probleme hast - aus welchen Gründen auch immer - heißt das nicht, dass Deine angebliche "Moral" die allein seligmachende Wahrheit ist. - Müssen ja nicht alle verklemmt sein und offen ausgelebten Sex als "igitt" und weiß der Geier was ansehen, oder?!

    Ich bin promiskuitiv und stehe dazu. Aber das heißt nicht, dass ich - oder andere Schwule, die ihre Sexualität offen ausleben - deshalb sexsüchtig sind, Schätzchen.

    JEDER hat das Recht, so zu leben und zu lieben, wie er selbst es für richtig hält!
    Und weder DU - noch sonst jemand hat das Recht, über die Lebens- und Liebensweise von anderen zu urteilen oder sie zu VERURTEILEN!
    Solltest Du mal in Dein Gehirn einsickern lassen und verinnerlichen. Denn TOLERANZ gegenüber anderen Schwulen - und vor allem auch das Recherchieren von FAKTEN - scheinen ja nicht gerade Deine Stärken zu sein (wie Dein "Kommentar" - man könnte auch im Klartext sagen "Deine durchgeknallten unwahren Behauptungen" - eindrucksvoll und sehr deutlich zeigt).

    Und noch eine Frage: Welches Problem hast Du eigentlich mit SCHWULEM SEX?! Scheint ja ziemlich groß zu sein, weil Dich der offen ausgelebte schwule Sex so auf die Palme bringt. Grins...
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#59 Robby69Ehemaliges Profil
#60 Robby69Ehemaliges Profil
  • 19.10.2014, 18:07h
  • Antwort auf #55 von saltgay
  • "Geht es hier nun darum einem gewissen David77 ein Forum zum Pöbeln, hart am Rande der strafbaren Beleidigung zu bieten, oder missionarischen Eiferern die Beurteilung einzuräumen, was nun gefälligst für jeden Schwulen gut und zu erdulden sei im Sinne der Kunstfreiheit? "
    Nein, absolut nicht. Denn David77 pöbelt nicht, er schreibt lediglich seine Meinung und seine Sicht der Dinge. Du solltest lieber mal genau hinsehen, wer hier immer wieder pöbelt und nicht sachlich sein kann (kleiner Tipp: dieser User hat x Nicknames und kann grundsätzlich nur mit einem Nummernwust arbeiten - aber keine anderen User direkt ansprechen).

    "Abgesehen von den psychologischen Deutungen von Dannecker & Co, die in der Vergangenheit viel zur Enttabuisierung der Homosexualität beitrugen, ist doch wohl festgestellt worden, dass das Persönlichkeitsrecht die künstlerische Freiheit beschränkt."
    Zum ersten Teil Deiner Aussage: Dannecker & Co., wie Du es nennst, haben in der Tat in der Vergangenheit sehr viel zur Enttabuisierung der Homosexualität beigetragen und tun das immer noch. Dannecker, Praunheim etc. setzen sich schließlich immer noch als Schwulen-Aktivisten für uns ein - auch wenn sie nicht mehr ganz so im Rampenlicht der "Mainstream"-Medien stehen wie damals.
    Zum zweiten Teil Deiner Aussage:
    Ja, das Persönlichkeitsrecht beschränkt in gewisser Weise die künstlerische Freiheit. Aber wie ich schon in meinem anderen Kommentar bemerkt habe, sind Grindr & Co. eben keine "privaten Schutzräume" oder ähnliches, wo man völlig "anonym" ist - Grindr und Co. sind "öffentlich zugänglich" und damit auch für alle öffentlich.
    Mal ein persönliches Beispiel dazu: Wenn ich durch die Stadt laufe - ob nun in Regensburg oder München etc. - und mir begegnen jüngere Schwule, dann sprechen die einen nicht mehr direkt an. Die scannen einen genau und dann wird hektisch auf dem Handy getippt und gescrollt, um nachzusehen, ob ich nicht in einem der Portale vertreten bin (was ich übrigens nicht bin, weil ich von ihnen nichts halte, sondern andere Männer liebe direkt anspreche). Das heißt im Klartext für das oben genannte Beispiel: Hätte ich in einem dieser Portale ein Profil, dann könnten die vorbeigehenden User mich orten, könnten mich anhand meines Aussehens genau zuordnen und ich wäre somit für sie - oder auch für andere User dieser Portale - "sichtbar" und deshalb nicht mehr anonym.

    Oder nimm den CSD. Wenn jemand bei einer CSD-Parade mitgeht, dann muss er doch auch damit rechnen, dass er rein theoretisch auf irgendwelchen Fotos, Videos etc. drauf ist - dann ist er ja auch "sichtbar", oder?! Da kann er dann ja auch nicht sagen "Hey, ich will aber nicht, dass mein Bild jetzt in Großaufnahme gerade auf der Leinwand des CSD-Straßenfests oder im Fernsehen übertragen wird. - Ich denke, Du weißt jetzt, auf was ich raus will.

    Jeder gibt doch irgendwelche Daten über sich im Internet heraus. - Manche mehr, manche weniger. Aber alle machen's doch. Und mir kann jetzt keiner weismachen, dass er nicht wüßte, dass die Daten öffentlich sind, wenn er z. B. was bei Facebook, Twitter, Youtube, Tumblr etc. postet. Das ist ja auch "öffentlich" zugänglich. So wie bei "Grindr" halt auch.
    Ich meine, wenn ich hier im Forum zum Beispiel jetzt was privates schreibe, dann bin ich mir doch auch darüber im Klaren, dass das jeder lesen kann. Dass das also im Prinzip "öffentlich" ist. - Und genauso ist es doch auch bei "Grindr".
    Ich denke, dass man da durchaus differenzieren muss und nicht immer nur hysterisch kreischen sollte "die geben meine Daten raus". - Jeder weiß zum Beispiel, dass der NSA, der BND etc. Mails oder sonstiges ausspioniert. Trotzdem schreiben die meisten Menschen weiterhin Mails, posten irgendwas im Internet etc. -
    Und was dieses Grindr-Projekt betrifft: Ja, die Initiatoren haben gewisse Fehler gemacht - haben sie ja auch eingestanden - und sie haben das Projekt wahrscheinlich nicht gründlich genug geplant.
    Trotzdem bin ich nach wie vor der Meinung, dass es richtig gewesen wäre. Und die ganze Aufregung und Empörung hat meiner Meinung nach trotz allem auch gezeigt, wo das Problem vieler jüngerer Schwuler liegt: an der Scham über Sex zu sprechen - oder auch, dass ihr Sexleben oder ihre Vorlieben (oder was auch immer in sexueller Hinsicht) öffentlich wird. In diesem Punkt stimme ich mit Martin Dannecker vollkommen überein. Und ich stehe auch dazu, auch wenn ich von gewissen Usern sicher dafür wieder "rote" Bewertungen ernte. Grins...
    (Das ist eben meine Meinung zu diesem Thema. Punkt. Andere User haben andere Meinung. Das ist ihre Sache.)
    Warum haben viele jüngere Schwule Probleme damit, als Schwule sichtbar zu sein? Warum wollen sie immer in der "großen Masse der Heteros" untergehen und verschwinden? Waraum glauben sie immer, dass die Heteros uns Schwule schon akzeptieren werden, wenn wir nur "unsichtbar" genug sind? Warum trauen sich so viele jüngere Schwule nicht mehr offen auf der Straße Hand in Hand zu gehen, einen anderen Mann zu küssen, oder offen über schwulen Sex zu reden?
    Weil sie Angst haben, anzuecken. Weil sie Angst davor haben, angepöbelt und diskriminiert zu werden. Weil sie Angst haben, zu ihrer eigenen Homosexualität zu stehen.
    Und mit ihrem ganzen "Verstecken", sich um jeden Preis den Heteros "anpassen" zu wollen, vergessen sie meiner Meinung nach einen ganz wichtigen Punkt: Dass uns die Heteros immer als anders sehen werden - weil wir als Männer MÄNNER lieben, keine Frauen wie sie.
    Egal ob wir nun monogam oder promiskuitiv, offen oder heimlich leben, wir werden immer anders sein als die. Aber das heißt doch nicht, dass Heterosexualität "besser" oder "richtiger" sei als Schwulsein, nur weil die Heten in der "Mehrzahl" sind, oder?!
    Schwulsein ist schließlich genauso normal wie Hetero zu sein. Und niemand sollte sich seiner Sexualität schämen müssen.

    Sex ist das natürlichste und schönste auf der Welt.
    Daher meine Frage: Wieso sollte man sich etwas ganz natürliches und verdammt schönes schämen? Es gibt doch gar keinen Grund dafür, oder?!

    Über irgendwelche Hetero-Dating-Apps wird in den "Mainstream"-Medien immer wieder groß und ausführlich berichtet. Niemand findet anscheinend da was dabei. Wieso ist es dann so schwer für etliche Schwule, wenn sich mal ein Künstler traut, ein Projekt über eine "schwule App" zu machen?
    Ich weiß, manche werden jetzt sagen, dass die betreffenden "Teilnehmer" nichts gewusst hätten. Aber hätten die WIRKLICH nichts gewusst? Die hätten schließlich über das Internet etc. ja auch von dem Projekt erfahren und hätten so auch die gleichen Informationen darüber gehabt wie wir hier, oder?! Und deshalb hätten sie sich "bewußt" dafür entschieden, wenn sie mitgemacht hätten.
    Das ist meine Sicht der Dinge zu diesem Projekt.

    "Wenn hier im Forum diese Form der Bloßstellung als Befreiung aus der Schmuddelecke gefeiert wird, dann scheinen sehr wohl viele Diskutanten die Programme von RTL, RTL2 und SAT1 zu konsumieren."
    In dem Punkt muss ich Dich leider enttäuschen. Grins... Ich sehe eigentlich relativ wenig fern. Und wenn dann irgendwelche Dokumentationen oder die Nachrichten. Spielfilme oder sonstiges eigentlich selten und "Reality-Shows" sind nicht mein Fall. Aber jeder, wie er mag.

    " Es gibt weder ein Unrechtsbewusstsein, noch ein Gespür dafür, wo die berechtigte Privatsphäre eines Menschens beginnt."
    Was Privatsender angeht, gebe ich Dir recht. Allerdings muss man auch klar zu dem Punkt mit der Pädophilen-Gruppe sagen: Ich weiß nicht, wie das in Hamburg war, ob die das öffentlich irgendwie beworben haben oder ähnliches. Aber hier in Regensburg haben sie eine ähnliche Gruppe in den Räumen des Bezirkskrankenhauses. Diese Gruppe wurde öffentlich durch Plakate in den öffentlichen Bussen, an Litfass-Säulen und Plakat-Wänden "beworben" - wenn man das in diesem Fall überhaupt so nennen kann. Jedenfalls wurde da kein Geheimnis draus gemacht. Und vor ungefähr einem Monat habe ich auch in Weiden ein Plakat für diese Pädophilen-Gruppe in Regensburg - die übrigens lt. Plakat von Psychiatern und Ärzten des BZK organisiert und geleitet wird - "geworben".
    Von daher bin ich mir nicht so sicher, ob das mit Hamburg nicht auch irgendwie "beworben" wurde. Wäre zumindest denkbar. - Ein Skandal-Sender wie RTL springt da natürlich auf den Zug auf, das ist mir schon klar.
    Das Verhalten des Senders nach Deiner Schilderung war meiner Meinung nach auch nicht richtig, das möchte ich hier noch mal ganz klar sagen.

    Wie gesagt, ich denke, dass man in Bezug auf die "Privatsphäre" oder was "öffentlich" ist oder nicht immer differenzieren muss. Klar, kann ich rein theoretisch jemandem, der mir auf der Straße begegnet, verbieten, dass er mich gegen meinen Willen fotografiert. Aber wenn ich es z.B. nicht mitbekomme, dann werde ich es nicht verhindern können und dadurch auch nicht, dass diese andere Person das Bild von mir ins Netz stellt. Ob das nun richtig ist oder nicht ist ein anderes Kapitel. Aber ich denke, wir sollten uns nichts vormachen.
    Vor allem auch, was wir im Internet von uns preisgeben. Irgendwer liest doch "immer" mit, oder?! Deshalb sollte man halt meiner Meinung nach auch nur das von sich - egal ob Bilder oder Schilderungen aus der Privatleben oder sonst was - ins Netz stellen, dass man von sich bereit ist, preiszugeben.
    Ich hab' zum Beispiel jetzt kein Problem damit, wenn jeder, der meine Kommentare lies, weiß, dass ich promiskuitiv bin. Ich bin promiskuitiv und stehe halt dazu. Ist kein Geheimnis. Grins... Ein anderer würde das zum Beispiel jetzt nicht im Netz schreiben, weil er der Meinung ist, dass das zu privat ist. - Das ist dessen Standpunkt.

    Auch ich bin kein Freund des Überwachungsstaats, das kannst Du mir glauben. Aber die werden uns nicht fragen, saltgay. Die machen's und haben's immer schon gemacht.
    Ich hatte immer wieder mal Affären mit amerikanischen Schwulen. Sowohl die amerikanischen, als auch die deutschen Behörden haben unsere Briefe aufgemacht und das "Wissen" auch dokumentiert. Ob das nun "rechtens" war oder nicht, die haben's einfach gemacht, weil sie behauptet haben, dass es nicht sein kann, dass da ein Amerikaner mit einem Deutschen einfach nur "so" eine Affäre hat und dass es doch sein könnte, dass wir irgendwelche für sie interessanten Informationen austauschen würden. Totaler Quatsch meiner Meinung - aber so haben die argumentiert. - Jetzt machen sie's halt "eleganter", indem sie bei Emails etc. mitlesen. Glaubst Du wirklich, die würden die Möglichkeiten - ob legal oder illegal spielt keine Rolle - nicht ausschöpfen, die sie haben? Also ich nicht.
    Snowden hat die ganze Sache mit der illegalen Überwachung halt als Tageslicht gezerrt. Aber das heißt nicht, dass die das nicht nach wie vor machen.
    Ich denke, so etwas werden wir nicht verhindern könne. Wir können nur eines machen: Uns alle darüber klar werden, dass das Internet - und da gehört meiner Meinung nach ganz klar auch Grindr & Co. dazu - "öffentlich" ist und dass wir da halt nur das von uns preisgeben sollten, was wir bereit sind, der "Öffentlichkeit" von uns zu zeigen. Das ist bei dem einen mehr, dem anderen weniger. Aber jeder hat es in der Hand.
    Und was speziell die schwulen Dating-Apps geht: Jeder, der sich da ein Profil zulegt, muss sich im Klaren darüber sein, dass er damit auch "angreifbar" sprich möglicherweise "outing-gefährdet" ist. Die prüfen schließlich nicht nach, ob jetzt der betreffende neue User schwul oder hetero ist oder ob es ein homophober Schwulen-Hasser ist, der sich nur ein Profil anlegt, um so irgendwelche Schwulen anschreiben und dann "persönlich" nerven kann.
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#61 LarsAnonym
  • 19.10.2014, 19:43h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • Du unterstellst mir Dinge, die ich nicht geschrieben, geschweige denn gemeint habe. Mit Kultur meine ich ganz allgemein die Sprache, die Zeichen, Symbole und Konventionen, durch die sich soziale Gruppen verständigen, ganz unabhängig von einer Wertung. Als Individuum macht jeder, was er will, sobald man sich als Teil welcher Gesellschaft und Community auch immer begreift, richtet man sich nach Konventionen seiner "peer group", mal mehr, mal weniger freiwillig. Die schwule(n) Kultur(en) ändern sich gegenwärtig sowohl durch die zunehmende Möglichkeit, offen schwul und szenefern zu leben, als durch die Wandlung der Szenekultur infolge der Möglichkeiten und Risiken des Internets sehr stark und werden immer divergenter, wie mir scheint. Die Gegenüberstellung einer homogenen, traditionell heternormativen Kultur und der schwulen (Sub)- oder (Avantgarde-)Kultur gibt es so nicht mehr, sondern die Identitäten verschwimmen. Daher die vielen "Verständigungsschwierigkeiten".
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#62 LaurentProfil
  • 19.10.2014, 19:58hMetropolregion Rhein-Neckar
  • zu 57
    Du grinst in solchen Fällen dann immer, ich verweise, um Wiederholungen zu vermeiden und irgendwann zum Schluss zu kommen, auf das Gesagte. Im Übrigen s. Nr. 45.

    zu 56
    31 = TheDad
    32 = TheDad
    33 = TheDad
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#63 TheDadProfil
  • 19.10.2014, 20:32hHannover
  • Antwort auf #61 von Lars
  • ""Du unterstellst mir Dinge, die ich nicht geschrieben, geschweige denn gemeint habe.""..

    Nöö..
    Denn Du hältst den Begriff "Kultur" für wertfrei..
    Das ist er nicht, das war er nie..

    ""Mit Kultur meine ich ganz allgemein die Sprache, die Zeichen, Symbole und Konventionen, durch die sich soziale Gruppen verständigen, ganz unabhängig von einer Wertung.""..

    Sprache durch Religon beeinflußt..
    Zeichen und Symbole von Religion in die Gesellschaft eingeführt..

    Konventionen als Dogmen durch die Religion aufgestellt, formuliert, und in hunderttausenden Live-Show´s vor kleinem Publiku untrs Volk gebracht..

    Wer sich davon für ncht beeinflußt hält, muß auf einer Insel der Atheisten geboren und aufgewachsen sein..
    Selbst ich bin durch solche Dinge beeinflußt..
    Der Einfluß der Religion beginnt bei der Uhrzeit und dem Datum..
    Genau deshalb haben wir ein anderes Datum als die Juden und die Muslime..

    ""Die Gegenüberstellung einer homogenen, traditionell heternormativen Kultur und der schwulen (Sub)- oder (Avantgarde-)Kultur gibt es so nicht mehr, sondern die Identitäten verschwimmen.""..

    Die vielen "Verständigungsschwierigkeiten" beginnen bei dem Irrtum eine Gruppe für homogen zu halten, oder zu behaupten sie sei es, so wie viele Religioten es tun..

    Keine Greuppe ist tatsächlich homogen !

    Sie ist IMMER heterogen, denn Gruppen bestehen IMMER aus der Summe ihrer Indivuduen, was die Gruppe IMMER zwingt Kompromisse zu schließen, zumeist den kleinsten gemeinsamen Nenner..

    Schwule Gruppen besitzen den kleinsten gemeinsamen Nenner Schwul..
    Nebenbei sind sie jung und alt, dick und dünn, gesund und krank, aktiv und passiv, blond, braun, schwarzhaarig oder mit Glatze, behaart und unbeharrt, usw., usf...

    Und jedes Mitglied dieser Gruppe hat individulle Möglichkeiten sein Leben zu gestalten..

    Dabei eine "Moral" gelten zu lassen, wo eine Ethik notwendig ist, ist weder ein guter Gedanke, noch eine angemessenen Lösung, weil "Moral" immer Urteilt, Ethik nur Regeln vorgibt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#64 LarsAnonym
  • 19.10.2014, 21:26h
  • Antwort auf #63 von TheDad
  • Jaaaaa, das ist ja alles richtig, aber mit geht es gar nicht um Religion, sondern um Verständigungsmuster und zwar unterhalb der großen ethischen und moralischen Fragen. In manchen schwulen Gesellschaften küssen sich die meisten zur Begrüßung auf die Wange, in manchen auf den Mund und in manchen umarmt man sich. All das bedeutet etwas und zwar je nach Ort und Situation etwas anderes, und wiederum etwas anderes als vor 200 Jahren, als das Küssen und die körperliche Berührung unter Heteros noch üblicher war (und sicherlich einiges kompensiert hat). Diese Dinge sind nicht festgeschrieben sondern werden immer wieder neu gefunden und erfunden, auf einer wenig bewussten Ebene. Ich denke, dass kritisierte Projekt hatte auch die eigentlich gute Absicht, dieses Gebiet zwischenmenschlicher Verständigung und Annäherung zu untersuchen, es ist aber daran gescheitert, dass Kommunkation via Grindr in erster Linie "Suche Sex in intimem Rahmen" - bedeutet. Auch eine Konvention ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#65 Robby69Ehemaliges Profil
#66 TheDadProfil
  • 20.10.2014, 20:37hHannover
  • Antwort auf #64 von Lars
  • ""Jaaaaa, das ist ja alles richtig, aber mit geht es gar nicht um Religion, sondern um Verständigungsmuster und zwar unterhalb der großen ethischen und moralischen Fragen.""..

    Lars ?
    Wenn es nicht um Religion geht, geht es auch nicht um Moral !

    Moral wertet..
    Ethik stellt Regeln auf..
    Diese werden durch ständigen Wandel immer wieder neu formuliert, wie Du völlig richtig als "gefunden und erfunden" beschrieben hast..

    Aber das Projekt ist an Moral gescheitert, weil es jede Menge Leute gibt die be-und verurteilen, anstatt wertfrei darüber zu spekulieren ob Grindr wirklich nur zur Sex-Anbahnung taugen würde..

    Ich habe Deine Argumente auch nicht entkräften, oder widerlegen wollen, sondern sie nur ein wenig komplettiert..
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#67 LarsAnonym
  • 24.10.2014, 18:30h
  • Antwort auf #66 von TheDad
  • Um über etwas wertfrei (und ergebnisoffen) spekulieren zu können, brauche ich zu dem Problem eine gewisse emotionale Distanz. Ein professioneller Künstler bringt durch die Reflexion über das Thema und seine berufsbedingte Erfahrung, sich in der Öffentlichkeit "bloßzustellen" diese Distanz schon mit, ein unfreiwilliger "Mitspieler" nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #66 springen »
#68 Patroklos

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