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Kommentare zu:
Der neue Kampf um die schwule Unsichtbarkeit


#61 LarsAnonym
  • 19.10.2014, 19:43h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • Du unterstellst mir Dinge, die ich nicht geschrieben, geschweige denn gemeint habe. Mit Kultur meine ich ganz allgemein die Sprache, die Zeichen, Symbole und Konventionen, durch die sich soziale Gruppen verständigen, ganz unabhängig von einer Wertung. Als Individuum macht jeder, was er will, sobald man sich als Teil welcher Gesellschaft und Community auch immer begreift, richtet man sich nach Konventionen seiner "peer group", mal mehr, mal weniger freiwillig. Die schwule(n) Kultur(en) ändern sich gegenwärtig sowohl durch die zunehmende Möglichkeit, offen schwul und szenefern zu leben, als durch die Wandlung der Szenekultur infolge der Möglichkeiten und Risiken des Internets sehr stark und werden immer divergenter, wie mir scheint. Die Gegenüberstellung einer homogenen, traditionell heternormativen Kultur und der schwulen (Sub)- oder (Avantgarde-)Kultur gibt es so nicht mehr, sondern die Identitäten verschwimmen. Daher die vielen "Verständigungsschwierigkeiten".
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#62 LaurentProfil
  • 19.10.2014, 19:58hMetropolregion Rhein-Neckar
  • zu 57
    Du grinst in solchen Fällen dann immer, ich verweise, um Wiederholungen zu vermeiden und irgendwann zum Schluss zu kommen, auf das Gesagte. Im Übrigen s. Nr. 45.

    zu 56
    31 = TheDad
    32 = TheDad
    33 = TheDad
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#63 TheDadProfil
  • 19.10.2014, 20:32hHannover
  • Antwort auf #61 von Lars
  • ""Du unterstellst mir Dinge, die ich nicht geschrieben, geschweige denn gemeint habe.""..

    Nöö..
    Denn Du hältst den Begriff "Kultur" für wertfrei..
    Das ist er nicht, das war er nie..

    ""Mit Kultur meine ich ganz allgemein die Sprache, die Zeichen, Symbole und Konventionen, durch die sich soziale Gruppen verständigen, ganz unabhängig von einer Wertung.""..

    Sprache durch Religon beeinflußt..
    Zeichen und Symbole von Religion in die Gesellschaft eingeführt..

    Konventionen als Dogmen durch die Religion aufgestellt, formuliert, und in hunderttausenden Live-Show´s vor kleinem Publiku untrs Volk gebracht..

    Wer sich davon für ncht beeinflußt hält, muß auf einer Insel der Atheisten geboren und aufgewachsen sein..
    Selbst ich bin durch solche Dinge beeinflußt..
    Der Einfluß der Religion beginnt bei der Uhrzeit und dem Datum..
    Genau deshalb haben wir ein anderes Datum als die Juden und die Muslime..

    ""Die Gegenüberstellung einer homogenen, traditionell heternormativen Kultur und der schwulen (Sub)- oder (Avantgarde-)Kultur gibt es so nicht mehr, sondern die Identitäten verschwimmen.""..

    Die vielen "Verständigungsschwierigkeiten" beginnen bei dem Irrtum eine Gruppe für homogen zu halten, oder zu behaupten sie sei es, so wie viele Religioten es tun..

    Keine Greuppe ist tatsächlich homogen !

    Sie ist IMMER heterogen, denn Gruppen bestehen IMMER aus der Summe ihrer Indivuduen, was die Gruppe IMMER zwingt Kompromisse zu schließen, zumeist den kleinsten gemeinsamen Nenner..

    Schwule Gruppen besitzen den kleinsten gemeinsamen Nenner Schwul..
    Nebenbei sind sie jung und alt, dick und dünn, gesund und krank, aktiv und passiv, blond, braun, schwarzhaarig oder mit Glatze, behaart und unbeharrt, usw., usf...

    Und jedes Mitglied dieser Gruppe hat individulle Möglichkeiten sein Leben zu gestalten..

    Dabei eine "Moral" gelten zu lassen, wo eine Ethik notwendig ist, ist weder ein guter Gedanke, noch eine angemessenen Lösung, weil "Moral" immer Urteilt, Ethik nur Regeln vorgibt..
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#64 LarsAnonym
  • 19.10.2014, 21:26h
  • Antwort auf #63 von TheDad
  • Jaaaaa, das ist ja alles richtig, aber mit geht es gar nicht um Religion, sondern um Verständigungsmuster und zwar unterhalb der großen ethischen und moralischen Fragen. In manchen schwulen Gesellschaften küssen sich die meisten zur Begrüßung auf die Wange, in manchen auf den Mund und in manchen umarmt man sich. All das bedeutet etwas und zwar je nach Ort und Situation etwas anderes, und wiederum etwas anderes als vor 200 Jahren, als das Küssen und die körperliche Berührung unter Heteros noch üblicher war (und sicherlich einiges kompensiert hat). Diese Dinge sind nicht festgeschrieben sondern werden immer wieder neu gefunden und erfunden, auf einer wenig bewussten Ebene. Ich denke, dass kritisierte Projekt hatte auch die eigentlich gute Absicht, dieses Gebiet zwischenmenschlicher Verständigung und Annäherung zu untersuchen, es ist aber daran gescheitert, dass Kommunkation via Grindr in erster Linie "Suche Sex in intimem Rahmen" - bedeutet. Auch eine Konvention ...
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#65 Robby69Ehemaliges Profil
#66 TheDadProfil
  • 20.10.2014, 20:37hHannover
  • Antwort auf #64 von Lars
  • ""Jaaaaa, das ist ja alles richtig, aber mit geht es gar nicht um Religion, sondern um Verständigungsmuster und zwar unterhalb der großen ethischen und moralischen Fragen.""..

    Lars ?
    Wenn es nicht um Religion geht, geht es auch nicht um Moral !

    Moral wertet..
    Ethik stellt Regeln auf..
    Diese werden durch ständigen Wandel immer wieder neu formuliert, wie Du völlig richtig als "gefunden und erfunden" beschrieben hast..

    Aber das Projekt ist an Moral gescheitert, weil es jede Menge Leute gibt die be-und verurteilen, anstatt wertfrei darüber zu spekulieren ob Grindr wirklich nur zur Sex-Anbahnung taugen würde..

    Ich habe Deine Argumente auch nicht entkräften, oder widerlegen wollen, sondern sie nur ein wenig komplettiert..
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#67 LarsAnonym
  • 24.10.2014, 18:30h
  • Antwort auf #66 von TheDad
  • Um über etwas wertfrei (und ergebnisoffen) spekulieren zu können, brauche ich zu dem Problem eine gewisse emotionale Distanz. Ein professioneller Künstler bringt durch die Reflexion über das Thema und seine berufsbedingte Erfahrung, sich in der Öffentlichkeit "bloßzustellen" diese Distanz schon mit, ein unfreiwilliger "Mitspieler" nicht.
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#68 Patroklos

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