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Mittelfeldspieler Robbie Rogers ist der erste schwule Fußballer, der sich in der nordamerikanischen Profiliga geoutet hat (Bild: MLS)

Robbie Rogers hat den amerikanischen Sender ABC dazu inspiriert, eine Fernsehserie über einen schwulen Profikicker zu drehen.

Das US-Network ABC ("Desperate Housewives", "Grey's Anatomy", "Modern Family") hat diese Woche bekannt gegeben, dass es eine neue Sitcom produzieren wird, die lose auf dem Leben von Robbie Rogers basieren soll – dem ersten offen schwulen Profifußballer in Nordamerika. Die Serie soll den Namen "Men in Shorts" tragen.

Rogers hatte sich Anfang 2013 als schwul geoutet (queer.de berichtete). Obwohl der 27-jährige Ex-Nationalspieler damals eigentlich seine Karriere beenden wollte, spielt er heute wieder für das kalifornische Team LA Galaxy, das in der amerikanisch-kanadischen Major League Soccer (MLS) um den Titel kämpft. Rogers erklärte am Mittwoch via Twitter, er sei "sehr aufgeregt", Teil dieses Projektes zu sein.

Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Planungsphase. Haupt-Drehbuchautorin Claudia Lonow und die Produzenten Craig Zadan und Neil Meron haben aber bereits den generellen Handlungsaufbau der Sitcom veröffentlicht. Autorin Lonow ist weltweit bekannt als Schauspielerin; die 51-Jährige verkörperte Diana Fairgate in "Unter der Sonne Kaliforniens".

Lonow zufolge soll die Sitcom eine Familienserie sein, die auch am Arbeitsplatz spielt. "Für mich ist die Umkleidekabine eines Sportvereins ein Thema, das wir noch nicht so oft gesehen haben", erklärte Lonow. Sie erklärte weiter, dass sie überwältigt gewesen sei von Rogers' "Charme und Humor".

Wie Rogers soll der Serien-Protagonist aus einer konservativen Familie stammen. Allerdings werden künstlerische Freiheiten genommen: So leben die Eltern der Figur nicht getrennt wie in Rogers' Fall. Außerdem soll der Vater des Protagonisten Probleme mit der Homosexualität seines Sohnes haben, während Rogers' Vater den Sohn während des Coming-outs stets unterstützte. In der Serie soll es auch darum gehen, wie die Mitspieler auf das Coming-out ihres Kollegen reagieren.

Noch ist unbekannt, wer die Hauptrollen in der Serie übernehmen soll. Auch ein Starttermin steht noch nicht fest, der Herbst 2015 gilt aber als wahrscheinlich. Rogers hat derweil ein Buch über seine Erlebnisse als erster schwuler Fußballer in der Profiliga geschrieben. "Coming Out to Play" soll Ende November in den USA erscheinen.

Nach der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist das Interesse an Fußball in den USA angestiegen. Das amerikanische Nationalteam unter Trainer Jürgen Klinsmann hatte damals das Achtelfinale erreicht, musste sich dann aber Belgien in der Verlängerung geschlagen geben. In den letzten Wochen lief bereits die 13-teilige Fußballerserie "Matador" von Star-Trek-Produzent Robert Orci im US-Fernsehen. Der von Robert Rodriguez gegründete TV-Sender "El Rey" hat bereits eine zweite Staffel geordert. (dk)