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  • 18.10.2014           5      Teilen:   |

Interview mit Laura Prepon

"Homosexualität als gutes Vehikel, um eine wunderbare Geschichte zu erzählen"

Artikelbild
Lesbische Drogendealerin im Frauenknast: Laura Prepon spielt in der Kultserie "Orange Is the New Black" die Rolle der Alex Vause (Bild: Netflix)

Seit September ist die US-Webserie "Orange Is the New Black" auch in Deutschland über Netflix abrufbar. Ein Interview mit Laura Prepon, die darin die lesbische Drogendealerin Alex spielt.

Von Peter Fuchs

In diesem Knast wollen alle einsitzen, gleich ob weiblich, männlich oder sonst etwas. Die Webserie "Orange Is the New Black" spielt im Frauengefängnis und ist jetzt via Netflix auch in Deutschland zu sehen. Schauspielerin Laura Prepon (34) gibt darin die wilde Alex, eine taffe Drogenschmugglerin. Leider landet sie im Knast ausgerechnet neben ihrer Ex Piper (Taylor Schilling), die mittlerweile einen Verlobten hat.

Obwohl als Comedy serviert, bietet die Serie mehr als schnelle Pointen und zieht mit den emotionalen Geschichten der Insassinnen schnell in den Bann. Und weil Netflix ein Streamingdienst ist, lassen sich auch so viele Folgen wie jede und jeder verträgt auf einmal gucken.

Laura Prepon, berühmt geworden als Donna in der Sitcom "Die wilden Siebziger", plauderte mit uns im Berliner Soho House über ihre erste lesbische Rolle, den Vampir Edgar Cullen, Sexszenen mit einer Frau und schöne Parks in der Hauptstadt. Dabei erfreute sie uns immer wieder mit ihrer tiefen Stimme und dem herzlichen, kehligen Lachen.

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Alex trifft im Knast ihr Ex-Freundin Piper (Taylor Schilling) wieder - Quelle: Netflix
Alex trifft im Knast ihr Ex-Freundin Piper (Taylor Schilling) wieder (Bild: Netflix)

queer.de: Laura, Sie gelten als Edward Cullen für lesbische Teenager…

Laura Prepon: Himmel, davon habe ich schon gehört. (lacht)

Andere sagen auch "lesbische Ikone"…

Eine ziemlich große Sache, für die ich den Fans sehr dankbar bin. Es ist ziemlich schmeichelhaft, wenn du eine lesbische Frau in einer TV-Serie spielst und die Menschen fühlen sich davon angezogen. Das gebe ich gerne zurück und oute mich auch klar als Unterstützerin der LGBT-Community.

Wehte Ihnen deswegen schon mal ein scharfer Wind entgegen?

Mir persönlich nicht, aber es gab schon Diskussionen in den USA. Klar, wir zeigen ja eine Menge gleichgeschlechtlicher Liebe vor der Kamera. Aber diese Diskussionen sind gut, sie schaffen Bewusstsein. Toll finde ich auch, dass Homosexualität nicht als Problem im Mittelpunkt steht. Es ist bloß ein gutes Vehikel, um eine wunderbare Geschichte zu erzählen. Wenn diese Geschichte auch noch Fragen provoziert, umso besser.



Wie herausfordernd waren für Sie als Hetera die Sexszenen?

Als Schauspielerin war das für mich Neuland, weil es meine erste Rolle als lesbische Frau ist. Ich werde auch oft gefragt, wie es denn sei, eine Lesbe zu spielen und sich in eine Frau zu verlieben. Eines habe ich bei dieser Arbeit gelernt: Es macht keinen Unterschied, ob du spielen musst, dich in eine Frau oder einen Mann zu verlieben. Wenn es eine besondere Chemie zwischen den Figuren gibt, dann passt das schon. Das gilt auch für die Sexszenen. Und die Chemie zwischen Taylor Schilling und mir ist sehr gut. (lacht) Ich fühlte mich sofort wohl, als ich sie das erste Mal traf. Und gleich unsere erste Szene zusammen war unter der Dusche. Vielleicht ist es auch entspannter, weil wir zwei Frauen sind. (lacht)

Was finden Sie an Ihrer Rolle attraktiv?

Alex ist so ein schlimmer Finger, berechnend und manipulierend (lacht). Das ist natürlich sexy zum Spielen. Auf der anderen Seite ist sie keine perfekte Frau. Niemand ist perfekt, deshalb mögen wir auch Menschen, die nicht immer die richtigen Entscheidungen treffen. Sie beginnt damit, Piper mit Sex zu manipulieren, aber dann verliebt sie sich total in diese Frau. Das berührt mich, weil du ja nicht entscheiden kannst, in wen du dich verknallst. Dass sich daraus diese stürmische On-off-Beziehung entwickelt, ist dann nur gut für die Story.

Eine der besonders starken Rollen in "Orange Is the New Black": Kate Mulgrew (Captain Janeway aus "Raumschiff Voyager") spielt Knastköchin Red
Eine der besonders starken Rollen in "Orange Is the New Black": Kate Mulgrew (Captain Janeway aus "Raumschiff Voyager") spielt Knastköchin Red (Bild: Netflix)

Was mögen Sie an der gesamten Serie?

Ich liebe dieses Sammelsurium an verschiedenen Figuren. Es gibt so viele Typen und Gesichter zu sehen. Sie unterscheiden sich ethnisch, durch ihre sexuelle Orientierung oder Identität. So eine Geschichte von Frauen erzählen zu lassen, ist wirklich aufregend.

Waren Sie wirklich gerade in Deutschland, als Sie von Ihrer Besetzung erfuhren?

Nicht ganz, aber fast. (lacht) Zwischen Casting und finalen Anruf war ich in Deutschland auf Sightseeing-Tour, Bratwurst essen und in "Beer Gardens" abhängen.

Wie gefällt Ihnen Deutschland?

Oh ja, sehr. Vor allem Berlin. Ich möchte heute noch durch die Stadt radeln. Letztes Mal waren wir in einem Park, in dem es auch ein Open-Air-Theater gab. Ich habe leider den Namen vergessen. Wissen Sie, wie der heißt? Da möchte ich wieder hin.

Ja, das ist der Monbijoupark.


Cool, können Sie mir den Namen in mein Handy tippen? (reicht ihr Smartphone rüber)

Klar, gerne.

Danke, you made my day. (lacht)

Laura Prepon war an diesem Tag wirklich noch mit dem Fahrrad in Berlin unterwegs. Wie in ihrem Instagramprofil zu sehen ist, verbrachte sie eine gute Zeit, wenn auch mit kleinen Abstrichen.

Youtube | Rückblick auf die erste Staffel von "Orange Is the New Black"
  Infos zur Serie
Orange Is the New Black. Webserie. USA 2013/2014. Darsteller: Taylor Schilling, Laura Prepon, Kate Mulgrew, Uzi Aduba, Jason Biggs. Die ersten beiden Staffeln sind auf netflix.de abrufbar – wahlweise im Originalton, mit deutscher Synchronisation oder mit Untertiteln.
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Tags: laura prepon, oitnb, orange is the new black, netflix
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Reaktionen zu ""Homosexualität als gutes Vehikel, um eine wunderbare Geschichte zu erzählen""


 5 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.10.2014
14:25:34


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User Tonner66


Seit drei Tagen habe ich Netflix und schau gerade die erste Staffel! Bin begeistert!! (y)


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#2
18.10.2014
17:10:17


(0, 2 Votes)

Von Andy


Nettes Interview. Danke dafür! Ich habe ebenfalls die ersten beiden Staffeln von ORANGE IS THE NEW BLACK auf Netflix gesehen und kann sowohl die Serie als auch den Netflix-Aboservice empfehlen.


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#3
19.10.2014
22:49:38


(+3, 3 Votes)

Von Kevin_1967


Die Serie ist super geil. Ich habe selten alls Folgen einer Staffel mit so viel Begeisterung hintereinanderweg geguckt wie ORANGE. Auch Staffel zwei.... das Amüsante ist, dass diese ganze Lesbenstory und der viele Lesbensex etwas zutiefst "Schwules" haben. Nur eben mit Frauen. Macht Spaß zu schauen, und teils ist es echt ergreifend.


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#4
20.10.2014
22:39:32


(+3, 3 Votes)

Von Shaun


Die Frau kommt richtig sympathisch rüber.
Besonders gefallen haben mir die Aussagen:
" Toll finde ich auch, dass Homosexualität nicht als Problem im Mittelpunkt steht."
" Es macht keinen Unterschied, ob du spielen musst, dich in eine Frau oder einen Mann zu verlieben."
Man merkt, dass sie sich Gedanken gemacht hat.

Die Serie klingt an sich schon richtig interessant! Dazu einige hübsche Darstellerinnen (sie mit eingeschlossen) und Kate Mulgrew spielt mit. Die Serie werde ich mir auf jeden Fall angucken!


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#5
21.10.2014
11:59:34


(+2, 2 Votes)

Von joju
Antwort zu Kommentar #3 von Kevin_1967


"das Amüsante ist, dass diese ganze Lesbenstory und der viele Lesbensex etwas zutiefst "Schwules" haben"


kannst du genauer erklären was du meinst?
zumindest beim sex kann ich nicht erkennen was an lesbensex schwul ist, genauso wie schwuler sex für mich nichts lesbisches ansich hat.


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